America’s Cup: Oracle Racing neuer AC72 Katamaran im Flug

Abgehoben

Das Oracle Team USA hat bei der ersten Testfahrt mit seinem neuen America’s Cupper gezeigt, dass es auf Anhieb die Flugphase ohne Probleme im Griff hat.

Oracle Team USA

Der zweite Oracle Kat hebt sich locker beim ersten Trainingsschlag auf die Tragflächen. © Oracle Team USA/Guilain Grenier

Scheinbar mühelos hebt sich der AC72 “Oracle Team USA 17” aus dem Wasser. Wir konnten uns gar nicht dagegen wehren, sagt Dirk de Ridder. Aber es ist für ihn auch keine Überraschung. Denn die Foil-Flächen an Schwert und Ruder sind dieselben wie beim Vorgänger Kat. Das Team stellt nur die besondere Steifigkeit der Plattform heraus. “Das macht Vieles einfacher”, sagt James Spithill.

Es bleibt abzuwarten, ob das der große Wurf wird. Viele vermuten, dass weniger die Form des Katamarans für Höchstleistungen entscheidend ist, als die Formgebung der Unterwasser-Flügel. Bei der Form sehen Beobachter eine Anlehnung an den neuseeländischen Katamaran.

Der Vergleich Oracle vs TNZ.

Der Vergleich Oracle vs TNZ. Schwerter und Beams sind auf gleicher Höhe montiert. © kitemare /Grenier/Cameron

Blogger Kitemare verglich die Schwert- und Beam-Positionierung auf Fotos mit dem Kiwi-Kat und stellte eine exakte Kopie fest. Die Balance sollte demnach ähnlich gut sein wie bei den Neuseeländern, die die meiste Erfahrung beim Segeln ihres AC72 haben.

Unterschiede sieht man beim Volumen der Rümpfe. Die US-Schwimmer sind schmaler. Das mag besonders in Bezug auf den Windwiderstand Vorteile haben. In diesem Punkt sehen Insider große Fortschritte beim neuen Boot der Amerikaner.

Die Schwert-Position des neuen Oracle AC72 (rot)

Die Schwert-Position des neuen Oracle AC72 (rot) ist im Vergleich zum alten Kat nach hinten verschoben. © SA Forum

Im SA AC-Forum ist eine Zeichnung aufgetaucht, die zeigt, dass der neue Oracle Katamaran seine Schwert-Position deutlich weiter nach hinten gerückt hat im Vergleich zum Vorgänger. Und der nach vorne verschobene vordere Beam bringt eine größere Steifigkeit.

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Carsten Kemmling

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7 Kommentare zu „America’s Cup: Oracle Racing neuer AC72 Katamaran im Flug“

  1. avatar armchairadmiral sagt:

    Da haben die ORACLE-Spione ja ganze Arbeit geleistet!
    Ein “copycat” im echten Wortsinn.
    Sollen sich die Neuseeländer nun ärgern oder geehrt fühlen? 😉

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  2. avatar <°((( ~~< sagt:

    … “hob” …

    😉

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 9

  3. avatar <°((( ~~< sagt:

    Aber das ist ja furchtbar: Rennen auf baugleichen Booten! Beim AmericasCup! Muss man sich mal vorstellen…

    Rein optisch sieht das Ding wesentlich flugstabiler aus als der erste Versuch. Sie haben ihm wohl dieselbe Lackierung gegeben wie die Kiwis, damit sie beim Frühstart nicht erkannt werden?

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  4. avatar andreas sagt:

    Geht doch. Sieht bocksteil aus das Gerät, null Twist in den Beams. Da hat der structural engineer seine Hausaufgaben gemacht .

    Gio Belgrano hat das für die Kiwis allerdings schon beim ersten Versuch geschafft. Niemand kann sich so in eine Bootsstruktur versetzen wie er – vermutlich mit Kuli auf einer Papierserviette skizziert, so wie früher. Ein Composit Genie.

    Ein großer Schritt nach vorn für Oracle – das wird spannend!

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  5. avatar Super-Spät-Segler sagt:

    Richtig genial ist es, daß man in Sekunde 55 sehen kann, wie die gesamte Schwertaufhängung gekippt wird, um den Anstellwinkel des Foils nach dem Abheben zu reduzieren! (Nicht von mir entdeckt, sondern von jemandem aus dem SA-Forum)

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    • avatar andreas sagt:

      wenn DAS mal legal ist, oh oh!

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 7 Daumen runter 6

      • avatar ticktack sagt:

        oha…

        schon gut beobachtet, ist bisher ja nie aufgefallen. Habe mal die regeln und die anderen Boote so angeguckt, bei beiden ETNZ Booten und dem alten Oracle Kat (die anderen habe ich mir nicht angesehen) sehen die oberen Lager der Schwerter so aus, als ob sich da ein horizontal verschiebbares oberes Lager befindet. So wird mir auch langsam klar, wie sie den Lift kontrollieren können und verhindern, das die Schiffe immer weiter aus dem Wasser kommen. In dem Video oben sieht man ja auch, das das Boot aufhört weiter aus dem Wasser zu kommen, nachdem das Schwert sich verändert.

        Das heißt sie steuern die stärke des Auftriebs durch die Anstellung der gesamten Schwerter, wodurch die untere horizontale Tragfläche des Schwertes angestellt wird.

        Die Regeln verbieten meiner Ansicht nach auch nur, das das untere Lager der Schwerter sich verschiebt. Das macht allerdings ja auch sinn, weil das untere ja nur rotieren muss. Das obere Lager kann sich also verschieben. Ich würde allerdings denken, das das alle so machen, da es die einzige Möglichkeit ist, die Stärke des Auftriebes zu variieren…. Mal schauen wie die Schiffe so gegeneinander fahren…. sind ja nur noch knapp 2 Monate bis zum LVC!

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