America’s Cup: Protest gegen Oracle Team USA wegen Unsportlichkeit

"Nichts davon gewusst"

Nach einem nachträglichen Vermessungsprotest des America’s Cup Regatta Directors Iain Murray gegen Oracle Team USA in Bezug auf die America’s World Series mit den AC45 Katamaranen, ermittelt die internationale Jury wegen Unsportlichkeit (Regel 69).

Oracle kentert

Oracle Team USA in Nöten. Unter der Mittelstrebe wurde bei den AC45 2,5 Kilo schwere Zusatzgewichte gefunden. © ACEA/Gilles Martin-Raget

Ein neuer Skandal erschüttert die America’s Cup Welt. Bei der Vermessung der AC45 Katamarane in Vorbereitung auf den den Youth America’s Cup (1. bis 4.9.) wurde festgestellt, dass an beiden Katamaranen des Oracle Team USA unerlaubt 2,5 Kilogramm Gewicht unter der Mittelstrebe angebracht worden sind.

Offenbar ist das US-Team auf zwei Booten damit die America’s Cup World Series gesegelt so wie auch Ben Ainslie, der zum Ende der Saison ein Boot von den Amerikanern für sein BAR Team übernahm.

Aufgabe der World Series Rennen

Oracle reagierte prompt auf die Anklage und zog nachträglich die Teilnahme bei der gewonnenen World Series zurück. Die Pokale müssen zurückgegeben werden. In der offiziellen Erklärung heißt es, die Modifikationen seien vor mehr als einem Jahr ohne interne Absprache von einer kleinen Gruppe im Team vorgenommen worden, die in den AC45 Zirkus involviert gewesen sei. Die Skipper hätten davon nichts gewusst.

Youth America's Cup

Die AC45 Flotte wird für den Youth America’s Cup vorbereitet. © ACEA/Gilles Martin-Raget

“Unser Team ist sehr enttäuscht über diese Wendung der Dinge, und ich glaube, dass das nachträgliche Aufgeben der vergangenen AC45 Regatten die angemessene Korrektur-Aktion ist”, sagt CEO Russell Coutts.

Auch Ben Ainslie gibt die Rennen nachträglich auf und äußert sich in einer Mail an die Jury und den Wettfahrtleiter. Der AC45 sei für die drei letzten Regatten von Oracle ausgeliehen und von den Amerikanern vorbereitet worden. “Als Skipper hatte ich keine Ahnung, dass das Boot nicht der Vermessung entspricht. Ich bin tief enttäuscht über diesem Vorfall und werde alles tun, um bei der Aufklärung zu helfen.”

Kommt Coutts so einfach davon?

Ainslie dürfte auch nicht in der Schusslinie stehen. Aber ob Coutts so einfach davon kommt ist fraglich. Das nachträgliche Aufgeben der America’s Cup World Series, die als unwichtige Show Regatta in die Annalen der Cup Geschichte eingegangen ist, dürfte kein großes Opfer gewesen sein.

Youth America's Cup

Beim Vermessen der Boote wurde die Oracle Modifikation entdeckt. © ACEA/Gilles Martin-Raget

Der Regatta-Direktor hat seinen Protest zwar nach der Aufgabe zurückgezogen, aber nun fährt die Jury ein viel schwereres Geschütz auf. Ein Protest wegen Regel 69 “Unsportlichkeit” ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Das Strafmaß beinhaltet meistens ein längere Sperre vom Wettkampfbetrieb. Aber kann die für ein ganzes Team ausgesprochen werden? Könnte dadurch Oracle gar vom Cup ausgeschlossen werden?

Das ist schwer vorstellbar. Allerdings ist das Herumspielen mit Gewichten an dem Boot einer Einheitsklasse alles andere als ein Kavaliersdelikt. Da wird vorsätzlich versucht, entgegen der Regeln die Leistungsfähigkeit des Schiffes zu verbessern. Solche Betrugsversuche passieren auch im Wettkampfsegeln immer wieder. Es steht auf einer Stufe mit Doping.

Wer hat davon gewusst?

Im Verlauf der Untersuchung dürfte es nicht so schwer sein, den oder die Schuldigen vom Oracle Shoreteam zu identifizieren, die die Gewichte angebracht haben. Entscheidender ist die Frage nach den Auftraggebern. Wer hat davon gewusst? Warum sollte ein Techniker die Manipulation auf eigene Faust unternommen haben.

Die Frage, was die 2,5 Kilogramm gebracht haben ist dabei müßig. Denn es geht um die vorsätzliche Betrugsabsicht. Wenn man sich davon keinen Vorteil versprochen hätte, wäre es nicht gemacht worden. Tatsächlich dürfte das zusätzliche Gewicht in der Mitte bei einem Katamaran, der auf dem Leerumpf segelt, das aufrichtende Moment erhöhen.

Das maximale Crewgewicht ist von den Regeln festgelegt und jeweils bei den Top Teams am Limit. Da kann nicht mehr viel herausgeholt werden. Das Zusatzgewicht hat also eine direkte Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit des Sportgerätes.

Team New Zealand Skipper Dean Barker äußert sich schockiert. “Es ist unglaublich enttäuschend, wenn man herausfindet, dass deine Gegner betrügen. Das ist eine Beleidigung aller Teilnehmer besonders bei einer Veranstaltung, die sie selbst organisiert haben. Die AC45 Klasse ist ein striktes One Design, und gerade das war der große Reiß dieser Art des Segelns. Es ist hart, zu verstehen, wie man diese Klassenregeln vorsätzlich brechen kann.”

 

 

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Carsten Kemmling

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35 Kommentare zu „America’s Cup: Protest gegen Oracle Team USA wegen Unsportlichkeit“

  1. avatar Olperer sagt:

    vorsätliche Kavaliersdelickt Entscheidener Leerumpf

    🙂

    Gruss
    Olperer

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  2. avatar Skiffi sagt:

    Das Team Oracle tut seit Jahren alles dafür, immer beliebter zu werden 😉

    Ich finde der AC sollte erstmal ausgesetzt werden, so dass in einem jahrzehntelangen Rechtsstreit geklärt werden kann, ob hier der Tatbestand der “Unsportlichkeit” erfüllt ist.

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  3. avatar Inflex sagt:

    Ich fände es mal interessant zu wissen, wie viel aufrichtendes Moment die 2,5 kg erzeugt haben. Die Breite des Cats ist ja bekannt oder? Kann das mal jmd in Zahlen ausdrücken?

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    • avatar E2nO sagt:

      Verstehe nicht warum Du das wissen möchtest: Manipulationen dieser Art waren explizit verboten. Also losgelöst ob es überhaupt war gebracht hat oder bringen konnte: Das ist eine grobe Unsportlichkeit der schlimmsten Art – da offensichtlich ja vorsätzlich.

      Das einzige was ich gut finde ist, dass die AC45 Regatten unter dem gleichen Protokoll stattfanden wie der gesamt AC. Damit kann die Jury Oracle auch entsprechend für “the Race” bestrafen. Ein Punkt Abzug ist die Mindeststrafe, die ich erwarte!

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      • avatar E2nO sagt:

        Aber ich vergaß (Sarkasmus ON): Vermutlich wird Oracle dann behaupten, die Änderungen wurden als Sabotage von außen gesteuert veranlasst. Und man findet dann sicherlich eine obskure Überweisung die sich z.B. nach NZ zurück verfolgen lässt. Denn wenn man den Cup schon nicht auf dem Wasser gewinnen kann (wovon ich trotz der “unglaublichen” Vorteilnahme durch den Zugriff auf die Performance Daten der Konkurrenz fest überzeugt bin) muss man eben den indirekten Weg nehmen. Und was eignet sich da besser mit einer geschickten Verschleierung der eigentlichen Absicht anzufangen …

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        • avatar coist sagt:

          Irgendeiner der vielen Kiwis im Team wird schon den Kopf dafür hinhalten dürfen. Und ich wette, es ist nicht der gute alte Russell 😉

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        • avatar Backe sagt:

          Sind die Film- oder Buchrechte noch zu haben? Könnte ein echter Kracher
          werden ;.)

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      • avatar Inflex sagt:

        Sry, aber meine Frage resultierte wirklich aus reiner Neugier. Hinsichtlich der Regelverletzung sollte es keine Rechtfertigung werden. Hatte gehofft, dass hier der ein oder andere mathematisch/physikalisch veranlagte Segler dabei gewesen wäre….

        Aber interessant was gleich in 3 Sätze reingelesen wird.

        Und warum ich das wissen möchte: Segeln hat manchmal was mit Gewichtstrimm zu tun…

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        • avatar liebersegeln sagt:

          Die AC45 Boote sind 6,90m breit bis zur Mitte also 3,45m. Zum Überschlag kannst du annehmen, dass zwischen Auftriebsschwerpunkt und Gewichtsschwerpunkt des Zusatzgewichtes 3,3m Abstand sind (ist aber nur geraten!). Dann ergibt sich das zusätzliche Moment zu 2,5kg*9,81m/s2*3,3m=81Nm. Allerdings liegt das Zusatzgewicht auch vor dem Auftriebsschwerpunkt und vertrimmt das Boot auch noch. Naja bei einer Einheitsklasse auf dem Niveau macht auch Kleinvieh Mist.

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  4. avatar Lyr sagt:

    Ich fürchte auch, dass man Ellison den Pot nur noch mit Waffengewalt aus der Hand reißen können wird…

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    • avatar SR-Fan sagt:

      Du wirst doch wohl nicht an der Rechtmäßigkeit der aktuellen Pottvergabe zweifeln? Sonst kommt die NSA noch auf die Idee, dass die Achse des Bösen nen leichten Schlag hat 😉

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  5. avatar STG FAN sagt:

    Das hat Oracle doch selbst inziniert mit dem Ziel den Cup zu verschieben.
    Nur so haben sie genug Zeit für mehr Training und damit eine Chance gegen ETNZ.

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  6. avatar Ballbreaker sagt:

    Fällt wohl eher unter die Rubrik:

    Jede Publicity ist gute Publicity, auch schlechte.

    Jetzt, wo der eigentliche Louis Vuitton Cup bzw. der America’s Cup an Spannung kaum noch zu überbieten ist [Ironie: OFF], muss man halt die Werbetrommel für die America’s World Series auf den kleinen AC 45 drehen!

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  7. avatar Stefan sagt:

    Mir stellt sich eher die frage, warum so etwas erst jetzt auffällt. Finden bei den jeweiligen Veranstaltungen der World Series keine Vermessungen statt?

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    • avatar E2nO sagt:

      Nein, warum auch? Das ist ja gerade Sinn und Zweck einer Vermessung: Diese wird im Messschein bestätigt und alle zulässigen Änderungen sind explizit definiert.

      Wer also jetzt etwas nicht regelkonform verändert, der betrügt. Und Fairness im Sport geht davon aus, das niemand betrügt (Unschuldsvermutung).

      Sicherlich werden die Veranstalter stichprobenartige Prüfungen vorgenommen haben – allerdings ist es verständlich, dass nicht das ganze Vermessungsprogramm durchgeführt werden kann. Wer dann aber doch beim betrügen erwischt wird, muss üblicher weise auch mit ziemlich einschneidenden Konsequenzen rechnen!

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      • avatar Stefan sagt:

        …naja, wiegen ist ja nun ein recht einfaches Verfahren. Zumal in einer Klasse in der die Boote sowieso mehrmals pro Event im Kran hängen. Jeder Kran hat eine Waage. Was ist da einfacher für einen Vermesser, als diese Werte zu protokollieren. Der Aufwand ist bei so wenigen Booten nicht nennenswert. Wir sprechen ja hier nicht von einer 505er WM mit 100 Booten.

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        • avatar E2nO sagt:

          Ich glaube bei eine 505er WM werden alle Boote auch nur zu Beginn der Regatta einmal gewogen – danach auch nur stichprobenartig.

          Aber ich bin mir sicher, dass eine Wägung eines AC45 deutlich komplizierter ist, als “an den Kran hängen”: Es erforderlich, dass die Messung in ruhendem Zustand erfolgt. Mit angebautem Flügel am Kran ist das selbst bei absoluter Windstille vermutlich schon ein unmögliches Unterfangen – selbst dann wenn die Waage genau genug wäre (was mir aber schwerfällt zu glauben).

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        • avatar Nord sagt:

          Im Bericht von TNZ wurde erwähnt, dass das Gewicht vom hinteren Teil des Bootes abgenommen wurde und für besseren Gewichtstrim nach vorne verlagert wurde. Deswegen ist es beim Wiegen dann wohl nicht aufgefallen.

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          • avatar Backe sagt:

            Das macht wesentlich mehr Sinn, als die Vermutung, man wolle durch mehr Gewicht mehr aufrichtendes Moment erzeugen.
            Wenn die Hälfte der (bautechnisch bedingt) notwendigen Ausgleichsgewichte von hinten nach vorne verlegt wird, um so eine u.U. vorteilhaftere Schwimmlage im Längstrimm zu erreichen, ist das m.E. viel mehr “wert”.

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  8. avatar Super-Spät-Segler sagt:

    Die Boote wiegen um die 1,3 Tonnen, Ist denn der fertigungstechnische Unterschied zwischen den einzelnen Booten nicht schon größer als diese 2,5kg?!

    Das aufrichtende Moment von 2,5 kg in der Bootsmitte entspricht 1,25 kg am Bootsrand.

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    • avatar E2nO sagt:

      Also der fertigungstechnische Unterschied wird sicherlich im kg-Bereich liegen. Das wissen die Bootsbauer aber auch vorher, und so wird in jedem Fall leichter gebaut als zulässig. Und dann eben per Gewichtstaufbringung mir Blei dafür gesorgt, dass die Vermessung aller “One Design Class” Boote dann auch wirklich gleich ist.

      Und wenn ich das richtig sehe, bringen alle Teams auch immer das “maximale” Crew Gewicht auf die Waage – auch da wird sicherlich Blei zum Einsatz kommen. Und ich bin mir sicher, dass die zulässige Toleranz bei der Messung der Crewgewichts durch die Toleranz der Messeinrichtung bestimmt ist – und die wird sicherlich im Promillebereich und damit deutlich unter 1kg liegen.

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    • avatar Wilfried sagt:

      das aufrichtende Moment erhöht sich um das Gewicht mal der Länge des Hebelarms, also 2,5 kg * halbe Bootsbreite, da Katamarane bekanntlich auf dem Leerumpf fahren. Je nachdem wie man das Gewicht angebracht hat könnte es natürlich auch versteifend oder Biegungsbeeinflussend in der Struktur gewirkt haben. Allein das aufrichtende Moment kann wohl kaum die Motivation für das Gewicht gewesen sein.

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      • avatar Super-Spät-Segler sagt:

        Um es mal auszurechnen: Bei 6,9m Bootsbreite sind es 2,5 kg * 9,81 N/kg * 6,9m / 2
        = ~86,1 Nm.

        Ich fand 1,25 kg am Bootsrand (bzw auf dem Luvrumpf, sorry für die Ungenauigkeit) anschaulicher 😉

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    • avatar SR-Fan sagt:

      Also 1,25 kg am Bootsrand verteilt auf 6 Segler sind rund 200 gr pro Person.
      Ich weiß ja nicht aber wenn die morgens nicht aufs Klo gehen, dürfte das mehr bringen?! Ist die Auswirkung – noch dazu unbeweglich in der Bootsmitte denn so gravierend?
      Auch wenn ich wahrlich kein Fan von Oracle bin – da hätten sie doch mehr davon, wenn einer der Mitsegler aus Versehen ein Bleielement mehr am Körper trägt. Und das wäre nach der Regatta auch kaum nachzuverfolgen.

      VG

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  9. avatar Segler sagt:

    Irgendwie auffällig, dass immer die Selben mit so etwas auffallen… Wenn nun Spitthill, Ainslie, Kostecki und Slingsby (schreibt man die so?) gesperrt werden, dann muss LE ggf. mal selbst den Lenker festhalten 🙂

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    • avatar E2nO sagt:

      Ja, das würde ein Spaß sein 🙂

      Wäre aber doch unfair gegenüber den ach so ahnungslosen Skippern.

      Wenn aber raus käme, LE hat davon gewusst oder es gar angeordnet – dann könnte die Jury Team Oracle gleich einpacken lassen und uns würden 8 zusätzliche, vermutlich langweilige Renntage erspart bleiben.

      Vielleicht finden sich ja ein paar investigative Journalisten die sich da mal dran hängen und schauen, wer von den Manipulationen gewusst hat. So etwas hat ja schon vor etwa einem halben Jahrhundert mal gut funktioniert, wo die Frage “wer wusste wann was” ebenfalls eine wichtige Rolle gespielt hat. Und der Name dieser Affäre würde sogar thematisch passend sein: Watergate!

      Allerdings wird es vermutlich hierzu keinen Pulitzer-Preis geben werden, was die Motivation vielleicht merklich beeinflussen könnte …

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  10. avatar Inflex sagt:

    ORACLE steht für: One rich asshole called Larry Ellison

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    • avatar Yuammy sagt:

      Hahaha, (gähn) auch wenn der Hund dreimal um den Block läuft, kackt er doch immer auf die selbe Stelle.

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  11. avatar Super-Spät-Segler sagt:

    Was ich nicht verstehe: Bei uns in der Klasse (F18, 180kg) müssen für leichte Crews 7,5 kg und mehr als “Strafe” am Mittelzug befestigt werden und bei den AC45 (1300kg) sollen 2,5 kg einen Vorteil bringen?!

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    • avatar Stefan sagt:

      Ich glaube auch nicht das es hier um einen gewünschten Vorteil ging. Es wird wohl eher eine Nachlässigkeit gewesen sein, da ist wohl ein Ausgleichsgewicht übersehen worden. Es ist über die Zeit ja viel an Elektronik und anderes Equipment in den Booten gewechselt worden.

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      • avatar Pete sagt:

        Ziemlich nachlässig, wenn Gewicht vorne besser ist als hinten und man es daher gegen die Regeln ganz nach vorne in den ‘Kingpost’ tut… Es war ja Blei an Stellen wo kein Blei sein darf! So nachlässig wie die Radfahrer die aus versehen EPO genommen haben.
        Aber mit Oracle und Ainslie hat es ja die Richtigen getroffen, Russel kennt sich seit ’84 ja mit schummeln beim Gewicht aus, und Ainslie ist in letzter Zeit ja zum Regel 69 Profi geworden 😉
        Ich denke auf den Cup wird es keine Auswirkungen haben, ausser das mal wieder daran erinnert wird, daß Oracle gerne mit unsauberen Methoden arbeitet.
        Aber da die Rennen ja nicht spannend sind (heute haben sich die englischen Kommentatoren ja schon gefreut, daß man 2 Boote gleichzeitig im TV gesehen hat… ) und es im Cup selbst wohl auch nicht spannend wird, weil einer der Beiden einfach schneller sein wird, kann man durch solche Kontroversen wenigstens ein bisschen in den Medien bleiben.

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  12. avatar Carsten Kemmling sagt:

    ja, die sache mit dem aufrichtenden moment ist wohl eher sekundär. es geht mehr darum, gewicht nach vorne zu bringen. der “Kingpost”, in dem das blei gefunden wurde, ist nicht die “mittelstrebe” sondern die nach unten gerichtete vordere strebe unter dem bugspriet. Kingpost AC45

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  13. avatar Gert sagt:

    Hab´ von Maschinenbau etwas mehr Ahnung als von Segelbooten – und könnte mir vorstellen, daß 2.5kg an der richtigen Stelle an solch einem Leichtbau höchst schwingungsdämpfend wirken.
    (Zumindest falls man zuvor ein Problem mit Eigenfrequenzen/ Resonanzen hatte…)

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  14. avatar Super-Spät-Segler sagt:

    Eine Graphik, die die gesammelten Punkte im Fleet-Racing darstellt:

    http://commondatastorage.googleapis.com/kjltemp/ACWS_fleet.jpg

    M.E. ist nach Einbau der Gewichte schon ein gewisser Leistungsanstieg sichtbar.

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