America’s Cup: Trainingsrennen mit vierfacher Windgeschwindigkeit – Team New Zealand stark

Erster Showdown

Beim offiziellen America’s Cup-Trainingstag vor dem Christmas-Race-Start am 17.12 sind erstmals die konkurrierenden Teams mit ihren AC75 gegeneinander angetreten. Bei den Briten gab es Bruch.

Erstmalig sind die neuen AC75-Cupper der vier America’s-Cup-Teams in einem offiziellen Training aufeinander getroffen. Dabei haben die Profisegler Cameron Dunn und Chris Steele bei ihrer Berichterstattung für LiveSailDie Vorteile für das Heimteam gesehen. Die Briten konnten sich wegen eines technischen Problems nicht messen.

Das mit Spannung erwartete erste Aufeinandertreffen der AC75 in einem klassischen Match-Race-Amwind-Start, der zuletzt beim America’s Cup 2010 praktiziert wurde, lässt viel Vorfreude aufkommen.

Die Boote gingen nahezu gleichauf über die Linie und es entwickelten sich auf den ersten Test-Metern vor dem jeweiligen Abbruch enge Duelle. Beobachter sehen sich in ihrer Hoffnung bestätigt, dass sich nicht allein Speed-Rennen entwickeln, sondern auch taktisch, seglerische Komponente für Rennsiege entscheidend sein könnten.
Teilweise gingen die Boote auf unterschiedlichen Bügen über die Linie (Split-Tack-Start), was vor dem ersten Aufeinandertreffen eine spannende Variante ist. Es geht wieder darum, sich für die bessere Kreuzseite zu positionieren.

Erstes Aufeinandertreffen im Vorstart zwischen American Magic und dem Team New Zealand. © American Magic

Auch auf dem Kurs kann es spannend werden, da bei den hohen Geschwindigkeiten das sogenannte Decken des zurückliegenden Bootes schwieriger wird. Die Abwinde sind nicht so effektiv. Außerdem führt schon ein leicht stärkerer Wind zu einem so großen Geschwindigkeitszuwachs, dass dadurch potenzielle Nachteile beim Design um ein Vielfaches ausgeglichen werden können. Die AC75 segeln mit zwei- bis vierfacher Windgeschwindigkeit.

Kiwis schon gut in Form

Laut der Beobachter vor Ort sollen die Neuseeländer in der Startbox und bei den ersten Metern nach dem Schuss gut aber längst nicht überlegen ausgesehen haben. Bei all diesen ersten Vergleichen wird es überdies darauf ankommen, dem Gegner nicht zu viel von seinem eigenen Potenzial zu zeigen.

Teststart zwischen Amis und Kiwis. © American Magic

Andererseits hat insbesondere der vergangene America’s Cup in Bermuda gezeigt, dass Teams, die schon von Beginn an Probleme haben, auf Augenhöhe zu segeln, kaum noch in der Lage sind, den Rückstand aufzuholen. So ist es 2017 insbesondere den Briten gegangen.

Auch der Medien-Cat übt für die Berichterstattung. © American Magic

Sie hatten nun auch Probleme am ersten Trainingstag. Allerdings waren sie technischer Natur und es fand kein echter Vergleich statt. Den werden sie noch in den nächsten Tagen bekommen. Bei der America’s Cup World Series und dem Christmas Cup vom 17. bis 20. September geht es aber noch um Nichts.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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