America’s Cup: Wie der 37. Cup aussieht -Team New Zealand und die Briten?

Wahl der Waffen

Längst ist nicht klar, wer den America’s Cup gewinnt. Aber die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die fliegenden AC75-Cupper im Spiel bleiben.

Am Freitag startet das mit Spannung erwartete Finale der Herausforderer um den Prada Cup. Der Sieger zwischen dem INEOS Team UK und Luna Rossa tritt im März gegen das Team New Zealand an. Der Ausgang ist offen und doch sollen sich die Neuseeländer schon mit den Briten auf die Wahl der Waffen für den folgenden America’s Cup geeinigt haben.

Das mag sich abwegig anhören. Schließlich wäre eine solche Absprache obsolet, wenn Luna Rossa den America’s Cup gewinnt. Der Sieger kann entsprechend der Stiftungsurkunde, die im Original aus dem Jahr 1852 datiert, jeweils einen Herausforderer bestimmen, mit dem er die Rahmenbedingungen für den nächsten Cup definiert. Es ist der sogenannte Challenger of Record.

Für aktuellen America’s Cup haben die Neuseeländer mit Luna Rossa verhandelt. Sie dachten sich zusammen die neuen fliegenden AC75-Cupper aus. Aber für das nächste Mal haben sie sich offenbar im Fall einer erfolgreichen Verteidigung jetzt schon mit den Briten geeinigt.

Dial down: Emirates Team New Zealand weicht dem Ineos Team UK vor dem Start in letzter Sekunde aus. © COR 36 | Studio Borlenghi

Es ist eine logische Entwicklung, denn zuletzt ist immer klarer geworden, dass sich Neuseeländer und Italiener stimmungstechnisch auseinanderentwickeln. Mehr Übereinstimmung in Bezug auf die Gestaltung des nächsten Cups besteht offenbar mit den Briten. Die Amerikaner sind aus dem Spiel, weil sie keinen Hehl daraus gemacht haben, dass sie am liebsten wieder mit großen Nicht-Foilern segeln würden.

Ziel: Mehr Herausforderer

Größte Aufgabe der nächsten Organisatoren wird es sein, wieder mehr Herausforderer an die Startlinie zu bringen. Dafür müssten die Boote deutlich günstiger werden. Wie das passieren kann ist längst nicht klar. Möglicherweise mit der Definition weiterer Onedesign-Elemente wie aktuell dem Foil-Armen.

Aber ein wichtiger Teil der Vereinbarung ist auch eine Art “World Series Tour” die zwischen den Cups auch in Europa stattfindet. Sie würde weiteren potenziellen Teams helfen Sichtbarkeit für potenzielle Sponsoren zu entwickeln.

Eine ähnliche Vereinbarung zur Zusammenarbeit gab es auch schon mal beim letzten Cup. In Bermuda hatten sich auf Initiative des Titelverteidigers Oracle Team USA sogar insgesamt fünf Teams im sogenannten “framework agreement” dazu bekannt, Regeln und Bootsklasse beizubehalten. Nur die Neuseeländer waren dagegen. Ausgerechnet sie gewannen schließlich den Cup. Und sie mischten zusammen mit Luna Rossa sie Karten neu. So kann es wieder kommen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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