America’s Cup: Wie ein AC45 fliegt – Die Technik

Fingerspitzengefühl

Das Segeln auf den für das Fliegen umgerüsteten AC45 erfordert für den Steuermann viel Gefühl in den Fingern. Paul Campbell James vom Ainslie-Team erklärt, wie es funktioniert.

Wie fliegt man mit einem AC45F? Matthew Sheahan lässt für Yachting World den Cup Segler Paul Campbell-James die Technik erklären. Der Brite war zuvor beim italienischen Luna Rossa Team engagiert.

Er offenbart unter anderem, wie der Steuermann über eine kleine Box per Knopfdruck den Anstellwinkel der Schwert-Foils beim Segeln verändern muss. Bei der World Series segeln die Teams auf der AC45 One Design Flotte, die schon beim vergangenen Cup bei den Vorregatten eingesetzt wurde.

Unter anderem war das deutsche Team mit diesen Booten beim Youth America’s Cup im Einsatz. Dabei war es ursprünglich im Protokoll nicht vorgesehen, dass die AC45 auf Foils segeln. Es hieß, die Umrüstung sei zu teuer und gefährlich.

Luna Rossa

Luna Rossa bei Training mit seinen beiden AC45 vor Cagliari. © Carlo Borlenghi/Luna Rossa

Aber die Organisatoren entschlossen sich dennoch spät dafür, ein verlässliches Foiling Paket mit den AC45 zu liefern. Der Druck der Teams war zu groß. Besonders Luna Rossa zeigte bei seinen beiden AC45, dass die Modifikation funktioniert.

Danach bauten Oracle und Artemis eigene 45er Versionen unter anderem mit Steuerrad, die mit den aktuellen One Designs wenig zu tun haben. Sie verfügen über Kontrollen die auch beim späteren 48 Fuß Cupper, mit dem 2017 gesegelt wird, zugelassen sind.

Dabei sind Flügel und Plattform einheitlich. Die Entwicklungsarbeit fließt hauptsächlich in die Foils und Kontrollmechanismen. Es wird erwartet, dass die 48 Fußer schließlich schneller werden als die AC72 beim vergangenen Cup.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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