America’s Cup: ZDF-Reporter Nils Kaben über die TV-Tauglichkeit des “neuen” Cups

"Atemberaubend"

Nils Kaben ist beim ZDF seit 1990 Experte für Fußball und Segeln. © ZDF

Ich wollte das Ganze mit eigenen Augen sehen. Ich kannte ein paar Videosequenzen aus dem  Netz, hatte die vielen Zweifler im Ohr und selbst eine anständige Portion Skepsis im Gepäck.

San Diego im November 2011.

Der Sender hatte überraschend zugestimmt, den Zuschauern der ZDF-Sportreportage zu zeigen, was es Neues gibt beim America`s Cup. Meikes Engagement hat dabei eine nicht ganz unwesentliche Rolle gespielt, so ganz ohne deutsche Beteiligung wäre es vermutlich schwierig geworden, ins Programm zu kommen.

Der erste Eindruck

Um mit dem Wichtigsten nicht lange hinterm Berg zu halten, der erste Eindruck ist atemberaubend, ja so ist es. Du stehst da und kriegst erstmal den Mund nicht mehr zu.
Diese Tragflächen, die das Großsegel ersetzen, strahlen eine Ästhetik und Erhabenheit aus – was sonst nur großen klassische Yachten hinkriegen – die einen staunen lässt.

Die Katamarane sehen schon an Land rasend schnell aus. Das Deck voller Winschen und Schoten, jede Menge Elektronik, daneben 3 oder sogar 4, ich weiß es gar nicht mehr so genau,  fest installierte vollkommen wackelfreie Kameras, Lichtsignaltechnik für die Schiedsrichter, riesige Schwerter und eine ziemlich monströse Ruderanlage.

An Land

Ansonsten ist an Land alles wie immer beim Cup. Die Bases sind diesmal „nur“ Zelte, aber es ist alles da, Pressezentrum, Hospitality, Kräne, tausend Schlauchboote, lauter bekannte Gesichter, auch Bruno, der die VIPs zum Louis-Vuitton-Abendessen lädt, überall Gewusel, mächtige Bodygards, die aufpassen, daß Larry nicht geklaut wird, eben alles, was man so kennt vom Cup, nur der Flugzeugträger nebenan, der ist neu.

Segeln

Und dann segeln sie. Windstärke 2. Und was soll ich sagen, sie fahren nicht nur, sie fahren sogar auf einem Rumpf! Das sieht aus, das lockt die Leute an die Pier.

Bei Katamaranen vermutet man ja wenig Wenden, also Anschlag rechts und dann Daumen drücken. Aber nicht so hier. Es gibt die typischen Wendenduelle auf der Kreuz, Dial-downs vor der Luvmarke und vor allen Dingen relativ viele Führungswechsel.

200 Meter Vorsprung bedeuten noch nichts, die Dinger beschleunigen so schnell, daß eine einzige Bö reichen kann, eine vorher gewaltig aussehende Lücke zuzufahren. So bleiben die ohnehin auf ca. 18-20 Minuten getimten Rennen spannend, oft bis zum Schluß.

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31 Kommentare zu „America’s Cup: ZDF-Reporter Nils Kaben über die TV-Tauglichkeit des “neuen” Cups“

  1. avatar Marc sagt:

    Kann ich nur sagen: genau meine Meinung. Ich segel weiter für mich Trapezjolle und gucke mir mit Vergnügen dieses Spektakel an, vielleicht auch irgendwann mal im TV(kann da nicht mal jemand ein gutes Wort beim ZDF einlegen?). Von mir aus auch mit digitalen Werbeeinblendungen auf dem Wasser.

    Und wer 40 Tonnen bei 2 kn Wind durch die Gegend treiben sehen will, kann das ja gerne weiterhin tun 😉

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  2. avatar Holger sagt:

    Sehr realistisch kommentiert !
    dann hören wir doch morgen mal im AUDI Zentrum Kiel was es weiteres zu berichten gibt….

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    • avatar stefan sagt:

      …öh, Audi?

      …macht Audi nicht in Klassische Yachten? ääh, ich meine diese Dinger, wie heissen sie doch gleich …TP52, oder?

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  3. avatar Wilfried sagt:

    alles o.k. Aber ob das mit den Volleyballerinnen stimmt….

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  4. avatar Ole H. sagt:

    Es gibt ja mittlerweile dieses wunderbare “AMENDMENT NUMBER 11 TO THE
    PROTOCOL GOVERNING THE 34th AMERICA’S CUP” – den Maulkorb- Erlass für die Teams:
    Nach diesem Zusatz zum Protokoll wird in Artikel 60 vom 21.11. 11 allen mit Strafe gedroht, die sich gegen das Wohlergehen oder die Interessen des AC im negativen Sinne äußern.

    Gilt das auch für die Presse?

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    • avatar Marc sagt:

      Oh nun kommen die Verschwörungstheoretiker! Ja Larry Allison hat das ZDF und alle anderen TV Sender bestochen. Die ganzen Zuschauer beim AC waren bezahlte Schauspieler und die ganzen Videoübertragungen nur Animationen. Wir waren nie auf dem Mond und der 11. September war vom FBI geplant.

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      • avatar Liese sagt:

        Da brauchts keine Verschwörungstheorie um so nen Zusatz (wenn es ihn denn gibt) einfach nur Sch… zu finden und ggf. voreingenommen diese Kat-Regatten zu beurteilen.

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        • avatar Marc sagt:

          Na aber zu behaupten, die Presse wäre quasi auch voreingenommen oder würde damit erpresst werden, dass sie nur Berichten dürfen wenn es positiv ist, ist schon sehr an den Haaren herbeigezogen.

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    • avatar John sagt:

      Jeder Arbeitgeber verlangt von den Leuten, die er bezahlt, dass diese sich ihrem Arbeitgeber loyal gegenüber verhalten. Wer sich hinstellt und öffentlich sagt, dass sein Arbeitgeber alles verkehrt macht und ne Flunse ist, muss sich nicht über arbeitsrechtliche Konsequenzen wundern.

      Beim Fußball hat Philipp Lahm auch für ein offenes Wort ziemlich viel Geld abdrücken müssen.

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      • avatar Ketzer sagt:

        Allerdings ist Larry nicht der Arbeitgeber der teilnehmenden Teams, oder? Wenn diese ominöse Regel also für alle TEILNEHMER gilt, dann ist das ziemlich dubios. “Ihr dürft mich gerne auf meinem Spielplatz herausfordern, aber nur wenn Ihr Euch nicht kritisch zu meinen Regeln äußert”????

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        • avatar John sagt:

          Darf Vettel über Ecclestone schimpfen?

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          • avatar stefan sagt:

            Natürlich nicht!

            …und es ist auch lachhaft anzunehmen, der AC sei nicht der “Arbeitgeber”, wo wären denn all die Jungs ohne den AC. Es ist doch ganz normal, dass solche Sachen in den Verträgen steht und der Passus wird sich auch entsprechend in den persönlichen Arbeitsverträgen wieder finden.

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  5. avatar Claus sagt:

    ORACLE- One Rich Ashole Called Larry Ellison!

    Nee, America’s Cup ist Yacht Racing! Katamarane sind keine Yachten! Egal ob spektakulär oder nicht, für mich voll neben dem Thema!

    Mach Race lebt davon, dass es langsam ist, Schach auf dem Wasser, große Crews die hart arbeiten um den Zossen über den Parcours zu bringen, große Boote, große Segel und große Kräfte!

    Der letzte AC war schon voll daneben- typisch Ami- kann ich nicht gewinnen, gehe ich ins Gericht….

    …und dann mache ich mir meine Regeln. Dennis Conner, reloaded!

    Typisch ZDF, wer hat in Mainz schon Ahnung von Yachten?

    Pfui!

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    • avatar Christian sagt:

      @ Claus: typisch deutsch: Erstmal auf den Ami schimpfen und dann von nix ne Ahnung haben. Als ob die 5 Segler auf den Kats nicht viel mehr schuften müssen, ihn über den Parcous zu bringen, als die 17 auf dem auf dem Bleitransporter.

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  6. avatar hey sagt:

    Zweibootslängenkreise
    a) Das Ding heißt jetzt Zone.
    b) Die Zone ist drei Bootslängen lang.

    Sowas sollte man als Segelroporter vom ZDF wissen.
    Oder hat der AC da eine Sonderregel? haben ja auch keinen normalen kringel mehr.

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    • avatar rodeo sagt:

      die ausnahmeregel ist nicht ac-spezifisch.
      match race und team race haben immer eine zone von 2bl.
      steht für match race in c2.3 und für team eace in d1.1(a).. 😉

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    • avatar hoh sagt:

      wenn man gar keine ahnung hat, einfach mal….

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      • avatar bowman sagt:

        RRS AC 1.07 (November 2011

        Zone – The area around marks and obstructions within a distance of three hull lengths.

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        • avatar rodeo sagt:

          das ist dann doch ne ac-spezifische sonderregel – womit wir dann wohl wieder beim ausgangs- / normalfall wären 😉

          2 längen wären wohl auch eher zu knapp bei den geschwindigkeiten – ich hätte eher mit 4 längen gerechnet…

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      • avatar hey sagt:

        na hoh vlt mal selber die Finger still halten 😛

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  7. avatar Sven sagt:

    wenn es Larry schaft den Sport in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken hat er alles richtig gemacht. Der Junge versteht etwas vom Marketing und nur das bringt Sponsoren auf die Idee sich im Segelsport zu engagieren.

    Ich bin kein Fan dieser Cats aber die Spektakulären Bilder bringen Quote, und der Otto normal Bürger vor dem Fernseher wird bei diesen Bildern nicht gleich umschalten, und nur darum geht es.

    Wenn man bedenkt was an Reportagen über das Volvo Ocean Race oder den Audi Cup im öffentlich Rechtlichen gezeigt wurde wird es höchste Zeit das sich etwas ändert.

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  8. avatar Seven sagt:

    Boha , sind das luxus debatten hier! Freut euch doch des Sports den ihr betreiben könnt! Man kann sich das doch ansehen und wem es nicht gefällt ,der brauch ja nicht einschalten! Wird ja keiner gezwungen sich das anzusehen!
    Aber diese ewige :”Ich finde Multi Doof ” und ” meine klasse ist besser als deine” ……..erfreut euch der Vielfalt ! So ist es toll und abwechslungsreich !

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  9. avatar Manfred C. Schreiber sagt:

    Erstmal prima, dass SR den Mut hat, die Meinung von Nils Kaben hier abzudrucken. So einen, von der Sache Begeisterten braucht es beim Fernsehen, sonst wird das nie was. Für einen Fernsehreporter, und man sieht das ja auch an seiner VITA (u.a. Vizemeister DDR 420er) hat er sich gut in das Thema eingearbeitet. Kennt inzwischen auch genügend Leute aus der Szene um sich in Gesprächen eine Meinung zu bilden. (Wer hatte bloß bei ihm diese Zweifel gesät: “hatte die vielen Zweifler im Ohr und selbst eine anständige Portion Skepsis im Gepäck.”) Mmh, wir vermuten dasselbe, lieber Leser. Trotzdem hatte ich noch keine Lust, mir den ZDF Beitrag anzuschauen, weil Segel-Beiträge bisher immer grottenschlecht waren (Boote huschen von links oder rechts über den Bildschirm) und ich mir das lieber live im Internet reinziehe mit guten Kommentatoren. Selbst Gordie Shaver kann es mir nicht vermiesen und die auch anderen sind fachlich exzellent. Man verbessert nebenbei noch sein Umgangs- und Segelenglisch.

    Lasst das ZDF oder die Anderen für den reinen Fernseh-Zuschauer ein paar nette Beiträge machen und wir richtigen Fans schauen uns das im Netz an, vielleicht sogar mit Beamer auf Leinwand.

    PS: Mit viel Elektronik meinte Nils Kaben ganz sicher das ganze Übertragungsgedöns auf den Booten. Andere Elektronik ist nicht erlaubt. Das sind reine “seat of the pants” Segler auf den AC45.

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    • avatar Christian sagt:

      @ Manfred: Ist wirklich gar keine Elektronik erlaubt? Ich meine in Videos aus San Diego bei den Kats den Velocitek Pro Start gesehen zu haben (am vorderen Querbeam). Der zeigt immerhin Speed und Course over Ground an (da GPS-basiert) sowie den Abstand zur Startlinie (in Metern).

      Aber das kann jeder Otto-Normalsegeler auch haben, das Ding kostet um die 500 Euro.

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  10. avatar AC90 sagt:

    Lieber Seven, vollkommen richtig, wer es nicht mag, brauchs sich nicht angucken. Was du und viele andere aber wohl immer noch nicht kapiert haben ist, das es viele Segler gibt, die immer noch ganz gerne zusehen, wie sich die großen “Bleitransporter” in einem Machtrace duellieren. So ein Event gibt es aber jetzt nicht mehr, und ich denke mal, daß das der Kern dieser ganzen Pro- und Contradebatten ist. Während die einen auf Wolke 7 schweben, fühlen sich die anderen von Larry eben halt total verarscht.

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  11. Stimme AC 90 voll zu, Match Race auf Kats ist nicht wirklich intressant- Der AC ist sehr Medienwirksam gemacht, Fleetrace ist super, Speedtrials…. Naja eine neue Idee, die wohl wirklich eher auf das US Publikum zugeschnitten. Wenn es funktioniert, wieso nicht?

    Für mich war allerdings das IACC Match Race viel intressanter.

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    • avatar stefan sagt:

      …wenn die IACC denn mal gesegelt sind. Ich kann mich an viele Tage (Valencia) und Nächte (Auckland) erinnern, in denen man gelangweilt vor dem screen saß und auf Wind gewartet hat. Oder es hatte Wind und dann war es für diese zarten Schiffe zu viel.

      Fazit: IACC war für eine Berichterstattung nur bedingt geeignet.

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      • Segler brauchen nunmal Wind. Deswegen gibt es zwei Möglichkeiten, entweder man geht in ein Revier wo häufig guter Wind ist – aber auch das ist ja nicht sicher.

        Oder Man lässt die Segler bei allen Bedingungen starten – sicher auch nciht das Beste…

        Segeln ist nunmal nicht wirklich für Live-Reportagen geeignet, auch die neuen AC-Cats nicht… Wind muss ja nunmal da sein.

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  12. avatar AC90 sagt:

    Jaja, wenn se mal gesegelt sind und laber Rhababer Sülz. Wenn se dann segelten, waren diese Yachten ein absolutes Erlebnis, ein Erlebnis, das mir die Multis noch nicht vermitteln konnten. Sicher ist die Berichterstattung in Auckland und Valencie ein wenig suboptimal gelaufen, aber Heiland noch mal, Segeln ist nun mal ein Draussensport, und wenn die Natur nicht mitspielt, fallen auch mal ein paar Rennen aus. Wird den Multis mit Sicherheit auch noch passieren. Die Monos deswegen für den AC als ungeeignet zu bezeichnen, ist doch völlig überzogen. Wie oft sind im TV schon Skispringen wegen Schlechtwetter ausgefallen? Reißt man deswegen gleich alle Sprungschanzen ab, wohl nicht. Dieses ewige Rumgehacke auf die IACC geht mir mittlerweile ziemlich aufn Keks. P.S.: Schön mal wieder was dir gehöhrt zu haben Heizkörper Sailing Team. Deine legänderen Diskussionen mit Makis haben mir so einige Lachfalten beschert. Vielen Dank dafür.

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    • avatar stefan sagt:

      …nun, wer selber hackt, muss sich nicht wundern, dass bei ihm auch gehackt wird. Aber dein glorifizieren von Minohulls nervt hier schon gewaltig. Und das glorifizieren des AC unter der Regiede des früheren ACM noch mehr.Wenn hier einer kurz davor war den AC kaputt zu machen, dann war es das ACM mit der Absicht aus dem AC eine ganz andere Veranstaltung zu machen.

      …ich kommen selber von den schlanken übertakelten Yachten (mR) und hab sicherlich mehr Stunden auf modernen mR-Yachten verbracht als viele hier. Aber diese hochjubeln geht mir echt auf den Sack.

      …für mich war der AC immer etwas besonderes. In jeglicher Hinsicht. Auch in technologischer. Und daher kann ich den Wechsel zu einer neuen Generation von Segelbooten sehr gut verstehen. Im Segelsport hat sich technologisch in den letzten 10 Jahren so viel neues ergeben, dass Yachen wie die IACC vom Konzept her sehr antiquiert sind. Im Endeffekt waren die IACC eine moderne Version der mR-Yachten, mit kleinen Veränderungen in der Formel. Vergleichbar mit den Änderungen die die 5.5er schon früher vollzogen hatten. Viel modernisieren lässt sich daran nicht und das Konzept war technisch so ausgereizt, dass kleine Verbesserungen Unsummen an Kosten verschlungen haben.

      …ich finde es gut, das ein Schnitt gemacht wurde. Das Segeln mit diesen beflügelten Katamaranen bringt neue Konzepte und neue Leute ins Spiel. Gleichzeitig sind bei den “alten” aktuellen Teams viele der alten Leute dabei, allerdings nur die, die in ihrer Einstellung flexibel genug sind, sich auf was neues einzulassen. Was man bei den Leuten hierzulande leider vermissen muss. Und das das Segeln mit beflügelten Katamaranen etwas Neues ist und das OR nun einen riesen Technik-Vorsprung hat, stimmt so auch nicht, denn mit solchen Geräten wird seit über 30 Jahren gesegelt und es gibt eine Reihe von Leuten in den USA, Canada, UK und Australien, die sich sehr gut mit dieser Technologie auskennen. Genug Leute, das jedes von den aktuellen Teams, welche abbekommen kann. Auch hierzulande gibt es solche Leute. Allerdings arbeiten die, mangels Nachfrage, für Teams im Ausland.

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  13. avatar AC90 sagt:

    Ich finde Larry`s Absicht, den Segelsport auch für Ottonormalverbraucher Interresant zu machen absolut lobenswert. Und mit dem Fleetracing hat er wohl auch einigen Erfolg damit. Matchracing ist für den Laien denk ich doch zu speziell und verglichen mit dem Fleetracing nicht spektakulär genug. Irgendwann im Laufe der AC-Vorbreitung wird aber der Punkt kommen, wo das Fleetracing in den Hintergrund gerät und das Machtracing die Dominanz übernehmen muss, sonst macht das Ganze ja gar keinen Sinn. Darüber hinaus ist der AC eine Werbeplattform mit der die Sponsoren in der Hauptsache die Segler als Werbekunden gewinnen wollen, und nicht den Ottonormalverbracher. Für die gibt es wesentlich effektivere Sportarten wie Fussball, Motorsport oder Wintersport. Es scheint mir aber das ein Großteil der Segelsportfans mit diesem Format nicht erreicht wird. Nenn es glorifizieren, verheerlichen oder Betonköpfigkeit, der Multihull wird im AC nun mal halt von vielen nicht aktzeptiert und ist für Sponsoren daher ein absoluter Alptraum. Dieses Format ist in Teilen mit Sicherheit ein Schritt in die richtige Richtung, für den AC aber völlig ungeeignet. Zumidest Sponsornpolitisch war die Einführung der Multis eine krasse Fehlentscheidung.

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