Arkea Ultim Challenge ab Sonntag: 6 Männer rasen mit ihren 100-Fußern allein um die Welt

Die "Jahrhundertregatta"

Die Non-Stop-Weltumsegelung der Giganten von über 30 Metern Länge Arkea Ultim Challenge, startet am Sonntag um 13:30 Uhr vor Brest. Sechs Skipper wollen im Rennen den Rekord von 42 Tagen brechen: Caudrelier, Laperche, Le Cleac’h, Coville, Peron, Marchand. Wer die besten Chancen hat.

20 Jahre hat die Mutter aller Regatten in der Planung gedauert. Nun wird sie tatsächlich Realität. Die Solo-Weltumsegelung der Ultim-Skipper startet vor Brest in der Bretagne. Sechs Segler kämpfen im Wettkampf gegeneinander, aber sie haben auch eine übergeordnete Belohnung im Visier. Die schnellste Einhand-Weltumseglung aller Zeiten. Er steht bei 42 Tagen. Vor sechs Jahren erreichte Francois Gabart die Fabelzeit auf dem  klassischen Kurs um die die großen drei Kaps.

Allerdings konnte er sich den Startzeitpunkt aussuchen, da es sich um einen offiziellen Rekordversuch handelte. Sein Spezialisten-Team wählte das optimale Wetterfenster für einen Start. Bei der Arkea Ultim Challenge dagegen handelte es sich eben um eine Regatta. Der Startzeitpunkt ist festgelegt. Die Teilnehmer müssen mit dem Wind arbeiten, der am Sonntag vorherrscht.

Die komplette Ultim-Flotte beim TJV Start. © Jean-Marie Liot / Alea)

Andererseits sind die Ultim-Trimarane im Vergleich zu Gabarts Rekord-Run deutlich leistungsfähiger geworden. Während dieser noch einen Semi-Foiler mit Stummelflügeln bewegte, machen sich nun echte Flieger auf den Weg um die Welt. Wenn sie ohne größere Schäden durchkommen, könnten sie für die mehr als 21 600 Seemeilen deutlich weniger als 40 Tage benötigen.

Zum Vergleich: Den Vendée-Globe-Rekord auf demselben Kurs hat Armel Le Cleac’h per IMOCA-60 Fußer ebenfalls 2017 auf 74 Tage hochgeschraubt. Er ist nun selbst mit seinem Trimaran Banque Populaire am Start und gehört zu den Top-Favoriten.

Der Kurs um die Welt.

Allerdings geht es anders als bei der Vendée Globe mehr noch um ein echtes Abenteuer. Denn bisher ist es nur vier Menschen gelungen, einen Ultim-Trimaran überhaupt alleine nonstop um die Welt zu segeln. Drei Männern und einer Frau. Francis Joyon, Ellen McArthur, Thomas Coville und eben Francois Gabart.

Die Geschichte

Umso erstaunlicher war die Idee, aus dieser Extremleistung eine Regatta machen zu wollen. Die ersten Ideen dazu sollen schon 2006 an einer Theke besprochen worden sein. Der damalige Bürgermeister von Brest wohnte in Guadeloupe dem Zieleinlauf der Route du Rhum bei, die Lionel Lemonchois auf seinem 60-Fuß-Trimaran Gitana 11  gewann.

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Carsten Kemmling

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