Arkea Ultim Challenge: Wie Laperche zurück ins Rennen will – Auch Coville gehandicapt

"Ich habe nie im Leben so etwas Schlimmes erlebt."

Der Havarist Tom Laperche hat Kapstadt erreicht. Er musste lange warten, bis abflauender Wind und weniger Wellengang ihm das Einlaufen in den Hafen erlaubten. Sein Team hat mit den Reparaturen begonnen.

Laperche zeigt mit der Hand, wie das Schwert durch den Aufprall im Kasten nach hinten geschlagen ist. © Team SVR Lazartigue

Nach einer Nacht bei starkem Wind vor den Toren von Kapstadt ist Tom Laperche (26) von seinem Team im Hafen empfangen worden, das den Schaden reparieren will, der bei einem Zusammenstoß mit einem Objekt im Wasser entstanden ist.

Der Maxi-Trimaran soll so schnell wie möglich aus dem Wasser geholt werden, um genau analysieren zu können, welche Probleme behoben werden müssen. Teammanagerin Cécile Andrieu erklärt, dass die gut zehnköpfige Mannschaft von SVR-Lazartigue auf Kontakte aus dem Jahr 2019 zurückgreifen kann, als François Gabart und Gwénolé Gahinet während der Regatta Brest Atlantiques einen technischen Zwischenstopp in Kapstadt einlegen mussten.

Tom Laperche versucht derweil professionell und positiv mit dem Unglück umzugehen, das ihn einen möglichen großartigen Sieg gekostet hat. “Das ist der Beginn einer neuen Geschichte, einer neuen Reise, die wir mit dem ganzen Team machen werden, das sich um diesen Trimaran SVR-Lazartigue kümmert.” Gut zehn Teammitglieder sind nach Kapstadt gereist, um die notwendigen Reparaturen so schnell wie möglich vorzunehmen und wieder in das Rennen um die Welt einzusteigen.

Im Vergleich zu Armel Le Cleac’h bei dessen Stopp in Recife, hat Laperche aber schon bei der Ansteuerung von Kapstadt deutlich mehr Meilen verloren. Auch die Reparatur ist viel aufwendiger. Der gesamte Unterboden des Hauptrumpfes ist im Schwertkastenbereich ist aufgerissen.

Dass Wasser steht hoch im Rumpf. Und die Achterkante des massiven Schwertes, das mit dem T-Foil am unteren Ende die Hauptlast des Bootes im Flugmodus trägt, ist gesplittert.

Der Wasserstand im Hauptrumpf. © Team SVR Lazartigue

Laperche spricht über seine Reaktion in dem Moment, als ihm bewusst wird, dass sein Rennen um die Sieg bei dieser historischen ersten Auflage der Ultim-Regatta vorbei ist “Ich bin ausgerastet. Habe geschrien wie selten zuvor in meinem Leben”, erklärt der Franzose unter Tränen.

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Arkea Ultim Challenge: Wie Laperche zurück ins Rennen will – Auch Coville gehandicapt“

  1. avatar Franz Jürgen sagt:

    Gibt es einen Tracker mit Gabarts Rekordfahrt als Overlay?

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