Atlantic Anniversary Regatta: Rambler ausgeschieden – holt Hurrikan „Chris“ auf?

"Könnte gerade so klappen!"

Nachdem „Rambler“, einer der drei Favoriten für die Line Honors bei der Atlantic Anniversary Regatta, gleich am zweiten Tag mit Ruderbruch ausfiel, konzentriert sich der Kampf an der Spitze des Feldes (noch 15 Yachten im Rennen)  nun auf „Varuna“ und „Malizia“. 

Während „Rambler“ auf dem Weg nach Newport ist, segeln Jens Kellinghusen (NRV) und Crew auf ihrer schlanken, tiefschwarzen „Varuna“ in Sichtweite mit Boris Herrmanns „Malizia“, der semi-foilenden IMOCA neuester Baureihe. 

Kellinghusen und Herrmann zeigten bisher nahezu gleichwertige Leistungen. „Malizias“ VMG liegt mit 0,2 kn Rückstand nur unwesentlich unter den Werten des Konkurrenten – der Tracker meldete heute Vormittag beide Boote gleichauf bei einem Speed von knapp 19 Knoten.

Atlantic Anniversary Regatta

Rambler muss nach Ruderbruch aufgeben © aar

Auf Rang Drei flutschte mittlerweile die Französin Catherine Pourre mit ihrer Class 40 „Eärendill“ und verwies in den letzten Stunden Matthias Müller von Blumencron auf seiner Class 40 „Red“ auf Rang Vier. 

Doch all’ dies ist „Zwischengeplänkel“ , denn noch haben die Yachten und ihre Crews 2.700 (Class 40) und 2.400 (IMOCA) Seemeilen vor sich. Da werden die Karten noch öfters neu gemischt und ausgeteilt. 

Apropos „neues Blatt“. Derzeit dürften sich die Skipper und Navigatoren dieser Atlantic-Anniversary-Regatta vor allem auf die Wettervorhersagen und meteorologische Gesamtsituation konzentrieren. Denn hinter dem Regattafeld braut sich ein Unheil namens „Chris“ zusammen: Aus einem simplen tropischen Tief wurde zunächst ein Sturmtief,  das mittlerweile auf der meteorologischen Karriereleiter bis zum Hurrikan „Chris“ aufstieg. 

Atlantic Anniversary Regatta

Die Flotte kurz nach dem Start © aar

„Chris“ birgt Windstärken von über 75 Knoten, wütet derzeit westnordwestlich der Bermudas (dem Startort der Anniversary-Regatta) und bewegt sich relativ langsam mit einer Geschwindigkeit von 9 Knoten in Richtung Nordosten. 

Die Regattaleitung sieht allerdings noch keine unmittelbare Gefahr für die Teilnehmer der „AAR“. Auch die etwas langsameren Yachten werden mit hoher Wahrscheinlichkeit von den Ausläufern des Hurrikans verschont.  Doch sicher kann man sich nie sein – auch Hurrikans sind mal langsamer, mal schneller unterwegs. Die Regattaleitung optimistisch: „Wir sind mit mehreren Meteorologen in ständigem Austausch. Zusammengefasst ist deren Meinung vorerst: Es könnte gerade so klappen!“ 

Ausgerechnet „Rambler“, die nach dem Bruch an einem (der zwei) Ruder sowieso schon angeschlagen sein dürfte, wird bei ihrer Anfahrt Richtung Newport von den “Chris”-Ausläufern ordentlich was auf die Mütze bekommen. 

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2 Kommentare zu „Atlantic Anniversary Regatta: Rambler ausgeschieden – holt Hurrikan „Chris“ auf?“

  1. avatar Lars Hückstädt sagt:

    [..] auf meteorologischen Karriereleiter ganz oben stehen….. Gute formulierung.

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  2. avatar Matze sagt:

    Eärendil hat nur ein „L“. Weiß jemand was das bedeutet?

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