Barcelona World Race: Boris Herrmann nur noch 50 Meilen hinter dem Podium.

Kleiner Mann im Groß

Pachi Rivero checkt das Großsegel der "Renault", oder er sucht eine Schlafgelegenheit, oder er hält Ausschau nach der "Neutrogena". © FNOB

Die beiden führenden Yachten „Virbac-Paprec“ und „Mapfre“ haben das letzte Tor im Pazifik passiert und steuern nun auf Kap Horn zu. Die Spanier Iker Martinez und Xabi Fernandez attackieren ihre Gegner permanent.

Aber in den vergangenen Tagen hielten Loick Peyron und Jean Pierre Dick dagegen und konnten den Vorsprung mit rund 20 Meilen konstant halten. Beim letzten Positionsreport fehlen die Daten der Spanier allerdings wegen eines erneuten Übertragungsfehlers.

Karte vom 28.2. "Mapfre" liegt durch einen Übertragungsfehler auf Platz zwei etwas zurück. Die Spitze steuert Kap Horn an. "Neutrogena" liegt auf Rang vier. Dahinter sind "Groupe Bel" und "Estrella Damm" vom Überlebensmodus auf Attacke umgestellt.

Peyron ging in einer Video-Konferenz mit dem ausgeschiedenen Gegner Michel Desjoyeaux („Foncia“) auf das neue Duell ein: „Mensch Michel, jetzt seid ihr nicht mehr dabei und immer noch nervt ihr uns. Diesmal ist es dein altes Boot. Aber wir vermissen euch trotzdem hier draußen.“ „Mapfre“ ist die alte „Foncia“, mit der Desjoyeaux die vergangene Vendee Globe gewonnen hat.

1400 Meilen dahinter findet der Kampf um Platz drei statt. Dabei haben Boris Herrmann und Ryan Breymaier wieder den Rückstand auf knapp 50 Meilen verringern können. Boris hatte vor einigen Tagen gesagt. „Im Training sahen wir gegen Renault immer sehr gut aus.“ Und das zeigt sich in den letzten Statistiken. „Neutrogena“ war häufig einen Tick schneller.

Nächste Ausfahrt Kap Horn. Die "Gaes" Mädels wissen, wo es lang geht. Sie haben sich im Sturm mit ihrem nördlichen Kurs sehr gut gegen "Hugo Boss" behauptet. © FNOB

Derweil erholt sich das Feld dahinter von den schweren Sturmtagen. Alle haben die Extrembedingungen ohne große Schäden überstanden und Kito de Pavant hat auf der „Groupe Bel“ auch seinen Humor wiedergefunden.

„Jetzt können wir die kleinen Vorteile genießen, die unser Stopp in Neuseeland gebracht hat. Heute gab es zum Höhepunkt des Tages Eier mit Speck zu Frühstück.“

Leider habe Atu aus dem Rest des Eier-Vorrates eher ein Omlett geschlagen. Aber es gebe noch frische Bananen, Schinken, Wurst, Brot und Bananen. Das fiese Wetter draußen sei nicht so schlimm für einen Bretonen. Und nach behobenen Energieproblemen, lauf jetzt auch die Heizung auf vollen Touren.

Der Franzose gibt der Konkurrenz den Tipp: „Für alle unsere Freunde da vorne, die dieser kleinen Freuden entbehren. In Südamerika, Afrika und sogar Europa gibt es noch viele schöne Plätze, wo man die Vorräte auffüllen kann…“

"Neutrogena" (graue Linie) war im Dreikampf um Platz in den vergangenen Tagen meistens das schnellste Boot. Aber die Konkurrenz hält dagegen.

In der VMG-Distance Tabelle (gut gemachte Meilen Richtung Ziel) hat "Mapfre" (blaue Linie) Tage lang aufgeholt. Aber zuletzt war "Virbac" wieder schneller unterwegs.

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Barcelona World Race: Boris Herrmann nur noch 50 Meilen hinter dem Podium.“

  1. avatar Jan sagt:

    Zitat : “Der Franzose gibt der Konkurrenz den Tipp: „Für alle unsere Freunde da vorne, die dieser kleinen Freuden entbehren. In Südamerika, Afrika und sogar Europa gibt es noch viele schöne Plätze, wo man die Vorräte auffüllen kann…“ ”

    Das Weichei… der ärgert sich nur, das er halt gemacht hat und die anderen nicht …
    Von wegen Bretone … eher ein Warmduscher 😀

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