Barcelona World Race: Boris Herrmann rast mit 30 Knoten am Rand des Tiefs vorbei

Ein neuer Sturm

Imposante Southern-Ocean-Welle im Morgenlicht. © Neutrogena

Die Barcelona-World-Race-Flotte wird von weiteren heftigen Stürmen heimgesucht. Die beiden führenden Yachten erwarten satte 50 Knoten am Kap Horn von einem heftigen Tiefdruckgebiet, das zurzeit dem Mittelfeld schwer zusetzt.

„Mapfre“ hat im Zweikampf an der Spitze weitere Meilen eingebüßt und liegt jetzt schon 88 Meilen zurück. Die Spanier haben von ihrer Attacke mit einem südlichen Kurs abgelassen und sind reumütig wieder in das Kielwasser von Loick Peyron und Jean Pierre Dick eingeschwenkt. Die alten Hasen haben eindrucksvoll zurück geschlagen.

Auch Boris Herrmann und Ryan Breymaier verloren wieder knapp zehn Meilen auf „Renault“und liegen jetzt 28,6 Meilen zurück. Sie sind nach der Passage des Tores etwas später gehalst, und haben dadurch einen größeren Abstand zum Tief im Süden. Der Amerikaner auf „Neutrogena“ erklärt:

Situation am 2.3. "Neutrogena" (schwarz) hat nach der Passage des Pazifik Tores etwas später gehalst als "Renault" und dadurch Meilen eingebüßt. Dafür hofft das Team, dem Sturm etwas aus dem Weg zu gehen. An der Spitze ist "Mapfre" wieder auf den Kurs von "Virbac" eingeschwenkt.

„Wir haben schon vor einigen Tagen entschieden, dieses Tief sehr locker anzugehen. Es ist das letzte große Hindernis zwischen uns und dem Atlantik. Aber egal was wir tun, wie sehr wir auch die Segel verkleinern, das Schiff segelt immer schneller.
Gestern segelten wir mit zwei Reffs und der Solent Fock und hatten Top Speed of 30.3 auf dem GPS.  Unter Autopilot.

Seitdem ist der Wind etwas leichter geworden und wir segeln mit einem Reff und Genua. Aber wir erreichen ebenfalls 27 Knoten im Surf bei 25 Knoten Wind. Es ist komisch wie das Boot sich freut, wenn wir es locker nehmen. Wenn man dagegen richtig puscht ist es oft unmöglich den extra Speed rauszukitzeln.

CTMJessJob

Wir befinden uns nun auf dem direkten Kurs zum lezten Pazifik Tor und de sieht aus, als würden wir diesen Kurs die nächsten drei Tage beibehalten. In sechs Tagen sind wir am Horn.“

Das aktuelle Ranking

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Carsten Kemmling

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7 Kommentare zu „Barcelona World Race: Boris Herrmann rast mit 30 Knoten am Rand des Tiefs vorbei“

  1. avatar Matti sagt:

    Super spannend! Und was für Fotos – phantastische Wassergebirge!

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  2. avatar Marina sagt:

    Whow! Klasse Fotos.
    Mach mir bloß nicht meinen Job streitig, Boris!!!
    😉
    Toi-toi-toi, daß Ihr mit dem Tief klar kommt!
    Herzliche Grüße over the ocean…
    Marina

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  3. avatar k sagt:

    Coole Fotos!

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  4. avatar d sagt:

    Was bitte ist eine Solent Fock?

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    • avatar Carsten sagt:

      Es gibt fünf Amwind-Vorsegel bei einem Open 60. Code Zero: 170 qm, Genua: 130 qm, Solent: 87 qm und
      Trinquette: 47 qm, Sturmfock: 29 qm
      Sie werden an den vier verschiedenen Vorstagen gesetzt. Die Franzosen haben sich die komischen Namen wohl ausgedacht.

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  5. avatar Holger sagt:

    so Jungs – nun gebt Vollgas ums Kap rum und seht zu das ihr es bis ins Ziel auf Platz 3 schafft
    und das nix kaputtgeht !
    Leider kann euch niemand aus der 505er Gemeide bei Ankunft in Barcelona begrüssen da wir ab 18.3. weg sind nach AUS zur SAP 505 WM auf Hamilton Island

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