Barcelona World Race: Wavre segelt “Mirabaud” einhand. Michèle Paret ist krank.

"Plötzlich ist sie zusammen gebrochen"

"Mirabaud" ist schnell, kann aber zurzeit durch die Krankheit von Michele nicht mehr optimal gesegelt werden. © FNOB

Die seit mehr als einem Monat unter Blutarmut leidende Michèle Paret ist momentan außer Gefecht gesetzt und muss sich erholen, um vor dem Schlussspurt mit Endziel Barcelona wieder fit zu sein. Dominique Wavre segelt die Mirabaud daher momentan im Alleingang.

Die erschwerten Bedingungen unter welchen die Mirabaud zurzeit segelt, ermöglichen es nicht, dass Michèle Paret sich von ihrer Blutarmut erholen kann, unter welcher sie seit der Durchquerung des Indischen Ozean leidet.

Über Satellitentelefon in Kenntnis gesetzt, erklärte Dominique Wavre: „Wir hatten einen sehr schweren Tag und befinden uns momentan in einem Gebiet mit starken Böen von mehr als 40 Knoten. Die Mirabaud wird zurzeit komplett durchgeschüttelt. Die See ist unberechenbar und außerordentlich gefährlich.

Wir mussten die Luke zum Niedergang schließen, um zu verhindern, dass eine große Welle das Innere des Bootes überflutet. Unter diesen Bedingungen waren die Manöver enorm anspruchsvoll und auch risikoreich. Wir haben bis jetzt glücklicherweise alles ohne Schaden überstanden.

Gestern Abend, wir waren gerade inmitten eines Manövers, ist Michèle im Cockpit plötzlich zusammengebrochen. Sie ist bewusstlos geworden, während ich auf dem Vorschiff war. Unter Mobilisierung ihrer letzten Kräfte gelang es ihr, sich ins Innere des Bootes und damit in Sicherheit zu bringen. Sie hat sich einige Momente Ruhe gegönnt und hat mir dann geholfen, das Manöver zu beenden.

Auch die zusätzlichen Medikamente, die wir in Neuseeland an Bord genommen haben, reichten offensichtlich nicht aus, damit sie wieder ganz gesund wird. Sie hatte schon seit einigen Tagen mit diversen Symptomen zu kämpfen. Aus diesem Grund sind wir momentan gezwungen,  etwas konservativer zu segeln und haben entsprechend die Segelfläche verkleinert.

Natürlich beeinträchtigt dies die Performance des Bootes, aber im derzeitigen Zustand von Michèle ist es unmöglich und nicht zu verantworten, dass sie auf die Brücke geht. Momentan ist sie außer Gefecht gesetzt, und so segle ich zurzeit im „Vendée Globe“ Rhythmus, das heißt mit Schlafpausen von gerade einmal 20 Minuten.

Wir haben jetzt immer noch Böen und der Wind oszilliert zwischen 20 und 30 Knoten. Für die kommenden Stunden ist eine leichte Beruhigung zu erwarten, bevor dann erneut Starkwind einsetzt, der uns bis zum Kap Horn bringen sollte. Wenn wir dieses einmal hinter uns gelassen haben, wird uns gleich wohler sein“.

CTMJessJob

Dominique Wavre und Michèle Paret haben nicht vor, in Ushuaïa an Land zu gehen, und sie hoffen, dass die momentane Pause Michèle helfen wird, sich soweit zu erholen, dass sie den Endspurt den Atlantik hinauf schafft.

Dazu sagt Antonio Palma, Kommanditgesellschafter und CEO von Mirabaud: „Die Sicherheit und Gesundheit der Skipper an Bord der Mirabaud hat absoluten Vorrang vor dem Wettkampf. Wir sind in Gedanken bei Michèle und wünschen ihr von Herzen gute Besserung. Wir stehen zu 100% hinter dem Entscheid des Teams, der Sicherheit in diesem Fall den Vorrang zu geben“.

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