Barcelona World Race: “Mapfre” mit Schaden am Fall. Boris Herrmann 100 Meilen zurück

Anker-Pause am Kap Horn

Die zweitplatzierte "Mapfre" musste ihrem Höllenritt durch den Pazifik Tribut zollen und hinter dem Kap Horn einen Schaden reparieren. © FNOB

Die spanischen 49er Olympiasieger Iker Martinez und Xabi Fernandez sind kurz nach der Rundung von Kap Horn links abgebogen und haben im Windschatten von Isla Nuvea den Anker geworfen, um ein Problem mit dem Vorsegel-Fall zu beheben.

„Mapfre“ konnte offenbar seit einiger Zeit kein Vorsegel mehr setzten, was die jüngsten Verluste im Zweikampf mit der führenden „Virbac-Paprec“ erklärt. Martinez und Fernandez haben den Schaden offenbar behoben und das Rennen wieder aufgenommen.

Am 4.3. hat "Mapfre" vor der Isla Nueva hinter dem Kap Horn geankert, um einen Schaden am Fall zu reparieren. "Virbac" ist enteilt.

Sie liegen aber jetzt 220 Meilen zurück und verlieren weiter an Boden, weil Loick Peyron und Jean Pierre Dick mit einem 18 Knoten-Durchschnitt zurzeit doppelt soll schnell segeln.

Während die Franzosen bei relativ moderaten Bedingungen das legendäre Kap besichtigen konnten und extrem nah am Felsen passierten, musste die „Mapfre“-Crew mit Windgeschwindigkeiten von über 50 Knoten kämpfen.

Situation am 4.3. "Neutrogena" (schwarz) und "Renault" kreuzen vor dem Wind, während die Gegner von hinten auf direktem Weg heran rauschen.

Auch aus dem Kampf um Platz drei ist die absolute Brisanz raus. Während sich Boris Herrmann und Ryan Breymaier vor wenigen Tagen noch anschickten, die spanische „Renault“ zu überholen liegen sie nun wieder gut 100 Meilen zurück.

Die Verluste gegenüber den Spaniern sind nach den letzten beiden Halsen entstanden, die sie taktisch anders platzierten als ihre Gegner. Aber nun sind sie besser positioniert im Hinblick auf das nächste Tief, das aus dem Südwesten heran rauscht. Es bleibt spannend, ob die Rechnung aufgeht.

Loick Peyron und Jean Pierre Dick freuen sich mit Kap Horn im Rücken. Ganz schön nah rangefahren! © FNOB

Auch der Abstand zu den stark aufkommenden „Groupe Bel“ und „Estrella Damm“ hat sich in kürzester Zeit von ehemals knapp 500 Meilen auf unter 300 Meilen verringert. Die beiden Teams, die in Wellington pausiert haben, profitieren von einem direkteren Kurs mit Raumschots-Bedingungen während „Neutrogena“ und „Mirabaud“ vor dem Wind kreuzen müssen.

CTMJessJob

Aktueller Stand

"Central Lechera Asturiana" humpeln bei fiesem Wetter mit gebrochenem Mast nach Wellington. © FNOB

Kein schöner Anblick. Der abgebrochen Masttop baumelt noch im Rigg. © FNOB

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

Ein Kommentar „Barcelona World Race: “Mapfre” mit Schaden am Fall. Boris Herrmann 100 Meilen zurück“

  1. avatar gutti sagt:

    quote “Liebe Leute, wir hatten etwas technischen Trouble heute, keine Flaute, wie man vermuten mag. Wir konnten eine Lösung finden und nun wieder volle Segel setzen. Doch nun wird der Wind tatsaechlich erstmal etwas flauer bleiben, bis wir morgen Abend halsen und dann geradewegs in bis zu 30 Knoten auf zum Kap segeln. Renault haben wir weiter auf dem Korn wie zuvor. Liebe Gruesse b ”
    unquote
    http://twittercounter.com/tweet/MTM4NTg5MDc

    Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *