Barcelona World Race: “Virbac” stoppt in Wellington, Boris Herrmann 3,9 Meilen hinter “Mirabaud”

Kaffeepause in Wellington

Es tut sich wieder was beim Barcelona World Race. Zur Halbzeit des Rennens um die Welt ist das Feld in Bewegung gekommen. Jean Pierre Dick und Loick Peyron sind in Wellington eingelaufen und sitzen zurzeit ihre 48-Stunden-Strafe ab. Jean Pierre Dick sagt: “Wir werden relaxen, gut schlafen, duschen und uns wohl rasieren.”

Der Schaden an ihren Mastrutschern ist nicht so schwerwiegend, dass sie die gesamte Zeit benötigen. Es geht nur darum, Ersatzteile an Bord zu nehmen. Die Rutscher sind offenbar eine Schwachstelle. Insgesamt drei sind schon gebrochen.

Das Austauschen ist nicht problematisch, aber den Franzosen fehlte nun der Ersatz. Ärgerlich, dafür zwei Tage an Land zu verbringen. Aber der Vorsprung ist groß genug, um vermutlich weiterhin in Führung liegend das Rennen wieder aufnehmen zu können.

500 Meilen betrug der Abstand, aber die zweitplatzierte „Mapfre“ schafft im Moment bei Gegenwind aus der Cook Strait nur Etmale unter 200 Meilen. Deshalb schließt auch der Rest des Feldes auf. „Groupe Bel“ ist bis auf 33 Meilen an die drittplatzierte „Estrella Damm“ herangesegelt, muss aber auch noch einen Pit Stop für Segelreparaturen einlegen.

Zurzeit sieht es so aus, als würden sie knapp vor Boris Herrmann und Ryan Breymaier wird auf die Bahn gehen können. Aber das hängt vom Glück ab. Möglicherweise öffnet sich für die “Neutrogena” ein Wetterfenster, das die Einfahrt in das Nadelöhr beschleunigt.

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Im Zweikampf mit „Mirabaud“ haben die „Neutrogena“-Skipper gerade einen Angriff gestartet, der zumindest einen schnellen Erfolg bescherte. „Mirabaud“ halste gestern, um eine südlichere Position einzunehmen. „Neutrogena“ dagegen hielt den Schlag länger durch und versucht es nun über die Innenkuve. Der Rückstand betrug beim letzten Positionsreport nur noch 3,9 Meilen. Aber der große Nord-Süd-Abstand macht diese Zahl noch nicht sehr aussagekräftig.

Die Frage ist, ob die Youngster jetzt die Nerven verloren haben, weil es ihnen stinkt, seit Wochen auf direktem Kurs hinter der „Mirabaud“ herzudackeln. Oder haben sie etwas auf ihren Routing-Programmen entdeckt, was Altmeister Dominique Wavre übersehen hat.

Es bleibt spannend. Denn auch „Hugo Boss“ nimmt die Innenkurve und ist mit dem frischeren Wind bis auf 200 Meilen an Boris Herrmann heran gerutscht.

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Carsten Kemmling

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6 Kommentare zu „Barcelona World Race: “Virbac” stoppt in Wellington, Boris Herrmann 3,9 Meilen hinter “Mirabaud”“

  1. avatar Wilfried sagt:

    und schon sind sie vorbei. Perfekte Positionierung für das Windsystem wie es jetzt aussieht. Es wird spannend ob sie es schaffen wieder in dasselbe Windsystem wie Renault zu kommen, dann wird es auch nach vorne wieder spannend. Groupe Bel wird durch den Pit-stop wahrscheinlich sogar hinter sie zurückfallen, so dass nach der Cool Strait auch der fünfte Platz drin wäre. Hugo Boss scheint das Windsystem nicht halten zu können und wieder zurückzufallen, aber sie sind ganz schön schnell.

    Es bleibt spannend und ich drücke die Daumen.

    Gruß Wilfried

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  2. avatar Manfred sagt:

    Spannend…macht wieder Spass auf die Vergrößerung zu gehen und die Grid´s einzugeben. Und da scheint mir doch ne kleine Turbulenz im Weg zu sein.

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  3. avatar Jan sagt:

    sieht wirklich schön aus!!
    allerdings frage ich mich, wie sie mit dem Linksdreher klar kommen werden, der anscheinend kommen wird.
    Ich hoffe, dass geht gut aus. Wäre toll! Das erste mal, dass sie ne andere Option wählen, das ist schon toll. Hoffe das zahlt sich aus.

    grüße jan

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  4. avatar Matti sagt:

    15:40 Uhr: 16 sm Vorsprung!

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