Big Picture: Die Yacht vom Skype-Erfinder – “RAN” siegt nach Belieben bei Fast40+

She's got the Look

Der neue 40 Fußer “RAN” von Niklas Zennström mit der nach unten gezogenen Bordwand. © Cowes Week

Niklas Zennström hat sich ein extravagant Boot bauen lassen. Seine Jungspund-Truppe mischt damit wie erwartet die junge Fast40+ Klasse auf. Attraktiv für die Konkurrenz ist das nicht.

Die Position beim Kreuzen. © Ian Roman

Werden bald mehr Yachten mit diesem Look auf dem Wasser zu sehen sein? Die neue “RAN” des Skype-Erfinders ist schneller als die Konkurrenz. Aber liegt es an dem extravaganten Shape?

Bei der Cowes Week sind in der zuvor aufstrebenden Fast40+ Klasse noch 8 Yachten am Start. Nur zwei Teams können noch annähernd mit dem schwarzen Neubau mithalten.

Das Carkeek-Design aus Vollkarbon weist ein minimalistisches Layout auf, um den Windwiderstand zu verringern. An Deck sind nicht einmal Fockholepunkt-Schienen zu sehen. Und beim Segelsetzen wird mit Fallenschlössern gearbeitet um die Zahl der Klemmen an Deck zu verringern. Die Crewpositionen sind weit nach hinten verlagert, um besonders unter Gennaker ergonomisch viel Gewicht ins Achterschiff verlagern zu können.

Das alles wirkt für die Konkurrenz offenbar eher abschreckend. Zennström dagegen hat sich auf die Fahnen geschrieben, insbesondere junge Segler in das Team zu integrieren. Das ist möglich, weil in der Klasse nur fünf Profis an Bord erlaubt sind. Und mit einem vergleichsweise schnellen Boot hält man die Youngster auch bei Laune.

Aber die Frage, ob die herunter gezogenen Bordwände auch für andere Rennyachten das Mittel der Wahl sind, kann noch nicht beantwortet werden. Dafür ist die Qualität der Konkurrenz zu schwierig einzuschätzen. Doch es ist erfrischend, mal etwas anderes auf der Bahn zu sehen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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