Bol d’Or Langstrecke am Genfer See: Alinghi-Foiler 18. – Von Einrümpfern geschlagen

Flügellahme Flieger

Die neuen TF35 Foiler sind eigentlich für die Bol d’Or Mirabaud gemacht, die hocklassigste Binnensee-Langstrecke der Welt. Aber sie mussten sich von einem zehn Jahre alten Katamaran besiegen lassen.

Start zur 83. Bol d’Or Mirabaud mit 436 Booten. © l-von-siebenthal

Die 83. Ausgabe des Bol d’Or Mirabaud auf dem Genfersee wird als extreme Leichtwind-Veranstaltung in die Geschichte eingehen. Während die schnellsten Multihulls den Kurs vom Westende des Sees bei Genf zum Ostende bei Le Bouveret und zurück über eine Strecke von etwa 68 Meilen sonst in rund sieben Stunden zurücklegen können, benötigte der Sieger diesmal gut 12,5 Stunden.

Die Flotte beim Start vor Genf. © l-von-siebenthal

Der Genfer Christian Wahl überquerte mit seinem zehn Jahre alten Décision 35 Katamaran früh nach dem Start die Führung und gab sie im Verlauf des Rennen nicht mehr ab. Sein Vorsprung vor dem zweiten Kat seines Typs betrug fast drei Stunden. Dazwischen schob sich noch der französische Altmeister Loïc Peyron (62), der eigentlich eher auf dem großen Meer zuhause ist. Er segelte für Team Sailfever einen der sieben TF35 -Foiler, die für eigentlich genau diese Regatta gebaut wurden. Sie gelten als schnellste Leichtwind-Foiler der Welt, weil sie früh abheben. Aber sie benötigen auch acht Knoten Wind für die Flugphase. Die blieben schon bei der vergangenen Bol d’Or überwiegend aus. Und sie konnten sie die Erwartungen nicht erfüllen.

Aber die TF35 Klasse segelte im Rahmen der Bol d’Or auch ihre eigene Meisterschaft aus. Sie hat schon bei drei Saison-Events gezeigt, dass sie in der Lage ist, spektakuläres Segeln zu bieten. Ernesto Bertarelli liegt mit Alinghi Red Bull erwartungsgemäß vorne nach der Serie 2/1/1.

Das liegt auch an den Problemen von Spindrift mit Dona Bertarelli und Yann Guichard, die bei der Veranstaltung vor Mies am Genfersee vor einer Woche nach einem Ruderschaden kenterten.

Unter Hochdruck erfolgte die Reparatur, um doch noch bei der Bol d’Or starten zu können, und es gelang eine starke erste Hälfte bis kurz vor dem Wendepunkt in Bouveret. Aber dann gab es erneut ein technisches Problem mit dem Flugsystem, das sie zur Aufgabe des Rennens zwang. Ein Foil blockierte.

Danach konnte Alinghi Red Bull Racing in der TF35 Flotte kurzzeitig die Führung übernehmen aber bei nur noch vier Knoten Wind kam es auf dem Rückweg nach Genf quasi zu einem Neustart.

Auf der Höhe von Lausanne umging Loïck Peyron, der Taktiker des Teams Sailfever, mit einem südlichen Kurs ein Windloch in der Mitte des Sees,

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Carsten Kemmling

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