“Bounty” Untergang Interview: Näherte sich Skipper Walbridge Hurrikan Sandy mit Absicht?

"Wir jagen Hurrikans"

Ab 10:47 spricht Robin Walbridge über das Abreiten von Wirbelstürmen (ENG): 

Der Untergang des “Bounty” Nachbaus vor der Küste von North Carolina im Hurrikan Sandy, der ein Todesopfer forderte und wohl auch das Leben des Skippers kostete, hat die Frage aufgeworfen, warum Kapitän Robin Walbridge (63) genau auf den Hurikan Sandy zugesegelt ist.

Die HMS "Bounty" kurz vor dem Untergang nach einer Begegnung mit Wirbelsturm Sandy.  © Coastguard

Die HMS “Bounty” kurz vor dem Untergang nach einer Begegnung mit Wirbelsturm Sandy. © Coastguard

Nun ist ein erstaunliches Video aufgetaucht, das die Antwort geben könnte. Walbridge erklärte darin noch am 9. August 2012 dem Interviewer Ned Lightner vom Bounty for Belfast Community TV: “Wir jagen Hurrikans.”  Es war die Antwort auf die Frage, ob er je in stürmisches Wetter geraten sei.

Beim Hurrikan-Jagen versuche man,  so nah wie möglich an das Auge zu kommen und sich dann im südöstlichen Quadranten zu halten. “Wenn er stoppt, dann stoppt man auch.” Man wolle nicht vor den Hurrikan geraten sondern dahinter bleiben aber man bekomme so auch einen guten “Ritt” wieder heraus.

Sollte sich die “Bounty” tatsächlich mit Absicht Sandy genähert haben? Im Interview erzählt der Skipper von älteren Erlebnissen, die diesen Eindruck bestätigen. “Es gab da einen Hurrikan einige hundert Meilen von uns und wir bewegten uns im Schwell nur ganz leicht hoch und runter.” Das sei gar nicht schlimm gewesen.

Der vermisste "Bounty"-Skipper Robin Walbridge. © HMS Bounty

Der vermisste “Bounty”-Skipper Robin Walbridge. © HMS Bounty

Ein Hurrikan Spezialist bestätigte gegenüber CBC News, dass der Wirbelsturm durchaus ein Schiff herausdrehen würde, wenn es sich im Südost-Quadranten befinde. Aber Walbridge gebe an, dass man den Sturm so auch nahe des Auges abreiten könne. Das sei sehr gefährlich, weil diese Art von Stürmen selten einen genau berechenbaren Weg verfolgen.

Die HMS Bounty Organization LLC, Besitzer des Schiffes, ist allerdings der Ansicht, dass Walbridge durchaus Sandy ausweichen wollte. Aber als das Schiff Wasser übernahm habe eine der Pumpen versagt und der Crew sei es dann nicht mehr gelungen, schnell genug zu lenzen.

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „“Bounty” Untergang Interview: Näherte sich Skipper Walbridge Hurrikan Sandy mit Absicht?“

  1. avatar Uwe sagt:

    “Walbridge hatte gehofft, den Sturm umgehen zu können. Er wolle versuchen, “möglichst schnell voranzukommen”, um sich zwischen dem Auge des Sturms und der Küste “durchzuquetschen”, hatte er noch am Samstag auf der Facebook-Seite des Segelschiffs geschrieben. ”

    http://www.spiegel.de/panorama/hurrikan-sandy-wie-die-hms-bounty-sank-a-864377.html

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    • avatar Uwe sagt:

      “HMS Bounty
      28. Oktober
      Latest Communication from Captain Robin Walbridge.
      Sent last night.

      Good evening Miss Tracie

      I think we are going to be into this for several days, the weater looks like even
      after the eye goes by it will linger for a couple of days

      We are just going to keep trying to go fast and squeese by the storm and land as
      fast as we can.

      I am thinking that we will pass each other sometime Sunday night or Monday morning

      All else is well
      Robin”

      https://www.facebook.com/HMSBounty

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      • avatar Uwe sagt:

        “HMS Bounty
        26. Oktober
        Bounty has departed New London CT…Next Port of Call…St. Petersburg, Florida.
        Bounty will be sailing due East out to sea before heading South to avoid the brunt of Hurricane Sandy.”

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