BWR-Duell. Erfahrenes “Mirabaud”-Paar gegen die jungen Wilden auf “Neutrogena”

Ja, wo laufen sie denn?

Boris Hermann sucht nach den Gegnern. © FNOB

Sie kommen einfach nicht vorbei. Boris Herrmann und Ryan Breymaier kämpfen teilweise in Sichtweite mit Dominique Wavre und Michèle Paret aber sie schaffen es, mehr Tiefe aus ihre „Mirabaud“ zu kitzeln.

Der Weg zum nächsten Eistor ist ein klarer Vorwindkurs, bei dem nicht nur die absolute Geschwindigkeit zählt, sondern besonders der Winkel zum Wind. Wer es schafft, tiefer zu steuern bei gleichbleibendem Speed fährt den kürzeren Weg.

Beinharter Zweikampf. "Mirabaud" segelt eine bessere Tiefe als "Neutrogena".

Die Tiefe wird besonders durch die Segel beeinflusst. „Mirabaud“ mag es mit einem größeren oder effektiveren Gennaker geschafft haben, aus der Luvposition wieder nach Lee von „Neutrogena“ zu rutschen.

Die „Mirabaud“ ist nicht jünger als „Neutrogena“. Sie hat schon fünf Jahre auf dem Buckel. Aber Wavre hat das Owen Clarke Design vor dem Barcelona World Race einem massiven Refit unterzogen. Der Schweizer glaubte nach dem Ausscheiden bei seiner dritten Vendee Globe wegen eines Kielschadens, dass noch viel Potenzial in dem Schiff steckt.

Situation am 8.2. Die Teams hangeln sich zu den Toren hoch, um dann wieder nach Süden abzutauchen. "Virbac" segelt vorne fast den direkten Kurs.

Vor Gibraltar lag die „Mirabaud“ nach einem südlichen Kurs exzellent platziert auf Rang drei und machte Schlagzeilen nach dem Besuch algerischer Zöllner an Bord. Aber im Verlauf der Äquator-Passage fiel das Duo immer weiter zurück.

Wavre segelt seit zehn Jahren mit seiner Lebensgefährtin Michèle Paret. Die Französin nahm schon 1990 mit der von Tracy Edwards gesteuerten „Maiden“ in einem Frauenteam am Whitbread Round the World Race teil und segelte danach in der Figaro Klasse.

Kein Wunder also, dass das erfahrene Duo, die jungen Wilden auf „Neutrogena“ bisher so gekonnt in Schach hält.

Ein faszinierend, kräftiger Regenbogen wölbt sich hinter der "Renault" über den Himmel. © FNOB

Magischer Moment im Südpolarmeer gesehen von der "Groupe Bel". © FNOB

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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