BWR: “Virbac” löst den Tarn-Modus auf. Der Westen zahlt sich aus.

Als wenn nichts gewesen wäre...

"Foncia" rast über die westliche Außenkurve Richtung Spitze und liegt schon auf Rang drei. © FNOB

Die beiden Favoritenteams „Foncia“ und „Virbac Paprec“ reihen sich nach ihrem weiten westlichen Umweg wieder an der Spitze des Feldes ein. „Foncia“ liegt jetzt auf Rang drei und „Virbac Paprec“ ist gestern Nachmittag auf Rang fünf aus dem Tarnmodus wieder aufgetaucht. Jean Pierre Dick und Loick Peyron sind unsichtbar einen parallelen Kurs zu Desjoyeaux gesteuert.

Barfuß und ohne Rettungsweste. Ryan Breymaier am Bug. Die Seemannschafts-Puristen werden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. © FNOB

Zwar haben auch die virtuell Führenden „Estrella Damm“ und „Groupe Bel“ wieder Fahrt aufgenommen, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie ihre Führung loswerden. Denn die Franzosen im Westen sind deutlich näher an der Westwind-Zone im Süden platziert, die sie mit Hochgeschwindigkeit zum ersten Tor des Kurses bringen sollte.

Boris Herrmann und Ryan Breymaier haben den Abstand zur „Estrella Damm“ auf 128 Meilen verkürzt. Sie stecken aber in der Flautenzone fest und sind auf Rang acht zurückgefallen.

Die Situation am 20.1. "Virbac-Paprec" (blau) zeigt nach dem Verlassen des Tarn-Modus seinen westlichen Kurs. Zusammen mit "Foncia" haben die Franzosen die südlichste Position eingenommen.

In der Stunde vor dem letzten Positionsreport erreichten sie nur einen Durchschnitt-Speed von 4,2 Knoten. Die Spanier vorne sind dagegen durch und ziehen mit 13,8 Knoten als schnellstes Boot im Feld wieder davon.

Loick Peyron sagt zu seiner Strategie im Versteck-Modus: „Es ist nicht sehr lustig, einen Kurs abzustecken, der kaum Weg in die richtige Richtung verspricht. Damit unsere Zuschauer diesen fiesen Moment nicht miterleben müssen haben wir uns eben versteckt.“

Auf dem Weg zum ersten Tor versprechen die westlichen Winde weit im Süden die beste Beschleunigung.

Wenn diese Strategie am Ende wirklich so gut aufgeht wie es aussieht müssen sich die beiden Franzosen-Teams fragen lassen, ob sie diese Route auch gewählt hätten, wenn sie nicht den Not-Stopp in Recife absolviert hätten. Es kann am Ende sein, dass die Ruhepause sie weniger Zeit gekostet hat, als wenn sie direkt durch das St. Helena Hoch geschlichen wären.

Spaß am Rande. Dominique Wavre spielt in der Flaute mit seinem Daumen-Männchen. © FNOB

Als wenn nichts gewesen wäre, als wenn es den Bruch nicht gegeben hätte, übernehmen sie wieder ihren Platz an der Spitze. Was für ein Hohn gegenüber der Konkurrenz. Mal sehen, ob es wirklich so kommt.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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