Cata Cup: Traum-Regatta St. Barth nach dem Besuch von Irma – Mastbruch bei Kaphengst

Im zerstörten Paradies

Der Mastbruch bei Kaphengst/Kaphengst:

Die Nacht des 5. September 2017 wird niemand in St. Barthélemy so schnell vergessen. Der Orkan Irma trifft die kleine Karibikinsel mit voller Stärke und reißt Häuser mit sich, Schiffe versinken, Autos werden von den Fluten mitgerissen.

Die Prestige-Regatta „St. Barth Cata-Cup“ soll rund zehn Wochen später stattfinden, doch daran glaubt im ersten Moment niemand. „Die Entscheidung, die Regatta durchzuführen, war nicht einfach“, erklärt der Organisator Jeff Ledée. „Das Feedback von den Seglern war dann aber sehr positiv. Einige boten sogar an, trotzdem nach St. Barth zu kommen und beim Wiederaufbau zu helfen, auch ohne den Cata Cup.“ Also beschlossen die Organisatoren, dass die positive Stimmung des Events die Mühen aufwiegen würde, die es kosten sollte, die Regatta ohne die gewöhnliche Infrastruktur zu organisieren.

Wie gewöhnlich landeten dann also doch wieder Segler mit der Mini-Maschine auf dem Mini-mini-Flughafen. Sie wurden privat untergebracht, wie immer, erhielten knallbunte Lycrashirts, wie jedes Jahr. Doch: „St. Barth ist nicht mehr so, wie du es erlebt hast“, sagt eine Einheimische. „Die Bar Nici-Beach gibt es nicht mehr und die meisten der Villas und Hotels am Strand „St. Jean“ sind zerstört.“

Gute Laune, beste Bedingungen

Die Segler scheint es nicht zu stören. Die Fotos zeugen von guter Laune, toller Stimmung, besten Bedingungen, wie jedes Jahr. 47 Teams gehen schließlich an den Start bei der zehnten Ausgabe der F18-Regatta. Nicht so viele, wie sonst, aber alle Sieger seit 2008 sind vor Ort. „Es gibt hier eindeutig mindestens zehn Teams, die gewinnen könnten“, berichtet Antoine Joubert, der letztes Jahr die Trophäe holte. Die Insel habe viele Schwierigkeiten und Übergangszonen die ordentlich analysiert werden müssen, erklärt er weiter, wer das am besten schafft, kommt am Ende vorne an.

Cata Cup

Ablegen im türkisen Wasser. © Michael Gramm

Nach den ersten Tagen liegdie fünfmaligen Tornado-Weltmeister Paschalidis/Trigkonis aus Griechenland vorne. Da kann eigentlich nur America’s Cup Skipper Franck Cammas mit Mathieu Vandame gegen halten. Aber die Franzosen sind durch eine Disqualifikation auf Rang 14 zurückgefallen.

Mastbruch bei Kaphengst

Bestes deutsches Team ist der zweimalige Tornado/Olympiateilnehmer (Eckart Kaphengst mit seiner Tochter Tine Marie. Aber die beiden sind von einem spektakulären Mastbruch zurückgeworfen worden (Video oben).

Cata Cup

Das F18 Feld bei der Traumregatta. © Cata Cup

Zuvor äußerten sich Vater und Tochter Kaphengst begeistert von dem Event und legten am ersten Tag gut vor. „Wir waren an der ersten Tonne vierter. Dann konnten wir den Platz fast die ganze Runde um die Insel halten, aber auf der Zielkreuz haben uns dann noch ein paar Boote geholt“, berichtet Tine Kaphengst, die aus dem schwärmen gar nicht mehr heraus kommt. „Die Organisation, das Wetter, die Insel – alles ist unglaublich!“ Am besten aber gefallen ihr die Rennen, die nicht wie zuhause im Up-and-Down gesegelt werden, sondern „um die Insel, und dann um die andere, und dann wieder zurück, und das ist besonders interessant.“

Ein Gruppenfoto zeigt die Teilnehmer strahlend am Strand, hinter ihnen kristallblaues Wasser, unter Ihnen weißer Sand. „#STBARTHSTRONG“ ergeben die Buchstaben, die sie halten. Dass St. Barthélemy stark ist, das beweisen die Organisatoren mit diesem Event. Und die Segler freuen sich sicher schon auf das nächste Event im, nun ja, Paradies.

Cata Cup

“St Barth Strong”. Die Kat-Teilnehmer stärken dem Even den Rücken. © Michael Gramm

Ergebnisse Cata Cup 2017

Spenden
http://nouveda.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *