Corona: Gestrandete Segler bringen österreichischen VO-65-Racer nach Hause

Volvo-Racer statt Flugzeug

Rückholaktion der etwas anderen Art: Wochenlang saß die Segelyacht des österreichischen Ocean-Race-Projekts aufgrund der Coronavirus-Pandemie in der Karibik fest. Nun helfen sechs Segler aus Europa, die selbst in der Karibik gestrandet waren, die „Sisi“ zurück über den Atlantik zu segeln. Die Sendung „Kärnten heute“ berichtete:

Vergangenes Jahr kaufte das österreichische Syndikat „The Austrian Ocean Race Project“ eine VO65 – und taufte sie auf den Namen „Sisi“. 2021 soll sie bei der neuen Auflage des Ocean Races an den Start gehen. Nicht nur in der heimischen Segler- und Regattaszene hat das Projekt viele Fans.

Derzeit wollten die ambitionierten jungen Segler eigentlich an internationalen Regatten teilnehmen. Seit Anfang Februar waren sie dafür in der Karibik unterwegs – unter anderem bei der Caribbean 600. Doch dann machte ihnen die Corona-Krise einen Strich durch die Rechnung: Alle Regatten wurden abgesagt, die „Sisi“ hing fest.

Während zwei Crewmitglieder an Bord blieben, flog der Rest zurück nach Hause – und organisierte eine Rückholaktion. Von Kärnten aus wurde eine Crew aus gestrandeten Seglern zusammengetrommelt. „Wir haben in der ganzen Karibik gesucht, dass wir Segler aus Europa finden, die mit so einem Schiff umgehen könne. Ein normaler Segler kann das nicht“, erklärte Projektmanager Julian Kircher gegenüber dem ORF. Im Racemodus wird der VO65, die Klasse des vergangenen und nächsten (Volvo) Ocean Races, von 10 bis 12 Seglern bedient.

Und tatsächlich gelang das Vorhaben. Skipper Oliver Kobale und Mickey Montoya konnten schließlich sechs Segler aus Europa auf verschiedenen Inseln einsammeln – jedes Mal war aufgrund des Coronavirus allerdings eine Sondereinreisegenehmigung nötig.

Um einen Corona-Ausbruch während der Atlantiküberquerung zu vermeiden, begab sich die Mannschaft vor der Überfahrt erst einmal eine Woche in Quarantäne. Am Sonntag konnte es dann aber losgehen: Die acht Segler brachen mit der „Sisi“ in Richtung Europa auf. In etwa zweieinhalb Wochen werden sie in Scheveningen in den Niederlanden erwartet.

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