Dehler30 OD: Andreas Deubel übernimmt erste nach Deutschland ausgelieferte Yacht

Hauch von Normalität

SegelReporter hatte Ende 2019 das Vergnügen, die Dehler30 OD zu segeln und sich das spannende Projekt erklären zu lassen. Nun hat Andreas Deubel das erste Schiff in Deutschland übernommen.

Eine am Kran hängende Yacht mag zumindest visuell einen Hauch von Normalität vermitteln. Als wäre nichts passiert. Als gäbe es Corona nicht. Als würde die Saison ganz normal starten.

Aber 2020 wird anders als jedes andere Jahr. Besonders für die Yachtbranche. Wer kann überleben? Wer den Neustart am besten vollziehen? Welches Produkt ist für die vermutlich neuen Anforderungen der Nach-Corona-Zeit am besten geeignet?

Die beiden ersten Dehler30 OD bei Vergleichsfahrten vor Rostock. © Deubel

Die Dehler30 OD könnte gut passen. Schiffe mit kleiner Crew, segelbar im Ein- oder Zweihand-Betrieb lagen schon vor der Krise im Trend. Diese Bootstypen dürften nun noch mehr angesagt sein. Sie könnten als die Mutter aller Social-distancing-Strategien durchgehen.

Aber gibt es bald noch genug Menschen, die sich ein solches Boot leisten können? Mit einem Grundpreis von 129T Euro. Die Corona begleitende Wirtschaftskrise dürfte den Spielraum der Zielgruppe verringern. Oder fühlt sich im Falle der Dehler30 eine größere Gruppe angesprochen? Weil zum Beispiel das Segeln mit Crew schwieriger wird?

Andreas Deubel dokumentiert die Ankuft seiner neuen Dehler 30 OD.

Im Falle des neuen 30-Fußers aus Deutschland muss sich zeigen, ob er tatsächlich so gut in die Zeit passt, wie man denken mag. Andreas Deubel jedenfalls freut sich über sein neues Spielzeug. Der Versicherungskaufmann aus Hamburg hat in Rostock mit dem Speedsailing-Team zusammengearbeitet, das vom ersten Designentwurf im Jahr 2017 an in die Entwicklung der Yacht eingebunden war.

Dehler 30 OD am Kran in Rostock bei Speedsailing.

Acht Boote Dehler30 OD gehen beim Silverrudder am 18. September an den Start, wenn die Einhand-Regatta rund Fünen ohne Probleme ausgetragen werden kann. Deubel will dabei sein. Bis dahin plante er, mit seinem neuen Schiff ab Rostock auch Charter, Coachings und Team Events anzubieten. In wie weit das möglich sein wird, hängt vom erfolgreichen Kampf gegen das Virus ab. 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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