Sieg beim Sailing Champions League Qualifier: Bodensee-Crew triumphiert in Portugal

Foilen schadet nicht

Der Bodensee-Yacht-Club-Überlingen gewinnt das Qualifikationsevent der Segel-Champions-League vor Vilamoura und qualifiziert sich für das Finale in Travemünde.

Der BYCÜ gewinnt den Sailing Champions League Qualifier in Portugal. © osga_photo / JCF

Eigentlich hatten sich die Steidle-Brüder zuletzt auf den 69F Foiler konzentriert und als German Youth Team an der qualitativ hochwertigen internationalen Rennserie teilgenommen.

Die Steidle-Brüder bei ihrer ersten 69F-Regatta. © 69F

Aber vor Vilamoura (Portugal) zeigten Konstantin und Mathias, dass sie auch langsamer schnell segeln können. Foilen schadet offenbar nicht. Zusammen mit Taktikerin Julia Kirgis und Trimmer Tom Lembcke haben sie überraschend das Qualifikationsevent der Sailing-Champions-League gewonnen und sich damit einen Platz im Finale vom 22. bis 26 Juli 2022 im Rahmen der Travemünder Woche erkämpft.

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21 internationale Teams segelten um die zehn verfügbaren Plätze, darunter als deutsche Teams neben dem BYCÜ auch der Württembergische- sowie der Flensburger Segel-Club. Während die Württemberger ein Nachwuchsteam um Skipper Luca Jost in den Wettkampf schickten, das sich schließlich nach einigen starken Rennen auf Rang 14 platzierte, spielten der BYCÜ und der FSC (mit Neu-Skipper Matthias van Holt) dauerhaft um den Einzug in das vier-Boote-Finale mit. Aber schließlich gelang es nur dem Team vom Bodensee mit einer starken Schlussoffensive nach 15 Flights auf Rang drei in das Finale einzuziehen.

Der BYCÜ (gelb) im Finalrennen der letzten vier. © osga_photo / JCF

Es ging darum, in der Vierer-Flotte zwei Rennsiege einzufahren, um zum sofortigen Eventsieger erklärt zu werden. Der Thunersee-Yachtclub mit 470er Steuermann Yves Mermod an der Pinne, der mit Maja Siegenthaler eine Olympiakampagne bestreitet, ging dabei als Vorrundensieger mit einem Punkt Vorsprung in die Entscheidung und hatte alle Trümpfe in der Hand.

“Vollgas und volles Risiko”

Die erste Finalwettfahrt gewann der Verein Centro Sportivo Aeronautica Militare aus Italien, der den Großteil der Regatta in Führung gelegen hatte. „Dadurch, dass sich im zweiten Finalrennen die beiden bereits führenden Yachtclubs bereits beim Start aufeinander konzentrierten, konnten wir unser eigenes Rennen segeln und gewinnen“, sagte Konstatin Steidle. Es gelang ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg (Tracker Final 2).

„Jetzt noch einmal Vollgas und auf volles Risiko“, war dann seine Devise für das letzte Rennen. Aber es wurde komplizierter.

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Carsten Kemmling

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