Die Yacht, von der Malizias Flügel stammen: Brite bekommt geheimnisvollen IMOCA-Neubau

"Gewinnen ohne Emissionen"

Seit Monaten ranken sich Gerüchte um den potenziellen Skipper eines IMOCA-Neubaus , der bei der Black Pepper Werft in Nantes entsteht. Das Projekt geistert durch die Listen, auf denen die potenziellen Vendée-Globe-Teilnehmer benannt werden. Allein die Identität des Seglers, der damit die Welt bezwingen will, blieb im Dunkeln.

So soll OceansLab von Phil Sharp aussehen. Gut zu sehen die gebogenen Flügel. © OceansLab

Zuletzt war das seit einiger Zeit vor sich hin schlummernde Projekt wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit geraten, als Boris Herrmann wegen des Schadens an seinen beiden Tragflächen, in große Bedrängnis geraten war und zwingend einen Wechsel vornehmen musste. Er hätte sonst den Etappenstart verpasst.

Da solche mindestens 600.000 Euro teuren Tragflächen nicht als Massenware zu kaufen sind und längst nicht jedes Design zum entsprechenden Boot passt, war es ein glücklicher Zufall, dass ein Paar auf einer Werft in Nantes entdeckt und erworben werden konnte.

Der Manuard Rumpf im Bau bei der Black Pepper Werft. © OKA GEMESI – BLACK PEPPER YACHTEN

Malizia Navigator Nicolas Lunven erklärte: “Es handelt sich um ein Foil-Paar das sich bei den Komposit-Spezialisten Avel Robotics in Lorient in der Endphase des Baus befand. Es gehört zum dritten Manuard-IMOCA, der bei der Black Pepper Werft gebaut wird und erst in diesem Sommer zu Wasser gelassen werden soll.” Das Malizia habe eine Vereinbarung über den Kauf dieser Foils getroffen. Sie wurden zur vollständigen Fertigstellung nach Spanien gebracht und erst am 5. Januar zehn Tage vor dem Start im Schiff eingebaut.

Will wirklich emissionsfrei über den Teich © Phil sharp

Ein Käufer für den Manuard-IMOCA wurde noch nicht genannt. Aber auch dieses Geheimnis ist nun gelüftet.

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Die Yacht, von der Malizias Flügel stammen: Brite bekommt geheimnisvollen IMOCA-Neubau“

  1. avatar Andreas Borrink sagt:

    Das Foto zeigt keinen Rumpf, sondern eine Negativform für einen Rumpf….ob einer drin ist, kann man nicht erkennen.

  2. avatar Till sagt:

    ich finde fast erstaunlich wie “unsauber” die black pepper Rümpfe ohne Lackierung im Vergleich zu solchen von Jason Carrington, Green Marine oder CDK technologies immer aussehen, der PRB Rumpf war beispielsweise auf den Fotos komplett gleichmäßig, kein bisschen Spachtelmasse und keine sichtbaren stellen an denen angesetzt wurde. Hugo Boss war sogar nur mit Klarlack lackiert. auch Malizia sah wesentlich gleichmäßiger aus. scheinbar Werden hier unterschiedliche Fertigungstechniken verwendet. stabilitätstechnisch hat das ganze aber Scheinbar keinen Einfluss denn auch die black pepper imoca scheinen bisher zumindest ziemlich robust zu sein.

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