Transat Jacques Vabre: Jörg Riechers Vorschau vor dem Start am Montag

„Wir segeln um den Sieg "

Das mare racingteam ist gut für die wichtigste Atlantik-Regatta 2013 von Le Havre nach Itajaí, Brasilien, vorbereitet. Jörg Riechers und Pierre Brasseur haben sich mit der Class 40 “mare” viel für das TJV vorgenommen. Der Start wurde wegen Sturm und Streiks auf Mo 14:15 verschoben.

Jörg Riechers möchte beim wichtigen Transat Jacques Vabre einen raushauen © Breschi

Jörg Riechers möchte beim wichtigen Transat Jacques Vabre einen raushauen © Breschi

Der Höhepunkt der Class 40 Saison, das TJV kommt mit Riesenschritten näher. Allerdings mit einer kleinen Verspätung. Petrus und die Hafenarbeiter wollen Sonntag streiken. So soll der Hafen von Le Havre blockiert werden und 9er Böen sollen über das Startgebiet jagen. Deshalb wurde der Start auf Montag verschoben.

Für uns ist es eigentlich egal. Okay, bei 8 Windstärken und Regen gegenan und dazu die fiese Kanalwelle, das sind nicht so umbedingt die Traumbedingungen für den Start eines Transats. Am Montag dürften die Reachingbedingungen mit 5 bis 6 Windsärken da schon deutlich angenehmer werden, zumal wir wissen, dass wir auf diesem Kurs das schnellste Boot haben.

Das Rennen wird nicht einfach werden. Es ist mit 5.300 Meilen sehr lang und taktisch anspruchsvoll. Es wird von Beginn an eine hohe Taktung haben, denn bei Kap Finistere wartet eine Hochdruckbrücke, die die ersten noch so halbswegs easy durchqueren können. Sollte man allerdings dort spät dran sein, denn heißt es sehr schnell Game-Over.

Insofern werden wir das Rennen wie eine Figaro Etappe angehen – Gas geben und tough sein. Da wir eines der am besten vorbereiteten Teams sind und auch als Crew sehr gut zusammenarbeiten, mache ich mir eigentlich keine Sorgen.

Transat Jacques Vabre

Wer wird das Transat Jacques Vabre in der Class 40 gewinnen? “mare” und “GDF Suez” sind Schwesterschiffe und gehören zum engsten Favoritenkreis © Breschi

Wir nehmen das Rennen allerdings nicht auf die leichte Schulter. Zu stark ist die Konkurrenz. 5 bis 6 Boote können gewinnen. Allen voran unser fast Schwesterschiff GDF Suez, welches einen kleinen Tick schneller ist als wir. Zudem hat Sebastien Rogues mit Fabien Dehayes einen sehr guten Co-Skipper an Bord.

Zu den ganz großen Favoriten zählt auch das spanische Tales Team um den spanischen Offshore Segler Alex Pella. Ihr neues Botin Design macht einen sehr guten Eindruck und aht beim Fastnet Race dieses Jahr schon eindrucksvoll ausgesehen.

Nicht zu vergessen der italienische Top Segler Pietro d Ali, ehemals ein Weltklasse Starbootsegler, mit seinen neuen Verdier Design. Allerdings hat sein Boot sehr wenig Volumen im Vorschiff, und das spricht ein wenig gegen den derzeitigen Design-Trend. Wir verpassen ja gerade unserem Open 60 für das Barcelona World Race eine neue sehr voliminöse Bugsektion.

"mare" hoch am Wind und weit und breit nichts von der Konkurrenz zu sehen. Der Tracker wird täglich Aufschluss geben © Breschi

“mare” hoch am Wind und weit und breit nichts von der Konkurrenz zu sehen, so ist der Plan. Der TJV Tracker wird täglich Aufschluss geben, ob sich das umsetzen lässt. © Breschi

Auch wenn wir hier in Le Havre bei der Class 40 an den Start gehen wird viel über den Einstieg des mare racingteams in die 60 Fuß Szene gesprochen. Gestern sagte mir der Projektmanager von Safran, dass er selten ein so gutes Newcomer Team gesehen hat wie mare und dass er unsere Modifikation des Buges genial findet.

Er meint, dass danach ein super Boot für das Barcelona World Race entstehen könne, was auch noch für das Vendee Globe 2016 aktuell wäre. Selbst der französische Segelgott Michael Desjoyeaux bescheinigte unserem mare racingteam ein vielversprechendes Potential für die Zukunft.

Solche Kommentare drei Tage vor dem Start sind sehr motivierend.

Webseite Transat Jacques Vabre

Pressemitteilung des mare racingteam

Transat Jacques Vabre: Jörg Riechers will mit “mare” um den Sieg segeln

Wenn am Sonntag, 3. November, die wichtigste Atlantik-Regatta 2013 nach Itajaí in Brasilien startet, dann ist auch mare-Skipper Jörg Riechers dabei. Gemeinsam mit seinem französischen Co-Skipper Pierre Brasseur segelt der Hamburger das TJV, eine prestigeträchtige Großregatta, bei der die wichtigsten Hochseeklassen am Start sind. Riechers ist für die Class40 gemeldet. In diesem Feld sind 25 Boote vertreten, darunter fast alles, was Rang und Namen hat, wie etwa der Franzose Sébastien Rogues oder der Spanier Alex Pella. Der Kurs ist mit 5.300 Meilen lang und taktisch sehr anspruchsvoll. „Die ersten Tage werden geprägt sein von starken Winden in der Biskaya, danach heißt es, den portugiesischen Passat mit seinen starken nördlichen Winden optimal auszunutzen. Auch hier gilt, je fitter und mutiger ein Team ist, desto besser wird es am Ende platziert sein”, sagt Jörg Riechers. Der Hamburger, einziger Deutscher im Feld, rechnet sich gute Chancen aufs Treppchen aus.  „Wir werden um den Sieg segeln”, kündigt er an.

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6 Kommentare zu „Transat Jacques Vabre: Jörg Riechers Vorschau vor dem Start am Montag“

  1. avatar Drahtzieher sagt:

    Viel Erfolg!

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  2. avatar breizh sagt:

    Dann wollen wir einmal hoffen, dass Jörg seine Vorsetze umsetzen kann.
    Ich drücke die Daumen, dass es einen erfolgreichen Jahresabschluss gibt.

    Mich würde am Ende der Transat interessieren, wie die Boote wieder zurück kommen (betrifft auch die Minis, falls die überhaupt irgendwann über den Teich kommen)? Vielleicht kann das ja einer hier einmal erörtern. Denn als Charterboote für Törns in der Karibik taugen die Boote ja eher nicht.

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  3. Die Minis werden per Frachter gesammelt zurückgefahren. Die größeren >Sxchiffe hängen in der Regel eine Reihe von Regatten in der karibik oder USA dran und fahren danach (oft) in einer Regatta zurück.

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    • avatar Breizh sagt:

      @ Frank Eckardt Danke für die Antwort. Mit den Mini hatte ich mir fast gedacht. Die sind ja nicht so groß und werden in Lorient ja auch gerne im Hochregallager in den massiven Betonbauten gelagert. Bei den größeren Schiffen war ich mir nicht so sicher, denn die Skipper verbringen ja nicht die gesamte Zeit auf der anderen Zeige des Atlantiks und so viele Regatten können es ja auch nicht sein. Und von Süd-Brasilien bis hoch nach Québec zu kommen, um wie im letzten Jahr dann in einer Regatter nach St. Malo rüber zu brettern, ist ja fast schon genauso weit, wie wieder zurück zu segeln.

      Habe dank Ihrer Antwort auch Ihren Link zu Ihrer Homepage und Ihrem Mini-Projekt gefunden. Kannte ich bisher nicht. Viel Erfolg weiterhin und schön, dass es auch in Deutschland und dann noch in Berlin solche Ambitionen gibt. Werde im nächsten Sommer einmal sehen, ob Ihr Boot wieder in der alte Base des Sous-Marins liegt.

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  4. avatar coist sagt:

    Schade, wieder um einen Tag verschoben.

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  5. avatar wooling sagt:

    Alles Gute für Jörg und sein Team. Ich fände es toll, wenn er nach der Chocolat auch JV gewinnen würde.
    Hau rein und hab Spaß

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