Erste The-Ocean-Race-Etappe: Holcim gewinnt vor 11th Hour – Schäden bei Malizia

"Sie sollten nicht denken, dass sie uns einholen können"

Kevin Escoffier hat mit seinem Team auf Holcim-PRB bei The Ocean Race souverän den ersten großen Sieg nach seinem Vendée Globe-Untergang eingefahren. Was hinter dem Erfolg steckt.

Die Siegeryacht im Flug. © Holcim – PRB

Holcim-PRB hat das Ziel in Mindelo an der nordwestlichen Ecke der Kapverdischen Inseln knapp drei Stunden vor Charlie Enright und seiner Crew auf 11th Hour Racing Team erreicht. Mehr als 200 Meilen dahinter segelte Paul Meilhat auf Biotherm und Benjamin Dutreux mit Robert Stanjek folgte mit Guyot Environnement – Team Europe gut 50 Meilen achteraus.

Die 1.900 Seemeilen lange Etappe von Alicante zu den Kapverden war ein ernsthafter Test für die Segler und das Material. Auf den sehr leichten Wind nach dem Start folgte eine hammerharte Kreuz mit über 50 Knoten Gegenwind. Und dann folgte ein langer Speedrun genau vor dem Wind, bei dem die Crews den maximalen Speed aus den Maschinen pressten.

Dabei erreichten sie auf dem Atlantik dauerhaft spektakuläre Geschwindigkeiten und lernten viel über die Leistungsfähigkeit der eigenen Boote aber auch die der Konkurrenz. Während es zu Beginn des Vorwindkurses so aussah, als könne der am besten optimierte  11th Hour IMOCA die ein Jahr jüngere Holcim überlaufen, hielt Escoffier mit seinem Team dann doch souverän dagegen.

Es half sicher, dass Escoffier schon bei der Route du Rhum Ende 2022 gut eine Woche bei solchen Bedingungen mit Wind genau von hinten seine Einstellungen gegen die schnellsten IMOCA LinkedOut, Apivia und Charal testen konnte und starker Vierter wurde. Paul Meilhat (Biotherm) etwa musste – auch behindert durch kleinere Schäden – abreißen lassen.

Holcim – PRB erreicht als Etappensieger den Hafen von Mindelo. ©Sailing Energy / The Ocean Race

Bei dieser ersten harten IMOCA Ocean-Race-Etappe mit Crew – das Ocean Race Europe vor einem Jahr war überwiegend von leichtem Wind geprägt –  machte sich die Belastung der Segler bemerkbar. Seekrankheit spielte eine große Rolle.  Während der ersten beiden Tage konnten die Segler weder essen noch schlafen. Es kam auch zu Schäden. Aber alle Beobachter atmen auf, dass es in der IMOCA-Flotte noch nicht den befürchteten Totalausfall gab. Bei einer Mini-Flotte von fünf Booten würde das schon einen großen Teil der sportlichen Spannung nehmen.

Schäden bei Malizia

Zwar haben sich auf den Booten  lange “To-Do”-Listen angesammelt, die die Segelteams während dieses kurzen Zwischenstopps abarbeiten müssen.

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Carsten Kemmling

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