eSailing-Bundesliga: Zwölf Finalisten stehen fest – Bahnsen dominiert für Hamburg

"Erwartungen übertroffen"

Nach dem siebten Spieltag der erstmals ausgetragenen eSailing-Bundesliga powered by BAY stehen die zwölf Finalisten fest. 68 Clubs waren an den Spieltagen in je fünf Rennen gegeneinander angetreten.

Der Hamburger Segel-Club mit dem deutschen eSailing-Meister 2019 Johannes Bahnsen an der Pinne hat nach sieben Spieltagen souverän die Vorrunde der eSailing-Bundesliga gewonnen. Bei den sieben Regatten, die jeweils mit fünf Rennen in ausgelosten vier Gruppen bestritten wurden, schaffte Bahnsen die Serie 6/1/2/2/2/1/1 (Ergebnisse Vorrunde). Er gewann 19 von 35 seiner bisherigen Rennen.

eSailing Bundesliga Gesamtrangliste nach sieben Spieltagen

Der Hamburger gewann auch den letzten Spieltag vor dem Finale mit fünf Siegen in fünf Rennen.

Ergebnisse vom 7. Spieltag

Bahnsen bestätigte damit die Hochform, die er aktuell auch mit einem Sieg auf internationalem Parkett bewiesen hat.

Bahnsens Sieg bei einem der aktuellen eSailing World Championship Events, bei dem jeweils mehr als 10.000 eSkipper mitmachen, mit der Idealpunktzahl 100…

…Acht Siege in Folge bei den ersten acht Rennen.

Damit hat sich Bahnsen in der Weltrangliste auf Platz sechs vorgeschoben und auch seinen deutschen Widersacher Jonathan Koch überholt. Der eSailer aus Überlingen vom Bodensee war in der Welt schon unter den Top drei platziert, macht nun aber erstmal eine Pause und rutschte international auf Rang 12 zurück. Bei der eSailing-Bundesliga ist er dennoch voll dabei und zieht für den Bodensee-Yacht-Club-Überlingen auf Rang zwei in das Finale ein.

Auch hinter den Ergebnissen der übrigen Vereine stecken Einzelkönner, die regelmäßig bei der virtuellen internationalen Rennserie punkten. Beim Dritten, dem Schlei Segel-Club sitzt Kurd Schröter an der virtuellen Pinne, der im Ranking der laufenden Deutschen Meisterschaft auf Virtual Regatta Inshore auf Rang fünf liegt. Dafür werden jeweils seit dem 1. März 2020 die Punkte der dauerhaft jeweils für zwei Tage laufenden Challenges addiert. Jemand, der jetzt erst in Serie einsteigt, kann also nicht mehr vorne landen. Schröter wird beim Erstligisten von der Schlei teilweise per Headset von Luke Willim und weiteren Teamkollegen assistiert.

Luvtonnenrundung beim 7. Spieltag

Hinter dem viertplatzierten Segelclub Undine Offenbach steckt der junge Lasersegler Felix Laukhardt, der auch auf internationalem eSailing-Parkett immer stärker wird. Beim fünftplatzierten Mühlenberger Segel-Club aus Hamburg ist das eBundesliga-Ergebnis eine echte Teamleistung. Verschiedene Skipper sind im Team aber Till Krüger sorgte bisher für die besten Ergebnisse – unter anderem mit einem Sieg am ersten Spieltag. Krüger gelang auch das Kunststück, bei der von den Seeseglern (Stollerngrund Ultras) organisierten virtuellen MAIOR Jonathan Koch im Finale zu schlagen (81 Teilnehmer, Ergebnisse).

Vorwind-Dreikampf mit visualisierter Adeckung.

Auch beim Flensburger Segel-Club auf Rang sechs haben verschiedene eSailor die ursprüngliche Idee des Vereinswettkampfes mit Leben gefüllt. Neuzugang Gordon Nickel ist als Mitorganisator der eMAIOR ebenso dabei wie Cedric Menzel oder Florian Jakobtorweihen.

68 Vereine waren an den sieben Spieltagen der eSailing-Bundesliga mindestens einmal am Start. “Unsere Erwartungen wurden hinsichtlich des Interesses und der Leistungsdichte bei weitem übertroffen”, sagt Anke Lukosch von der Deutschen Segel-Bundesliga. “Wir hatten mit 30-40 Clubs gerechnet, am Ende waren es fast 70. Das freut uns natürlich sehr. Das hohe Niveau führte zu ausgesprochen spannenden und knappen eSailing-Rennen.”

Knapper Zieleinlauf in der Gruppe B

Aufgrund der erhöhten Teilnehmerzahl wurde die Anzahl der am Finale teilnahmeberechtigten Clubs von ursprünglich sechs auf zwölf erhöht. Dafür hat sich die Liga ein neues Wertungsformat überlegt. Demnach ist in der Gesamtwertung noch nichts entschieden. Die zwölf Bestplatzierten der Gesamtrangliste kämpfen im Finale am 5. Juni 2020 um den Titel „eSailing-Meister der Segelvereine“.

Dafür nehmen sie ihre Endplatzierung nach der Vorrunde als Punktzahl mit in das Finale. Die wird dann zu den drei doppelt zählende Medalraces addiert, und die vier besten Vereine ziehen danach in die Final Series ein.

Dort geht es dann darum, wie im erprobten Sailing Champions League Finale zwei Siege einzufahren, um als Gesamtsieger festzustehen. Der Führende nach der Medal Race Serie hat den Vorteil, mit einem Sieg in das Finale einzuziehen.

Das Finalsystem der eSailing Bundesliga

Nach Beendigung des siebten Spieltages qualifizierten sich die folgenden Clubs für das Finale:

1          Hamburger Segel-Club (HSC)
2          Bodensee-Yacht-Club Überlingen (BYCÜ)
3          Schlei-Segel-Club (SSC)
4          Segelclub Undine Offenbach (SCU)
5          Mühlenberger Segel Club (MSC)
6          Flensburger Segel-Club (FSC)
7          Blankeneser Segel-Club (BSC)
8          Wassersport-Verein Güstrow 1928 (WVWG 1928)
9          Württembergischer Yacht-Club (WYC)
10        Düsseldorfer Yachtclub (DYC)
11        Segel-Club Wiking (SC Wiking)
12        Plöner Seglerverein (PSV 1908)

Der Hamburger Segel-Club, der von seinen 35 bisherigen Rennen 19 gewinnen konnte, zieht als Führender ins Finale ein. Der Bodensee-Yacht-Club Überlingen als Zweitplatzierter mit bisher 15 gewonnenen Rennen, segelt ebenso chancenreich um den Gesamtsieg mit.

Das Finale wird am 5. Juni ab 17.30 Uhr live auf Facebook, YouTube und segelbundesliga.de durch das Broadcasting-Unternehmen SailTracks übertragen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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