eSailing DM: Meister nach 20 Jahren Segelpause

"Ich dachte nicht an eine Chance"

Der Deutsche Meister 2020 im eSailing heißt Dirk Dittschke. Er setzte sich im Top-Ten-Finale gegen die Liga-Segler Jonathan Koch und Knud Schröter durch. Titelverteidiger Johannes Bahnsen rutscht auf Rang fünf ab.

Der neue Deutsche Meister im eSailing heißt Dirk Ditschke und ist 46 Jahre alt. Er gewann das Finale der deutschen eSailor, die nach dem Start der Qualifikationsserie am 1. März auf den ersten zehn Plätzen lagen.

Für das fortlaufende nationale Ranking in der Virtual Regatta Inshore Simulation konnte man bei den täglich laufenden internationalen Challenge-Regatten, die auch für die eSailing WM zählen, Punkte sammeln. Und die Zählweise belohnte Können, aber auch viel Fleiß. Umso spannender, dass die Community beschloss, den diesjährigen Meister in einem Top-Ten-Finale zu ermitteln.

Ergebnisse der deutschen eSailing Meisterschaft 2020

Das Ranking nach der Qualifikation ging als ein Lauf in die Gesamtwertung ein und wurde zu den fünf Finalrennen addiert, die in den Bootsklassen J/70, Laser, 49er, Nacra17 und F50 stattfanden.

Vierkampf um den Titel

Als Führender ging der amtierende Meister Johannes Bahnsen vom Hamburger Segel-Club ins Rennen. Aber er rutschte auch durch technische Probleme auf den fünften Platz ab. Der Weg zum Titel wurde schließlich ein Vierkampf. Am Ende trennte nur ein Punkt trennte die vier bestplatzierten Skipper.

La Cuffia gewinnt die Deutsche Meisterschaft im eSailing

Jonathan Koch alias Roxyoni schien gute Karten in der Hand zu haben. Der Vizemeister des Vorjahres, der einige Monate in der Weltrangliste eine Top-Drei-Position behauptete bevor er eine eSailing-Pause einlegte, schob sich mit einer soliden Serie ins Vorderfeld. Der Zweitliga-Steuermann vom Bodensee-Yacht-Club-Überlingen musste dafür aber im letzten Rennen Dirk Ditschke alias LaCuffia abfangen, der mit 1/1/2 in die Serie gestartet war. Und der mit dem schnellen F50 Katamaran sein schlechtestes Ergebnis (8.) einfuhr. Aber Kochs sechster Platz reichte nur zum Vize-Titel.

La Cuffia beim überlegen Laufsieg mit dem eLaser

Noch näher dran war Knut Schröter alias knud34, Vorschiffsmann beim Erstligisten Schlei Segel-Club. Er lag im Finallauf schon solide auf Rang zwei, der locker zum Titelgewinn gereicht hätte, ließ sich durch Winddreher und Penalty aber bis auf den siebten Platz zurückreichen.

So konnte Dirk Ditschke seinen Erfolg am Ende kaum glauben. “Das ist wirklich überraschend. Ich dachte nicht, hier eine Chance zu haben. Ich hatte viel Glück, dass die anderen beiden im letzten Rennen auch nicht sehr gut gesegelt sind. Aber das hat dann ausgereicht.”

Im Gegensatz zu seinen härtesten Konkurrenten auf dem virtuellen Wasser hat er seit gut 20 Jahren eine Segelpause eingelegt, nachdem er eine Zeitlang im Korsar aktiv war. Nun fehle aber die Zeit und das Wasser in der Nähe. Er ist überzeugt davon, dass man beim eSailing viel über das Regattasegeln lernen kann. “Ich würde das gerne einmal wieder ausprobieren.”

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

Ein Kommentar „eSailing DM: Meister nach 20 Jahren Segelpause“

  1. avatar pl_ditschke sagt:

    zum ersten Mal vom eSailing erfahren habe ich vor einem Jahr hier auf dieser Seite – Vielen Dank! 🙂

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