Fast40+: Die neue RAN vom Skype-Erfinder – Ausstieg aus der TP52 SuperSeries

Heißes Teil

Der schwedische Skype-Gründer Niklas Zennström (52) hat einen heißen 40 Fußer für eine neue Klasse aus der Taufe gehoben. Eine der schnellsten deutschen Yachten sagte dafür ab.

Sexy: Der neue 40er von Niklas Zennström. © Fast40+

Die letzte Regatta der 52 SuperSeries in Menorca 2017 dürfte Niklas Zennström den Rest gegeben haben. 2012 war er einer der Gründer der TP52 SuperSeries, die nach dem Ausstieg von Audi von den Eignern finanziert wurde. Und in sechs Jahren steuerte er seine schwarze RAN viermal auf Rang drei.

Die RAN mit abgeschrägtem Deck fürs bequeme Ausreiten. © Fast40+

Aber diese vergangangene Saison verlief nicht mehr nach dem Geschmack des erfolgsverwöhnten Schweden, der im September 2005 den Internet-Telefondienstes Skype für 3,1 Milliarden Dollar an ebay verkauft hat. In Menorca segelte er auf Platz 9 von 11 Booten, und das bedeutete in der Saison-Gesamtwertung Rang sechs.

Minimalistisches Deckslayout. © Fast40+

© Fast40+

© Fast40+

Zennström schien lustlos zu agieren. Vermutlich war er in Gedanken schon bei seiner neuen Yacht, einer maßgeschneiderten RAN für die Box Rule der FAST40+ Klasse, die im Solent beheimatet ist.

Niklas Zennströms neue FAST40+ Yacht RAN. © Louay Habib/FAST40+ Class

© Louay Habib/FAST40+ Class

Der britische Zirkus mit den kleineren 40 Fußern war gegründet worden, um die heißen 40 Fußer in einer Klasse zu versammeln, in der sie ohne Vergütung segeln. Die Regatten bestehen aus einer Mischung aus Up&Downs und und etwas längere Mittelstrecken-Rennen um Fahrwassertonnen. Diese Rennserie ist hierzulande insbesondere durch die Beteiligung der deutschen GP42 “Silva Neo” in den Fokus gerückt.

Das Silva-Neo-Team war zehn Jahre im Regattazirkus aktiv und hört nun auf. © Silva Neo

Die junge Flensburger Crew mit Steuermann Dennis Gehrlein segelte 2017 stark auf Rang drei. Das Team hat aber inzwischen bekannt gegeben, dass es sich nach zehn Jahren vom Rennzirkus zurückziehen wird.

Die Fast40+ Klasse sollte bestehende moderne 40 Fuß Racer unter einen Hut bringen. © Fast40+

Es wäre wohl auch schwer gewesen, sich gegen Yachten wie den Neubau der RAN behaupten zu können. Das Carkeek-Design aus Vollkarbon weist ein minimalistisches Layout auf, um den Windwiderstand zu verringern. An Deck sind nicht einmal Fockholepunkt-Schienen zu sehen. Und beim Segelsetzen wird mit Fallenschlössern gearbeitet um die Zahl der Klemmen an Deck zu verringern. Die Crewpositionen sind weit nach hinten verlagert, um besonders unter Gennaker ergonomisch viel Gewicht ins Achterschiff verlagern zu können.

Zennström hat sich auf die Fahnen geschrieben, insbesondere junge Segler in das Team zu integrieren. Das ist auch deshalb möglich, weil nur fünf Profis an Bord erlaubt sind. Der britische Taktiker Adrian Stead ist der renommierteste Mann an Bord.

Die Bauphase des 40 Fußers RAN:

 

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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Ein Kommentar „Fast40+: Die neue RAN vom Skype-Erfinder – Ausstieg aus der TP52 SuperSeries“

  1. avatar Bendix Silva sagt:

    Schickes Teil und cool, dass die Fast40+ Klasse hier Erwähnung findet.
    Wir hatten gute Zeiten im Solent, anbei noch ein paar Ergänzungen.

    Das Bild zeigt noch unser altes Boot, eine Evento 42 aus IMS-Zeiten.
    2017 beendeten wir die Fast40-Serie als gesamt 5., konnten allerdings bei zwei Events auf’s Podium fahren.
    Gewertet wird nach IRC innerhalb eines sehr engen Rating-Bandes was grundsätzlich dazu führt, dass auch ältere Designs competitve sind, vorausgesetzt, sie werden gut gesegelt.

    Mehr Infos gibts hier:
    https://www.facebook.com/silvasailing/

    http://www.berthon.co.uk/yacht-sales-brokerage/yacht-for-sale/gp42-silva-neo/

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 24 Daumen runter 0

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