Fastnet Race: Ex Volvo-Ocean Race-Siegeryacht gewinnt berechnet – “Outsider” starker 4.

Entscheidung am Felsen

Tilmar Hansen hat mit seiner TP52 “Otusider” das Podium des Rolex Fastnet Races knapp verpasst. Aber mit Rang vier schaffte er eines der besten deutschen Fastnet Ergebnisse aller Zeiten.

Es sind noch nicht alle Yachten beim Rolex Fastnet Race im Ziel, aber schon jetzt haben die Veranstalter einen Sieger nach berechneter Zeit benannt. Die noch segelnden Yachten können keinen der vorderen Plätze mehr belegen.

Sonnenungergan am Fastnet Rock. © ROLEX/Kurt Arrigo

Das ist gut für Tilmar Hansen. Denn der 69-jährige Gründer der Modekette New Yorker, Immobilien-Investor und zweimalige Admiral’s Cup-Sieger (1983/85) aus Kiel liegt nach berechneter Zeit auf Rang vier in der Gesamtwertung.

Romantischer Moment vor dem Felsen. © ROLEX/Kurt Arrigo

Ein starkes Ergebnis. Aber die größeren Yachten wurden diesmal von den Bedingungen bevorzugt. Die vier schnellsten Schiffe in der Handicap-Wertung unter insgesamt 263 ins Ziel gekommenen Crews – 16 segeln noch, 54 haben aufgegeben – gehören zur größten von fünf IRC-Klasse, der IRC Zero.

Die Siegeryacht “Wizard”. © ROLEX/Kurt Arrigo

40 Minuten fehlten “Outsider” berechnet zum Podium. Mehr war nicht drin, sagt Skipper und Projektleiter Bo Teichmann. Besonders die Siegeryacht “Wizard” wurde auf höchstem Niveau gesegelt.

 

Das Trimaran Duell

Dabei ist der Sieg der US-Yacht wahrlich kein Wunder. Die Brüder David und Peter Askew haben eine beachtliche Erfolgsserie im Kielwasser, seit sie den Volvo 70 kauften, mit dem 2012 Franck Cammas unter dem Namen “Groupama” überlegen das Volvo Ocean Race gewonnen hat.

Erst siegten sie im Februar bei der RORC Caribbean 600 und vor einem Monat beim Transatlantic Race von Newport nach Cowes. Die Askews nahmen zum ersten Mal beim Fastnet Race teil, und sie holten nach einer sechsjährigen französischen Siegesserie, den erste Gesamtsieg für die USA seit 30 Jahren.

Das First Ship Home “Rambler”. © ROLEX/Kurt Arrigo

Vor sechs Jahren kauften sie den ehemals französischen Volvo 70und betrieben damit ein fortlaufendes Hochsee-Programm inklusive der großen Regatten wie das Sydney-Hobart-Race. David Askew führt aber die jüngsten Erfolge darauf zurück, dass er den Landsmann Charlie Enright mit seinem Vertrauten Mark Towill in die Verantwortung genommen hat. Zusammen skipperten sie bei den beiden jüngsten Volvo Ocean Races (Team Alvimedica, Vestas 11th Hour Racing) .

Start im Solent. © ROLEX/Carlo Borlenghi

Die Großen verfolgen die Kleinen kurz nach dem Start. © ROLEX/Carlo Borlenghi

Sie brachten eine internationale Allstar-Crew zusammen unter anderem mit dem kanadischen Volvo Ocean Race Gewinner Richard Clarke (Illbruck), Rob Greenhalgh und dem zweimaligen australischen Volvo-Navigator Will Oxley.

David Askew sagt: “Natürlich haben wir das beste Team zusammengestellt, das wir zusammenstellen konnten. Wir haben ein Boot, das wir jetzt seit zwei Jahren im Einsatz haben, das wir speziell gekauft haben, um zu versuchen, alle großen Ozeanrennen der Welt zu gewinnen. Aber dieser Erfolg hat meine Erwartungen übertroffen.”

Auf Rang zwei landete der Franzose Nicolas Groleau mit einem vom Landmann Sam Manuard entworfenen, für die IRC-Formel optimierten Neigekieler vom Typ Mach 45. Platz drei belegte die in einer TP52-gebaute aber für die IRC-Segelei ausgerüstete “Tala” von dem Briten David Collins.

Ergebnis Rolex Fastnet Race 2019

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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