Finn Dinghy Galerie: Warum eine 64 Jahre alte Klasse immer noch Freunde findet

Faszination Finn Dinghy

Die tschechische Fotografin Pavlina Soukupova zeigt faszinierende Ansichten vom Finn Dinghy Segeln in Valencia. Die PR-Maschine der Klasse funktioniert vorbildlich.

Finn Dinghy

Finn Dinghy kracht durch eine Welle vor Valencia. © Pavlina Soukupova

Wenn man über moderne, zeitgemäße Segelsportgeräte spricht, die maximalen Segelspaß garantieren sollen, wird normalerweise nicht auf Anhieb das Finn Dinghy genannt. Die Konstruktion des schwedischen Friseurs Rickard Sarby ist 64 Jahre alt und seit 1952 olympische Bootsklasse.

Mit segelfertigen 140 Kilogramm ist das Boot deutlich schwerer und langsamer als vergleichbare aktuelle Designs auch wenn es inzwischen mit Kohlefastermast und Foliensegel aufgerüstet wurde. Es benötigt einen ganzen Mann von deutlich über 90 Kilogramm auf der Kante, um es schnell zu segeln und ist eigentlich nicht wirklich massentauglich.

Dennoch schafft es die Klasse, erstaunliche Felder an den Start zu bekommen. Woran liegt das? Einer der Gründe ist die vorzügliche PR. Jüngste Beispiel sind die Arbeiten der tschechischen Fotografin Pavlina Soukupova.

Der italienische Finn Dinghy Silbermedaillen-Gewinner 2000 Luca Devoti, der die meisten Boote der Klasse baut und verkauft und in Valencia seine Dinghy Acadamy betreibt (Finn-Video), hat die Fotografin engagiert und der britische Klassen PR-Profi Robert Deaves verteilt ihre und andere außergewöhnlichen Ansichten vom Segelsport in der Welt.

Die PR-Maschine Finn Dinghy funktioniert vorzüglich und die Fans des Uralt-Designs sitzen in den wichtigsten Entscheidungsgremien. Selbst der IOC Präsident Jaques Rogge ist ein alter Finn Segler.

Die alteingesessenen Finn-Enthusiasten schwören auf ihre gewachsene Klasse und der Olympiastatus spült nach wie vor Nachwuchs auf die internationalen Regattabahnen. Ein schönes Beispiel für eine erfolgreiche Außendarstellung. Es sollte Vorbild für andere Klassen sein.

Das erste Showdown der Schwergewicht-Einhand-Szene startet beim World Cup in Palma am 30. März. Dafür trainieren die internationalen Trainingsgruppen in Valencia oder direkt vor Ort wie der Franzose Jonathan Lobert, der in Weymouth die Bronzemedaille gewonnen hat. Das Video zeigt ihn bei der Arbeit:

Deutsche Finn Dinghy Klassenvereinigung

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

4 Kommentare zu „Finn Dinghy Galerie: Warum eine 64 Jahre alte Klasse immer noch Freunde findet“

  1. avatar Uwe sagt:

    Nächste Finn-Regatta ist übrigens der
    Krefelder Finn Cup 1.0 auf dem zuschauerfreundlichen Elfrather See
    16 Mar 2013 – 17 Mar 2013
    U.a. hat Lennart Luttkus, dessen Videos wir hier bereits bewundern konnten, gemeldet.

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

    • avatar Uwe sagt:

      Der Krefelder Finn Cup musste heute leider abgesagt werden, da sich stellenweise eine Eisschicht gebildet hat.

      Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  2. avatar Guido sagt:

    Die Finn-EM in Warnemünde (direkt im Anschluss an die Warnemünder Woche) ist sicherlich auch ein Highlight dieses Jahr:
    http://www.raceoffice.org/Finn_ec2013

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

  3. avatar Stefan Schafft sagt:

    sehr, sehr gute Fotos

    Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *