“Foncia” und “Virbac” 5. und 6. nach Pit Stop. “Mapfre” versteckt sich.

Die Zigarette danach...

Loick Peyron entspannt sich beim Reparieren der Travellerschiene mit einer Zigarette. © FNOB

„Foncia“ hat das Pit-Stop-Rennen gegen den direkten Konkurrenten „Virbac-Peprec“ gewonnen. Nach 18 Stunden im Hafen von Recife sind Michel Desjoyeaux und Francois Gabart mit neuer Bug-Crashbox wieder zurück im Rennen.

Die französischen Kollegen Jean Pierre Dick und Loick Peyron segeln mit neuer Traveller-Schiene knapp 65 Meilen hinterher. Peyron ließ sich betont entspannt beim Zigaretten-Rauchen ablichten. Die Favoriten haben sich auf Platz fünf und sechs knapp vor der „Neutrogena“ wieder auf den Weg gemacht und liegen aktuell 212 und 277 Meilen hinter der führenden „Estrella Damm“.

Der kaputte "Foncia"-Bug. Dramatisch sieht es auf den ersten Blick nicht aus. © FNOB

Die Aufholjagd kann beginnen. Beide Yachten sind aktuell die schnellsten im Feld. Und ihre durch den Stopp erzwungene westliche Position mag strategisch nicht die schlechteste sein. Die bisher auf Platz zwei liegende „Mapfre“ mit den spanischen 49er Olympiasiegern und Weltmeistern investiert bei der komplizierten Umsteuerung des St. Helena Hochs offenbar auch in einen westlichen Kurs.

Eine andere Perspektive der beschädigten Crash Box unter dem Bugspriet-Ansatzpunkt beim nächtlichen Eintreffen in Recife.© FNOB

Martinez und Fernandez haben jetzt sogar den Stealth-Modus eingeschaltet, durch den sie bei sechs aufeinander folgenden Positionsupdates von den Bildschirmen der Konkurrenz verschwinden. Diese Option kann viermal während des Rennens in vier verschiedenen Abschnitten genutzt werden.

Die Situation in Recife war skurril als die ehemaligen beiden Führungsyachten mitten im Rennen dort anlegten. Beide Teams duschten im selben Appartement und warteten darauf, dass ihre Shore-Teams die Reparaturarbeiten möglichst zügig ausführten.

Die Situation am 16.1. "Foncia" und "Virbac" liegen westlich gut platziert. "Mapfre" ist im Stealth-Modus unsichtbar. "Neutrogena" (rot) hält auf Platz sieben Anschluss.

Desjoyeaux erklärt im Interview und per Animation den Austausch der Crash-Box. Sein Schiff wurde von zwei Kränen hochgehievt. Davor lag die „Virbac-Paprec“ in einigem Abstand zur Mole, um Schäden durch Schwell zu vermeiden. Trotz der scheinbar weniger komplexen Reparatur der Travellerschiene war das Virbac-Team langsamer beim Pit-Stop als die „Foncia“ und verlor einige Meilen. „Bei diesem feuchten Klima trocknete das Harz nicht sehr schnell“, erklärte ein Shore-Crew-Mitglied.

Die "Boxengasse" in Recife. Im Vergleich zur Formel 1 ist das Ambiente noch ausbaufähig. © FNOB

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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