Francois Gabart: Wie der Vendée Globe-Sieger sein neues Autopilot-System testet

Vertrauenstest

Eigentlich ist Alex Thomson für die Stunts in der Einhand-Szene zuständig. Aber nun präsentiert auch Francois Gabart eine spektakuläre Show-Einlage. Sie hat einen sinnvollen Hintergrund.

Das nächste große Ding in der Einhand-Szene ist die ultimative Regatta der 100 Fußer um die Welt. Start: Am 29. Dezember 2019. Dafür lotet die Szene die Grenzen der Technik aus und überschreitet sie. Im April warf Armel Le  Cleac’h seinen 100 Fuß Foiler Trimaran um und fügte ihm schwere Schäden zu.

Francois Gabart hat zwar im Dezember seine Rekord-Weltumsegelung geschafft, aber er hält sein Boot für zu langsam, um gegen die neuen Waffen der Konkurrenz bestehen zu können. Deshalb bastelt er an einem neuen Geschoss. Um diesen Riesen-Foiler aber beherrschen zu können, muss insbesondere der Autopilot besonders leistungsfähig sein.

Die Entwicklungen auf diesem Gebiet haben den IMOCAs bei der Vendée Globe einen vielleicht größeren Leistungsschub gebracht, als die Bestückung mit Tragflächen. Die Autopiloten können schneller steuern als der Skipper.

Ohne sie wären die 100 Fußer nicht zu beherrschen. Und die zu erwartenden Fortschritte an dieser Front gehören zu den entscheidenden, die später den Unterschied im Rennen ausmachen werden.

Foiler-SUP hinter dem ferngesteuerten Tri

Deshalb investieren die Teams viel Zeit in innovative Lösungen. Wie weit der Macif Rennstall dabei gekommen ist, zeigt ein neues Video, das Francois beim ultimativen Vertrauenstest zeigt.

Fracois Gabart lässt sich auf seinem Foil Board vom unbemannten Foil-Trimaran ziehen.

Er lässt sich von einem unbemannten Diam 24 Trimaran ziehen, der mit Tragflächen bestückt ist – also eine verkleinerte Version seines 100 Fußer Trimarans. Dabei testet er die neueste Version der Firma Madintec, mit der er schon seit 2015 zusammenarbeitet.

Gabart zeigt dabei auch noch seine Fähigkeiten als SUP-Foiler-Pilot. Er hat keine Probleme, sich auf dem kleinen Board mit Tragfläche zu halten. Nur als es zu schnell wird bekommt er Probleme. Es gebe zwar einen Stop-Knopf auf der Fernbedienung am Handgelenk, aber mit dem könne man nicht die Segel fieren.

Das sollte sich für den 100 Fußer noch ändern. Sonst wird der Franzose nicht sehr viel weiter kommen, als Kollege Le Cleac’h.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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