Golden Globe: Mark Slats zeigt Törn im Super8-Vintage-Style – Warum er Angst hatte

"Ich begann zu beten"

Der beim Golden Globe Race zweitplatzierte Niederländer Mark Slats zeigt den ersten Teil seiner Reise im klassischen Super8-Format. Nach dem Ziel deckt er auf, dass er im Sturm über Bord gegangen ist.

Der 41-jährige Holländer Mark Slats (Porträt) hat nach seiner Zielankunft über die  beängstigendsten Momente seiner Weltumsegelung berichtet. Er erlebte sie im Indischen Ozean, als er von demselben 60-70-Knoten-Sturm heimgesucht wurde, der den Iren Gregor McGuckin und den Inder Abhilash Tomy zur Aufgabe zwang.

Mark Slats hat noch bei der Zielankunft in Les Sables alle Hände voll zu tun. © Christophe Favreau / PPL / GGR

“Wir hatten vereinbart, alle drei Stunden in Funkkontakt zu bleiben”, sagt Slats. Und das habe auch zweimal gklappt. “Aber beim dritten mal meldete sich niemand.” Da habe er sich große Sorgen gemacht. Erst später erfuhr er, dass beide gekentert waren und ihre Riggs verloren hatten.

Mark Slats

Freude über den zweiten Platz beim Golden Globe Race. © Christophe Favreau / PPL / GGR

Kurz danach traf es auch ihn heftig. Zweimal schlug er mit dem Mast aufs Wasser. Beim ersten Mal ging er über Bord. Die Lifeline riss ihn zurück ins Boot. Beim zweiten Knock-Down füllte sich die Kajüte bis zur Höhe des Kartentisches. “Da begann ich zu beten.”

Seine “Ohpen Maverick” drohte zu sinken. Und Slats wusste nicht, ob sein Pumpen erfolgreich sein würde. Eine Stunde lang pumpte er per Hand. “Dann wurde mein Flehen erhört”. Auch  die beiden Elektropumpen funktionierten. Das Schiff leerte sich.

Die Ankunft von Mark Slats:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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