Golden Globe: Norweger in Nöten – Are Wiigs Olle Enderlein 32 vor Kapstadt entmastet

Rigg verloren, Hilfe nicht nötig

Der Golden Globe Race Skipper Are Wiig aus Norwegen hat der Wettfahrtleitung per  Satellitenanruf berichtet, dass er auf seiner 32 Fuß Olle Enderlein “Olleanna” etwa 400 Meilen südwestlich von Kapstadt das Rigg verloren hat.

Die Position von Are Wiig

Der 58-jährige Yacht- Sachverständige aus Svelvik in Norwegen, ist einer von 12 Skippern, die bei der Golden Globe Solo-Regatta rund um den Globus noch im Rennen befanden. Bei 35-45 Knoten Wind und 7-8 Metern Seegang war er unter Deck als das Rigg von oben kam.

Ein Fenster ging dabei zu Bruch, aber Are berichtet, dass er nicht verletzt wurde und es keine Schäden am Rumpf gibt. Er konnte laufendes und stehendes Gut schnell vom Rumpf schneiden, ließ aber das Vorstag mit dem Bug verbunden. So dienen Segel und Rigg im Wasser als Treibanker.

Are Wiig auf seiner 1973 gebauten Olle Enderlein 32 vor dem Start. © GGR

GGR Wettfahrtleiter Don McIntyre berichtet Wiig habe sich am Telefon gefasst angehört. Er habe schon zuvor ein Problem mit der Windfahnen-Selbststeuerung gehabt und sieben Stunden lang selber am Ruder gestanden. Nun gehe es darum, weiter das Chaos zu beseitigen und einen Plan zu entwickeln.

“Er hat alles an Bord, um ein Notrigg zu bauen. Dabei bestätigte er auch, das EPIRB nicht aktiviert zu haben. Er benötige zu diesem Zeitpunkt keine Hilfe. Die gesamte Sicherheitsausrüstung sei in gutem Zustand. Die Satellitenkommunikation funktioniert gut und die Batterien sind voll geladen.”

Are Wiig bei der Arbeit mit dem Sextanten. Elekronische Hilfsmittel sind beim GGR nicht erlaubt. © PPL/GGR

Das Regatta-Haupquartier in Les Sables d’O’lonne überwacht die Situation und hat  die Rettungsbehörden in Kapstadt sowie die anderen Skipper alarmiert. Der nächste Konkurrent von Are Wiig ist der Ire Gregor McGuckin auf der Biscay 36 “Hanley Energy Endurance”, etwa 40 Meilen nordöstlich von Wiigs Position. Aber McGuckin hat mit den gleichen starken Westwinden zu kämpfen und berichtet: “3. NACHT IM STURM. KEIN SEGEL. TREIBANKER AUSGEBRACHT. ALLES GUT, NUR MÜDE.”

McIntyre fährt fort: “Wir haben die GGR-Flotte alarmiert, aber da Are zu diesem Zeitpunkt nicht um Hilfe gebeten hat, haben wir keine Yachten aufgefordert, von ihrem Kurs abzuweichen.”

Am Abend rief Wiig, der vor dem Rigg-Verlust auf dem vierten Platz lag, ein zweites Mal die Wettfahrtleitung an, um zu bestätigen, dass die Situation an Bord stabil ist. Er bereitete sich darauf vor, das zerschlagene Fenster zu schließen und ist entschlossen, ein Notrigg zu bauen, sobald die Bedingungen es erlauben. Dann wolle er langsam nach Kapstadt zu fahren.

Dort ist Philippe Péché inzwischen sicher angekommen. Der 57-jährige Franzose muss dort seine Selbststeueranlage reparieren und ist durch den Stopp offiziell aus dem Rennen ausgeschieden.

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