Top-Resultat für deutsche Laser

Grotelüschen schafft in Florida den Sprung aufs Treppchen

Simon Grotelüschen in Action auf seinem Laser Foto: privat

Der Lübecker Simon Grotelüschen hat bei der hochklassig besetzten Midwinters-Regatta mit Platz drei seine gute Frühform bestätigt. In Clearwater, dem Ort wo der Optimist erfunden wurde, hievte sich Grotelüschen mit einem dritten Rang im Schlussrennen noch auf das Podium.

Bei überwiegend leichten Winden in Florida gelang dem 24 Jährigen Medizinstudent in den neun Rennen eine konstante Serie inklusive eines Tagessieges (11/4/3/3/1/(46\BFD)/14/15/3). Nach einer Frühstart-Disqualifikation im sechsten Rennen fiel er kurz zurück, zeigte mit dem starken Finale allerdings Nervenstärke.

Lasersailing at it´s best. Raumschots im Vollglitsch. Foto: privat

Bei den 96-Boote-Feld schlug sich auch Malte Kamrath hervorragend mit Platz neun nur vier Punkte hinter Rang sechs. Auch dem Berliner gelang ein Tagessieg.

Überraschender Sieger wurde der junge Schwede Emil Cedergardh, bisher 33. der Weltrangliste, der ebenso überraschend den 32. der Rangliste Lee Parkhill aus Kananda auf Rang zwei verwies. Die beiden Newcomer profitierten von zwei Frühstarts des britischen Olympia-Siegers Paul Goodison, der trotz vier Tagessiegen auf Rang acht landete.

Der Erfolg ist wichtig für das gebeutelte deutsche Laserteam. Insbesondere seit der Abgang von Tobias Schadewaldt vom Laser zum 49er die Trainingsgruppe geschwächt hat. In den vergangenen Jahren war die germanische Laserflotte immer dran an der Weltspitze. Aber der Durchbruch gelang selten.

Der Junioren-Europameister von 2005 bei einer extremen Rollhalse. Foto: privatDer Junioren-Europameister von 2005 bei einer extremen Rollhalse. Foto: privat

Alexander Schlonskis sensationeller sechster WM Platz 2008 war der letzte große Erfolg. Aber selbst der reichte nicht für die Olympiatailnahme in Peking. Schlonski ist inzwischen auf das Starboot umgestiegen.

Besonders Grotelüschen dürfte der gute Start Auftrieb geben. Denn schon beim Weltcup in Melbourne Ende vergangenen Jahres war der Podiumsplatz drin, den sich schließlich Malte Kamrath sicherte. Grotelüschen lag in der Serie lange in der Spitzengruppe verlor aber ebenfalls durch einen Frühstart an Boden. Beim Weltcup in Miami im Januar verpasste er als 14. von 103 Booten knapp das Medal Race.

Die Lasergruppe hatte noch im Dezember bis zu 30 Stunden pro Woche im eisigen Kiel trainiert. Die Flucht in die Wärme dürfte einen guten Start in die Saison gewährleisten. Grotelüschen, der Junioren-Europameister von 2005, gilt mit seinen Gardemaßen von 1,93 Metern Größe und einem Gewicht von 83 Kilogramm als einer der großen Nachwuchshoffnungen im deutschen Segelsport.

Ergebnisse Midwinters Goldfleet:
www.regattaprocessing.com

Homepage Grotelüschen:
www.simongrotelueschen.de

Carsten Kemmling
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