BWR Analyse: Nord-Süd-Split vor Gibraltar

Herrmann auf Platz vier

Nord-Süd-Split vor Gibraltar. "Neutrogena" (braun) hat im Süden hart am Wind Boden gut gemacht, wird aber wie der Rest der Spitze noch einmal wenden müssen.

In der Nacht haben sich Boris Herrmann und Ryan Breymaier auf den vierten Platz vorgeschoben. Der Abstand zum führenden Michel Desjoyeaux ist mit knapp 20 Meilen zwar gleich geblieben, aber die beiden profitieren von ihrem südlichen Kurs nahe des marokkanischen Festlandes.

Denn drei Boote haben die taktische Option auf der rechten Seite der Kreuz vor Gibraltar nahe der spanischen Küste vorgezogen. Sie lagen in der Nacht überwiegend in der Flaute, hoffen aber auf eine östliche Winddrehung in den nächsten Stunden, nach der sie die großen Raumsegel setzen könnten.

Der vierte Platz von „Neutrogena“ besteht also zurzeit nur virtuell. Dennoch macht die Leistung des GER-US-Duos Hoffnung, dass sie im Verlauf des Rennens weiter vorne mitspielen können. Denn im direkten Vergleich sind sie in der Nacht an der aufwendig modifizierten „Mirabaud“ vorbeigezogen.

Allerdings gehört der harte Amwindkurs auch zu den Stärken der „Neutrogena“. Schwierig wird es bei den im Verlauf des Rennens zu erwartenden Power-Reaches. Dann sind die leichteren Konstruktionen der Favoritengruppe im Vorteil.

Die Süd-Gruppe liegt unter der Anliegelinie zur Gibraltar Passage, muss also noch einmal wenden. Dann kann die Nord-Gruppe mit den spanischen 49er Olympiasiegern auf „Mapfre“ noch viel Boden gut machen.

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Carsten Kemmling

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4 Kommentare zu „BWR Analyse: Nord-Süd-Split vor Gibraltar“

  1. avatar Uwe sagt:

    Wenn das Wettermodell, das auf dem Tracker dargestellt wird, stimmt, dann sieht es für die Nordgruppe in der Tat gut aus. Die Grib Daten, die man über UrGrib bekommt (GFS) zeichnen aber ein anderes Bild: Weniger Wind und den aus allen möglichen Richtungen. Spannend…

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  2. avatar Backe sagt:

    Sauspannend!
    Frohes Neues, Jungs!
    Und schön zu wissen, dass sich auch andere jetzt schon mit dem Rennen die Nacht um die Ohren schlagen!
    Das einzige, was ich doof finde, ist die Grafik des Race-Trackers. Da habe ich schon besseres gesehen.

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  3. avatar Stu sagt:

    Gute Analysen ohne das übliche nationale Gequatsche. Danke.
    Übrigens: für Wohnzimmersegler ist http://www.sailonline.org sicher die bessere Alternative zum offiziösen Spiel “The Game”, wenn man auf virtuellem Wasser dem Rennen folgen will. Einfach mal reinschauenn.

    guet goahn

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  4. avatar Manfred sagt:

    Meine Fresse…. Nicht nur Piraten, nein auch der Zoll ist eine Gefahr. Lest selbst:

    “”MIRABAUD: Dominque Wavre (SUI) and Michèle Paret (FRA) have reported that their IMOCA Open 60 Mirabaud had been boarded on Monday by Moroccan customs officials. Approximately 48 miles east of the entrance to the Straits of Gibraltar and 30 miles off the Moroccan coast, officials searched the boat over a period of around 35 minutes, opening many of the couple’s vacuum sealed bags of food and equipment. After receiving a radio call the customs officials left the IMOCA Open 60 Mirabaud without any further explanation””.

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