Hochseesegeln: Wie es da draußen auf See ist – Den 60 Fußer über die Biskaya prügeln

Laut, aber "beflügelt"

Es rauscht, jault, pfeift, quietscht. Wenn man mit gut 25 Knoten Dauer-Speed durch die Biskaya hämmert, spielt das gesamte Orchester des Meeres. Isabelle Joschke nimmt uns mit auf See.

Die Deutsch-Französin Isabelle Joschke hat ihren maximal überarbeiteten 60-Fußer “MACSF” (SR Joschke Interview) bei der Azimut Challenge erstmals im Racemodus über den Parcours geprügelt und einen guten achten Platz im 21 Boote-Feld belegt. Die ehemalige “Safran”  mag schon zwölf Jahre auf dem Buckel haben aber durch ein neues Rigg inklusive Deck-Salinge, sowie extrem langen Tragflächen wurde das Schiff enorm “beflügelt.”

Isabelle Joschke mit ihrer neu beflügelten MACSF. © Ronan Gladu

Wie es sich auf dem Wasser anfühlt dokumentiert Joschke im Video zusammen mit Co Skipper Morgan Lagravière. Die Geräuschkulisse und die heftigen Bewegungen geben einen Eindruck davon, wie es sich für die Skipper auf diesen Yachten anfühlen muss, wenn sie damit im nächsten Jahr wieder alleine um die Welt rasen bei der Vendée Globe. Kein Wunder, dass sich Alex Thomson auf seiner “Hugo Boss” mit einem erstmals völlig geschlossenen Cickpit vollkommen von der Außenwelt abkapselt.

Isabelle joschke, IMOCA, Vendée Globe

Ziemlich entspannt auf den neuen Foils: Isabelle Joschke © miku

MACSF ex Safran von 2007 ist für Isabelle Joschke mit langen Foils bestückt worden. © CHRISTOPHE FAVREAU-DÉFI AZIMUT

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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