“Hugo Boss”: Alex Thomsons Mastbruch nach Mastwalk

Probleme mit der Palme

Auf dem Open 60 “Hugo Boss” ist auf einer Überführung von Portsmouth nach New York der Mast überhalb der obersten Saling gebrochen. Alex Thomson kann den Weg mit seiner dreiköpfigen Crew aus eigener Kraft fortsetzen.

Thomson Jump

Alex Thomson springt auch mal in nicht ganz perfekter Körperhaltung vom Mast. © Hugo Boss

Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Eben noch beim Mastwalk im Rigg herumgehüpft und schon bricht der Spargel mitten auf dem Atlantik. Die Vermutung liegt nahe, dass der Bruch etwas mit Alex Thomsons spektakulären Stunt zu tun haben könnte. Aber so ist es nicht. Denn der Brite hat inzwischen ein neues Schiff.

Seit Anfang April segelt er mit der alten “Virbac Paprec”, mit der Jean Pierre Dick bei der Vendée Globe lange um den Sieg kämpfte und schließlich die verbliebenen 2650 Meilen ohne Kiel absolvierte und auf Rang vier landete.

Favorit für Barcelona World Race

Thomson wird nach dem Kauf eines der besten Boote der Open 60 Flotte als einer der Favoriten für das Barcelona World Race 2014-2015 gehandelt. Er startet mit dem erfahrenen Spanier Pepe Ribes.

Hugo Boss Mast Walk

Der Schwenkkiel ist aus dem Wasser gehoben, aber die Krängung bleibt stabil. © Hugo Boss

Nach einem umfangreichen Refit der neuen Yacht, bei der sie einen neuen Kiel erhielt, sollte sie am 1. Juni erstmals in den Hugo Boss Farben am New York – Barcelona Race teilnehmen, das für die neue Ocean Masters World Championship  installiert wurde.

Thomson hatte allerdings schon erklärt, dass er selber bei der Zweihand-Regatta nicht dabei sein werde, weil in dem Zeitraum seine Frau die Geburt ihres zweiten Kindes erwarte. So freute sich der Amerikaner Ryan Breymaier auf einen Einsatz an der Seite von Pepe Ribes.

Breymaier wollte starten

Breymaier, der ehemalige Partner von Boris Herrmann beim vergangenen Barcelona World Race versucht, selber ein Vendée Globe Projekt zu starten. Ist auch bei der Überführung an Bord und freute sich auf das Rennen. Aber nun könnte der Mastbruch auch seinen Einsatz verhindern.

Denn es ist nicht klar, ob der Schaden behoben werden kann, der bei starkem Wind um 40 Knoten entstand. Ein neues Rigg wird in der kurzen Zeit wohl nicht gestellt werden können, aber die Spezialisten wollen versuchen, die gesicherte Mastspitze wieder zu befestigen.

Die entgültige Entscheidung könne aber erst nach einer genauen Untersuchung des Schadens im Hafen von Newport getroffen werden. Die Segel sollen nicht beschädigt sein.

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Carsten Kemmling

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