ILCA7-WM und 2. Olympiaqualifikation: Buhl gegen Willim – Duell wogt hin und her

Vorteil Buhl

Die neben der 470er-Disziplin spannendste interne deutsche Olympiaqualifikation geht aktuell downunder im ILCA7 über die Bühne. Philipp Buhl schwächelte zur Halbzeit. Nun ist ihm ein Punktsieg geglückt.

Philipp Buhl bei seinem soliden ersten Gold-Fleet-Tag. © Jack Fletcher / Down Under Sail

Der dritte WM-Tag bei der ILCA7-Weltmeisterschaft in Adelaide sorgte im internen Olympia-Duell zwischen Philipp Buhl (34) und Herausforderer Nik Aaron Willim (27) für mächtig Spannung. Buhl, der schon mit Bronze bei der australischen Meisterschaft eine gute Form auf dem WM-Revier bewiesen hatte, hatte mit 3/1/5/5 zwar den viertbesten WM-Start der 153-Boote-Flotte hingelegt, aber dann mit 11/38 einen schwächeren Tag erwischt.

Nik Aaron Willim nach einem guten Tag in der Qualifikationsrunde. © Jack Fletcher / Down Under Sail

Insbesondere der 38. Platz schmerzt, weil er in der Quali-Serie zustande gekommen ist – wenn also drei Gruppen mit je 51 Booten segeln, und es entsprechend einfacher ist, vorne zu segeln. Über die gesamte Serie der 11 Rennen gibt es nur ein Streichergebnis. Und das möchte man sich für die Gold-Fleet vorbehalten, wenn man im Feld der 51 besten Segler schnell einmal weiter hinten landen kann.

Im Vergleich zu Buhl gelangen Willim am dritten Tag nach mühsamem Start zwei fünfte Plätze. Und plötzlich war auch die Olympiaqualifikation wieder offen. In der drei Regatten umfassenden Serie liegt Willim nach einer für beide Skipper enttäuschenden Den-Haag-WM 2023 (12.) nur vier Punkte hinter Buhl. Der Herausforderer war in Holland mit einem finalen Rennsieg noch auf Rang 16 vorgeschossen. Nun war er auch in Adelaide wieder in Reichweite. Sechs Punkte fehlten vor dem Start der Goldfleet-Serie.

Die Ergebnisse nach der WM-Quali. Willim nur sechs Punkte hinter Buhl.

Aber der erste Tag in der Flotte begann für Willim mit einem Supergau. Frühstart! Gleich sieben Boote waren zu früh über der Linie, darunter auch Mitfavorit Pavlos Kontides aus Zypern. Dann folgte noch ein 27. Platz und damit liegt Buhl nun 33 Punkte voraus.

Der Bayer kann damit von Platz sieben aus wieder Richtung Medaille schielen. Aber die ist aktuell 24 Punkte entfernt. Außerdem ist der Streicher (38) eben schon verbraucht. Jeder weitere Ausrutscher kann sehr weh tun.

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Carsten Kemmling

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