Audi Medcup Barcelona: “Container” verpasst Podium, Schümann 4., next stop Germany?

Großer Frust

Enger Kampf an der Linie. Die Vorschiffsmänner von "Quantum", "Container", "All4One" und "Ran" dirigieren ihre Steuerleute zum Start. © Ian Roman/Audi MedCup

Beide deutsche Segelteams haben die Medaillenränge im Audi MedCup Circuit 2011 verpasst. Nach dem frühzeitigen Scheitern des Audi Sailing Teams powered by All4One (Kiel) mit Skipper Jochen Schümann (6.) verpasste am Sonnabend (16. September) in Barcelona/Spanien auch die TP 52-Yacht „Container“ von Udo Schütz aus Selters mit Skipper Markus Wieser in der allerletzten Wettfahrt ihr Saisonziel und wurde nur Vierte.

„Bronze“ schnappte ihr das Audi Azzurra Sailing Team mit Guillermo Parada aus Italien durch einen finalen Tagessieg weg. Die strahlenden Sieger feierten an Bord der „Quantum Racing“ mit Skipper Ed Baird aus den USA, während in der Soto 40-Klasse die spanische „Iberdrola“ vorzeitig gewann.

Die Amerikaner hatten von Beginn der fünfteiligen Grand-Prix-Serie an im Mai an der Spitze gelegen und nach Durchhängern immer dann zur alten Stärke zurückgefunden, wenn es darauf ankam. Es ist ihr zweiter Circuit-Sieg nach 2008, diesmal vor der einheimischen „Bribón“ (Gonzalo Araujo).

Skype-Erfinder Niklas Zennström am Steuer der "Ran" war die große Überraschung mit seinem Sieg in Barcelona. © Ian Roman/Audi MedCup

Mit fünf verschiedenen Gesamtgewinnern in fünf Regatten – die letzte gewann der schwedische Skype-Erfinder Niklas Zennström als Amateureigner und Steuermann seiner „Rán“ – unterstrich die weltweit führende Regattaserie für Einrumpfboote ihr ausgeglichenes, hohes Niveau.

Für die kommende Saison erwägen die Veranstalter eine Änderung der Austragungsorte, nach der auch ein Audi MedCup-Event auf der Ostsee gesegelt werden könnte. Möglicherweise hätte die beiden deutschen Boote dann für ihre Revanche sogar ein Heimspiel.

Während das Team der „Bribón“ auch für Rang zwei Glückwünsche vom spanischen König Juan Carlos erhielt, der das nach 38 Jahren zu Ende gehende Projekt lange persönlich betrieb, saßen Schütz und Wieser noch lange nach dem verpatzten Saisonfinale im Cockpit ihrer Yacht und diskutierten.

An Bord der „Container“ herrschte großer Frust. „Natürlich ist das Abschneiden nach dem großartigen Saisonbeginn eine herbe Enttäuschung, die müssen wir erstmal verdauen“, machten weder der Eigner, noch der Steuermann aus ihren Herzen einer Mördergrube, „aber vor allem müssen wir sie selbstkritisch und schonungslos analysieren.“

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3 Kommentare zu „Audi Medcup Barcelona: “Container” verpasst Podium, Schümann 4., next stop Germany?“

  1. avatar Holger sagt:

    Das war eine tolle Serie, Segeln vom Feinsten.

    Ich würde mir wünschen, dass Udo Schütz mit Markus Wieser weiternacht. Mit guter Vorbereitung sind die Chancen für 2012 auch besser. Das gilt ntürlich auch für Jochen Schümann, der ja sowieso langfristig planen kann.

    Von mir aus, könnte die Serie auch gerne um ein paar weitere Termine aufgestockt werden.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 0

    • avatar stefan sagt:

      …naja, was heisst “langfristig planen”, wenn Schümann jetzt schon in Interviews erklärt, er könne sich vorstellen: “im kommenden Jahr aus dem Segelsport auszusteigen”.

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  2. avatar Hurghamann sagt:

    Da stimme ich zu, die mediale Aufbereitung ist auch klasse. Für nächste Saison paar mehr Regatten und Termine, gerne noch ein paar mehr Starter. Dann kann man die Soto 40 auch weglassen.

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