Irre Segelbilder: Finn-Dinghy Best-Of-Action – Schwerathleten auf dem Wasser

Am Limit

Dieser Tage sind aktuelle Segelbilder rar gesät. Deshalb tut es gut, von den Spezialisten mit hinaus auf die brodelnde See genommen zu werden. Die Besten zeigen, was sie können.

Abflug beim 2019 Finn Gold Cup in Melbourne. © R. Deaves

Die Finn-Dinghy-Klasse hat es in den vergangenen Jahren besonders gut geschafft, die Faszination des Segelsports einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln. Das hängt insbesondere damit zusammen, dass sie sich eine Stelle für Marketing und PR-Arbeit leistet, die der Brite Robert Deaves exzellent ausfüllt.

Die unglaublichen Bilder und Videos von den Finn Dinghys haben dazu beigetragen, dass  sich die Klasse überhaupt so lange im Olympia-Zirkus halten konnte. Es reichte zwar nun nicht, um die Disziplin auch 2024 olympisch aussegeln zu können, aber viele Betrachter der Szene halten das längst für einen der größten Fehler der World-Sailing-Verantwortlichen.

2020 sollten die stärksten Skipper im Segelzirkus noch einmal um Edelmetall segeln. Aber sie müssen sich nun noch bie 2021 gedulden, falls die Olympischen Spiele dann tatsächlich in Japan stattfinden können. Bis dahin können die Bilder der Schwerathleten des Segelsports über die wettkampffreie Zeit hinweghelfen.

Ein Finn Dinghy mag wahrlich nicht zu den modernsten Konstruktionen auf dem Markt gehören, aber es ist eben in der Lage, auch brutalen Bedingungen zu trotzen, bei denen Speedsegler wie 49er oder Nacra17 keine Chance mehr haben, aufrecht über den Parcours zu kommen.

Am Wochenende wäre der Finn Gold Cup in Palma gestartet. Und auch die deutschen Segler lauerten auf die letzte kleine Chance, sich noch das Olympiaticket sichern zu können. Inzwischen wurde diese WM auf den 2.-10. Oktober verschoben. Und zumindest für die Einhandklasse dürften gute Chancen bestehen, dass diese Regatta auch stattfindet.

Sie wird allerdings ohne Philipp Kasüske stattfinden, den viele Jahre lang besten deutschen Finn-Segler. Er hat inzwischen seine Finn-Karriere beendet, damit auch die DSV-Förderung der Klasse. Segel-Partner Max Kohlhoff stellt das vor große Probleme, aber er will nun den Weg alleine zuende gehen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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