ISAF WM Perth: Susann Beucke nimmt Stellung zum 470er Duell der Frauen

"Unheimlich enttäuscht"

Lutz/Beucke und Kadelbach/Belcher (l.) auf getrennten Wegen. © BSV

Susann Beucke macht ihrem Ärger vor ihren letzten beiden WM Rennen der 470er Frauen WM in Perth Luft. Sie beschreibt ihre Bilanz der vergangenen Tage in einer Mail an Unterstützer beim Bayern 2012 Sailing Team:

“Wow! Was ist das für eine Regatta! Diejenigen, die die WM im Internet verfolgen, werden wissen was wir in den letzten Tagen für einen Nervenkrieg mitgemacht haben. Für die anderen werde ich kurz erklären, was bis jetzt passiert ist:

Tina und ich sind super in unsere WM gestartet! Als wir in unserer aller ersten Wettfahrt als zweite an der Luvtonne ankamen, konnten wir es selber gar nicht glauben! Und das sollte nicht das letzte Mal sein, dass wir als einer der ersten die Tonnen rundeten und mit einem hammer Ergebnis ins Ziel segelten. Man kann sagen: Wir konnten ab der ersten Wettfahrt unsere Leistung abrufen.

Dumm nur, dass das andere deutsche Team in der Zwischenzeit gar nicht zurecht kam und sich nach zwei Renntagen schon weit hinter uns befand. Anstatt sich selber nach vorne zu segeln, sah Kadelbach/Belcher es als schlauer an, uns nach hinten zu segeln.

Laut Regelwerk ist es seit kurzem erlaubt, ein Boot ohne Rücksicht auf sein eigenes Ergebnis, nach hinten zu segeln. Und auch von Seiten des Verbandes gibt es keine Einschränkungen.

Ab dem 5. Rennen (am 3. Segeltag!!) legten Kathrin und Rike ihren Fokus auf Match Racing mit uns.  Das heißt, sie versuchten uns an einem guten Start zu hindern, fuhren jeden Schlag auf der Kreuz mit, versuchten Protestsituationen mit uns zu provozieren und behinderten uns natürlich auch mental. Bei einem hohen Level, wie es hier bei der WM herrscht, hatten wir keine Chance mit diesen Störfaktoren ein gutes Rennen zu fahren.

So haben es Kadelbach/Belcher alleine am heutigen Tag geschafft, uns von Platz 11 auf 20 zu segeln. Unser Traum vom Medal Race ist damit leider vorbei! Und unser Ziel Olympia 2012 hängt durch diese Art von nach hinten segeln mittlerweile auch am seidenen Faden! (Für uns beide!!) Um in London dabei zu sein, müssen Tina und ich mindestens auf dem 18. Platz liegen und die 14. Nation sein. Zur Zeit liegen wir, wie gesagt, auf dem 20. Platz und sind die 14. Nation.

Wir sind unheimlich enttäuscht, dass bei unserer Olympiaqualifikation leider komplett der sportliche Geist und die Kollegialität fehlt!

Morgen ist für uns der letzte Segeltag und wir haben noch zwei Rennen zu segeln. Wir haben nun wirklich nichts mehr zu verlieren und werden alles dafür tun, um auf den 18. Platz zu kommen. Da jedoch morgen, wie auch heute, mit “Match Race Attacken” zu rechnen ist, können wir nicht versprechen ob unser Plan gelingt!! Wir geben Alles!!!!”

Tina und Sanni

via Chr. Nordhoff / BSV

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Carsten Kemmling

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75 Kommentare zu „ISAF WM Perth: Susann Beucke nimmt Stellung zum 470er Duell der Frauen“

  1. avatar Christian sagt:

    so, und bevor sich nun alle auf Kadelbach/ Belcher stürzen: Wäre toll, von denen auch eine Stellungnahme zu lesen. Möglicherweise stellt sich die Situation aus ihrer Sicht anders dar.

    Ich kann mir jedenfalls noch keine gesicherte Meinung oder gar ein Urteil bilden

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    • avatar set sail for fail sagt:

      Die Stellungsnahme seitens Kadelbach: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=SPZcIIDmz10 (Hat irgendwer eine andere Position erwartet?)
      Also, wen wollen wir beide Olympia sehen? Diejenigen, welche bei der WM knapp am Medalrace dran waren bzw. drin gewesen wären oder diejenigen, welche ganze 2 Punkte Vorsprung hatten, vermutlich deutlich verloren hätten, aber im Rahmen der Regeln es doch noch geschafft haben? Kann im Endeffekt wirklich das bessere Team seine Träume in Erfüllung gehen lassen?
      Es wird den beiden jedoch nicht nur die Chance auf Olympia, sondern auch eine geniale WM versaut, was ich zutiefst bedauere. Im Moment bezweifel ich es leider, dass diese Geschichte zu Gunsten von Lutz/Beucke ausgeht, man kann nur hoffen, dass sie in diesem Fall durch eine solche Situation viel dazulernen und die nächsten Olympischen Spiele (hoffentlich bleibt der 470er überhaupt olympisch!) eine Medaille holen.
      Zum Glück ist das Problem beispielsweise im Star, 49er & Laser nicht derart ausgeartet und so die Hoffnungen auf überragende Ergebnisse nicht vollkommen erloschen.

      Für den Fall der Fälle: Wer ist Schuld, wenn am Ende gar kein Team zu Olympia fährt?

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  2. avatar Thomas sagt:

    Vielleicht kann man ja die Diskussion zum vorherigen Artikel umlinken, damit hier nicht ein Parallelblog zum gleichen Thema entsteht.

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  3. avatar Frank sagt:

    SORRY……………………….. !!

    Wo ist den da der Verband DSV???
    Wo ist den das S”Team”G ??
    Wie schaut das den von Aussen (Team England, Spanien,Italien …), Presse ect. aus ?!!
    Es ist vielleicht eine Olympiaausscheidung, es ist aber auch das Segelevent überhaupt in dem Bereich unseres Sports, medial wirksam und noch dazu die Plattform findet nur alle vier Jahre statt.

    “Also kommt in die Buschen und schießt euch nicht ins Knie indem Ihr euch gegenseitig abschießt.
    Bei der Olympiade schließlich geht es trotz dem olympischen Gedanke darum möglichst eine Medallie
    zu holen, wenn nicht gar Gold. Also zeigt es den anderen Teams das ihr Das draufhabt.

    Oder auf Downunder “kill the beasts”

    😉

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    • avatar set sail for fail sagt:

      Der DSV wird sich da nicht einmischen und da nur Lutz/Beucke im STG sind, ist deren Meinung sowieso eindeutig (“Mädels, wir drücken euch die Daumen!!!” Zitat STG Facebook).

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      • avatar Frank sagt:

        Na und !
        Welcher Chef vom DSV oder welcher Trainer gibt denn den Mädels für so einen behinderten Auftritt sein ok ?
        Die Regelauslegung der ISAF ist doch nicht dazu da den vorletzten letzter werden zu lassen, um dann irgendeinen hirnlosen Erfolg einzufahren, der die Basis einer Olympiateilnahme sein soll.
        Ich gratuliere jedenfalls den Verantwortlichen zu der gelungene Aktion.
        Habt Ihr toll hinbekommen!
        Mit dem Codex kann man bei den Spielen sicher beeindrucken.

        Katrin ich kann euch im Sinne von John sicher gut verstehen, aber beraten werd ihr langfristig besser gewesen, wenn ihr noch einen Tagessieg aufs Packet gelegt hättet.
        Tina ich hoffe, dass ihr aus der herben Lebenserfahrung gestärkt hervorgeht und ich euch in den naechsten Jahren auch deshalb als Weltmeisterinnen sehen darf.

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  4. avatar Segler sagt:

    …ist denn das Ergebnis der Qualifikation überhaupt bindend für den DSV?

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  5. avatar John sagt:

    “Wir sind unheimlich enttäuscht, dass bei unserer Olympiaqualifikation leider komplett der sportliche Geist und die Kollegialität fehlt!”

    Der sportliche Geist würde mE fehlen, wenn die beiden einfach zugesehen hätten, wie die anderen ihnen die Quali wegschnappen. Wer Kollegialität will, der soll halt nen Mannschaftssport machen…

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    • avatar Jon sagt:

      Was betreibst Du eigentlich für einen Sport. Selbst im Einhandbereich geht nichts ohne Kollegialität. Ich weiß ja nicht wie Du Dir das vorstellst. Da steht der Lasersegler an der Slippbahn und braucht seinen Trailer, und dann bittet er Dich um Hilfe und Du sagst ihm dann: ” He, wenn Du einen Mannschaftssport willst dann bist Du beim Segeln falsch” oder wie ? Ganz zu Schweigen, dass die meisten Boote von Manschaften bewegt werden.

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      • avatar John sagt:

        Man kann sich gegenseitig helfen und sich in der Wettfahrt dennoch nichts schenken. Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun.

        Frau Beucke erwartet hier anscheinend einfach, dass sich ihre Konkurrenz nett zurückhält. Aber “nett” ist im Leistungssport einfach keine Kategorie.

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  6. avatar Uwe sagt:

    In dem Zweikampf beider Mannschaften wird m.E. deutlich, wer das bessere Team ist.

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  7. avatar V wie Vendetta sagt:

    sag mal ist das hier euer ernst?
    es geht hier darum, dass deutschland an der olympiade vertreten ist. wenn die kadelbach nerven zeigt und nicht fähig ist auf solchen veranstaltungen leistung zu zeigen dann hat sie absolut nicht das recht anderen das leben schwer zu machen.
    nur weil es regeltechnisch legal ist, kann man es menschlich durchaus als assozial bezeichnen.
    go for gold!
    go tina und sanni!

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  8. avatar Uwe sagt:

    Es ist absolut normal, dass ein Führender den Konkurrenten deckt, wenn es um den Sieg (auch in der Quali) geht.

    Ainslie hat das in Perth mit Postma ebenso ebenso gemacht und es hat niemanden gestört. Auch bei Olympia ist dies gang und gäbe.

    Lutz / Belcke sind offenbar das schwächere Team, das sich gegen Kadelbach / Belcher nicht durchsetzen kann und nun versucht, den Zwikampf vom Wasser in die Medien zu verlagern !

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    • avatar John sagt:

      Richtig. Die einzige Kritik, die ich habe, ist, weshalb man eine WM zu einem nationalen Ausscheidungsrennen macht…
      Dafür können die Athleten aber nichts.

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    • avatar Jon sagt:

      Was für einen Quatsch gibst Du da von Dir. Wenn Lutz/Belcke so schlecht sind, warum sind sie dann hier vor Kadelbach/ Belcher und waren das auch in Kiel?

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      • avatar John sagt:

        Netter Diskussionsstil, Herr Quasi-Namensvetter…

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        • avatar Jon sagt:

          He, das ist weder eine Beleidigung noch verboten. Nur weil es nicht nett ist …

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      • avatar Uwe sagt:

        Wenn ich recht informiert bin, führen Kadelbach / Belcher in der Quali mit 2 Punkten.

        Ich fine es nicht schön, dass Lutz & Co immer, d.h. nach Kiel nun auch in Perth in der Öffentlichkeit auf die Tränendrüsen drücken, statt sich auf dem Wasser durchzusetzen.

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    • avatar Maui sagt:

      @ Uwe:

      Dein Ernst? Ich weis ja nicht wie du zu der Aussage kommst, aber wenn das der Fall ist, dann frage ich einfach mal so in den Raum, wie es möglich ist, dass das “schwächere Team” sich in diesem Jahr gegenüber Kadelbach/ Belcher hat durchsetzten können. Ein Team dessen Erfahrung um Jahre zurückliegt und nur mit Talent, Biss und Liebe zum Sport ausgeglichen werden kann.
      Wenn sie wirklich besser wären, dann würden sie es auf dem Feld zeigen genau wie es das Credo der Olympischen Spiele besagt: “Das Wichtigste ist nicht, erobert zu haben, sondern gut gekämpft zu haben.”

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      • avatar John sagt:

        “Das Wichtigste ist nicht, erobert zu haben, sondern gut gekämpft zu haben.”

        Und genau das machen Kadelbach/Belcher: Um ihre letzte Chance nach den Regeln zu kämpfen.

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        • avatar Maui sagt:

          Also unter gut kämpfen verstehe ich was anderes. Das hat was mit Ehre und Moral zu tun und Kadelbach sagt selbst im Interview, das es nicht der schönste Weg ist.
          Aber naja jedem das seine.
          Und ich wette meiner Eier drauf, das sich ein Großteil der anderen Nationen richtig darauf beömmelt was da gerade abgeht^^

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      • avatar Uwe sagt:

        @ Maui
        Kadelbach / Belcher kämpfen auf dem Wasser und versuchen ihren 2-Punkte Vorsprung, den sie vo Perth hatten, zu retten.
        Lutz / Beucke jammern dagegen – wie in Kiel – wieder nur in der Öffentlichkeit, statt das Duell auf dem Wasser auszutragen.
        .

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  9. avatar Felix sagt:

    Die Verhaltensweise von Kadelbach/Belcher ist sportlich ein Armutszeugnis. Für den deutschen Segelsport ist das der Witz des Jahres. Man müßte bald meinen, zu hoffen, dass wenigstens kein Nationenplatz für die 470er Damen herauskommen sollte.

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  10. avatar Pedro sagt:

    Tja, da wird halt deutlich was Frau K. zu Hause bei Papa und Brüderchen gelernt hat……

    Egozentrik und Unfairniss….

    Aber Papi wird schon richten…

    Kopschüttel

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    • avatar Kadelbach sagt:

      Pedro oder wie auch immer Du heisst:

      Ich finde es legitim die Taktik von Team Kadelbach/Belcher (eines Jochen Hunger / Ben Ainsle / Paul Goodison) kontrovers zu diskutieren. Ich bezweifle, dass sich die “Jungs” auf diesem Niveau lange damit aufhalten für sich außerhalb des Bereichs der für Sie geltenden Regeln die Begriffe “Fairness”, “Kollegialität”, “Nett” usw. zu definieren. Ich habe auch so meine Zweifel, ob es legitim ist von einem “Sportler” der auf diesem Top-Niveau fast ein Jahrzehnt für seinen “Lebenstraum” kämpft zu verlangen das “nationale Interesse” vor den eigen Lebenstraum zu priorisieren. Man wird dies aber als gesunden Egoismus bezeichnen dürfen, wobei dies auch keine ganz neue Erkenntnis in Bezug auf Sportler auf diesem Niveau wäre.

      Ich jedenfalls wäre an deiner Stelle in zweifacher Hinsicht vorsichtig:

      1. Sich aá la Waldi mit einem Weizen in der Hand über einen Dir auf diesem Niveau unbekannten Sport ein derartiges Urteil anzumaßen und

      2. dabei auch noch sippenhaft die gesamte Familie zu beleidigen.

      Keine Ahnung, wer Du bist und welche Klowände Du sonst in der Freizeit beschmierst, aber wenn es irgendetwas gibt, was Du gerne klären möchtest:

      philipp@kadelbach.de

      Philipp Kadelbach

      PS:Gerne auch auf dem Wasser, jederzeit….

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      • avatar Felix sagt:

        Ich gebe Philipp recht. Man kann – wie ich ja auch – die Verhaltensweise sachlich und auch engagiert diskutieren. Aber den Boden der Sachlichkeit derart plump und dumm zu verlassen, ist schon beschaemend, “Pedro”!

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  11. avatar Christian sagt:

    Leute, man kann Kadelbach/ Belchers Vorgehen für falsch und auch unfair halten. Aber Vokabeln wie “behindert”, “asozial” und dergleichen sind unterste Schublade und fallen auf diejenigen zurück, die sie verwenden.

    Also: Bitte in der Sache deutlich, im Ton sportsmanlike bleiben.

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  12. avatar Kommt die Rache? sagt:

    Und wenn der Nationenplatz in Perth flöten geht, wirds beim nächsten Event noch spannender. Dann können Lutz/Beucke u.U das Olympiaticket für Kadelbach/Ziegelmayer, ähh Belcher über den Nationenplatz vernichten…

    Ich traus ihnen nicht zu, würde sie dabei aber moralisch unterstützen!!!

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  13. avatar Uwe sagt:

    Der direkte Zweikampf gehört auch bei enem Fleet-Race ganz einfach mit dazu, wenn es um die Wurst geht:

    Bei den Finns wurde Pieter Jan Postma in Perth der WM-Titel genommen, da er von Ben Ainslie in WF 10 gedeckt und auf Rang 7 runtergedrückt wurde. (“His [Ainslie’s] plan seemed clear before the start and he sat on Postma throughout the race to push him as deep as possible.” Quelle: IFA)

    Gejammert hat Postma jedoch nicht, obwohl er durch den Verlust des 1. Platzes indirekt sicher viel Geld und Ansehen “verloren” hat. Ich finde dass sich Lutz / Beucke daran ein Beispiel nehmen sollten.

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    • avatar Lyr sagt:

      Da ging es um die Wettfahrtserie, hier geht es aber um die Qualifikationsserie wo nur noch zwei mit segeln. Eine ganz andere Situation mM und deshalb nicht miteinander zu vergleichen. Genauso hinkt der Vergleich mit (eines Jochen Hunger / Ben Ainsle / Paul Goodison) …

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  14. avatar Stephan sagt:

    wenn ich sowas sehen muss bin ich a. froh Star zu segeln und b. froh das wir demnächst mit solcherlei, dem ioc und ähnlich liederlich nichts zu schaffen.

    Star. International! Klasse!

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    • avatar Star sagt:

      ….bei Star-Seglern gibt es so etwas natürlich nicht, da gibt es dann lieber ab und zu eine aufs Maul. 😉

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  15. avatar christian 2.4 mr chiemsee sagt:

    Ein albtraum für die Betroffenen, bleibt zu hoffen, dass die seglerisch Fairen am Ende Glücklicher sind.

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  16. avatar bowman sagt:

    Man mag mich ahnungslos, naiv oder altmodisch nennen – nach hinten segeln find’ ich krank! Egal, ob’s die ISAF erlaubt oder nicht. Ich fand schon das Finale in Sydney zwischen “dem großen” Ainslie und Robert Scheidt einfach nur widerlich. Ich glaube, keine andere Sportart außer unserer erlaubt es sich, in einem Wettkampf mit einem Teilnehmerfeld das aktive Verschlechtern der Position des Konkurrenten auch noch gut zu heißen, und das, ohne die eigene Position in diesem Wettkampf zu verbessern. Man stelle sich das einmal beim Zehnkampf im abschließenden 10.000 m Lauf vor – nicht auf Zeit laufen, sondern rempeln und blockieren. Das widerspricht meinem Verständis von Fairness.

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    • avatar Uwe sagt:

      @bowman
      In den meisten Sportarten wird der Sieg dadurch errungen, das man den Gegner nicht zur Entfaltung kommen lässt und die gegnerischen Schwächen ausnutzt. Das wird daher meistens sogar intensiv trainiert.

      Ich find’s übrigens auch nicht schlimm, wenn bei den 470er Damen die Entscheidung erst bei der WM 2012, also direkt vor den Olympischen Spielen fällt und alle Damenteams noch einmal eine Chance erhalten.

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    • avatar Lyr sagt:

      “– nicht auf Zeit laufen, sondern rempeln und blockieren”

      das wäre dann aber nicht nach den Regeln.
      Ich stimme Uwe zu jeder Sportler auf diesem Niveau muss sich auch mit den Schwächen seiner Gegner auseinandersetzen und darf diese gegen ihn ausspielen, wenn er sich an die Regeln hält… dies findet in jeder Sportart statt, auch beim Zehnkampf!!

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      • avatar Uwe sagt:

        Zumindest bei den hierzulande beliebtesten Sportarten mit den höchsten Zuschauerzahlen, wie z.B. Fussball, Tennis, Boxen, etc. geht es darum, die gegnerischen Schwächen aktiv auszunutzen.

        In diesem Sinne finde ich den direkten Zweikampf bei den 470er Damen übrigens auch spannender als ein langweiliges Fleetrace und fühle mich von den Damen gut unterhalten 🙂

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  17. avatar Sep sagt:

    Hier haben sich eindeutig zwei Parteien gebildet! Jeder sympathisiert hier sein eigenes Team. Dennoch kann ich nicht nachvollziehen, auf was für ein Niveau ihr euch hier herablasst!!!!!!!
    Sicher, ich kann das Team Kadelbach verstehen. Ein Traum jeden Sportlers ist es zu den olympischen Spielen zu fahren, und dafür sollte man auch alles tun dürfen wie es die Regeln erlauben. Und das tun die Beiden in dem Falle einfach!
    Ist es allerdings die richtige Taktik im Sinne des Sportgeistes? Ich denke, NEIN! Wie UWE schon mehrfach erwähnt hat, sollte die “bessere” Mannschaft gewinnen. Aber ist man die bessere Mannschaft, wenn man anderen Teams seine Leistung nicht abrufen lassen kann? Uwe, wie willst du urteilen wer, besser ist?
    Ich persönlich finde es schade, dass ein mögliches gutes deutsches Ergebnis auf eine solche Art zerstört werden musste! ISAF-Reglement hin oder her…

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    • avatar John sagt:

      Besser in einem Spiel oder Sport ist, wer die VORHER festgelegten Kriterien besser erfüllt.
      Die Kriterien sind klar, die Regeln sind eindeutig. Wer am Ende nach diesen Kriterien besser ist, ist nach diesen Kriterien besser. Ein Gejammer von wegen, bei anderen Kriterien wäre das aber anders ausgegangen, hat was von einem kleinem Kinde, das beim Mensch-Ärger-Dich-nicht-Spiel mittendrin die Regeln ändern möchte.

      Ob die Regeln und Kriterien langfristig sinnvoll sind, da kann man sich sicherlich drüber streiten. Aber das auf dem Rücken von Kadelbach und Belcher auszutragen, finde ich nicht richtig.

      Die versuchen halt erfolgreich zu sein. Wenn sie das nicht versuchen würden, dann wären sie im Leistungssport fehl am Platz.

      Zu einem großen Sportler gehören doch verschiedene Dinge:
      – nach den Regeln spielen
      – dem Gegner mit Respekt gegenübertreten
      – Erfolg anzustreben
      – mit Anstand Siegen und Verlieren können

      Eher befremdlich finde ich, dass hier der Nationengedanke so hoch gehängt wird. Dies sollte meiner Meinung nach abgeschafft werden – zu Olympia sollen die besten Segler (unabhängig von ihrer Nationalität). Wenn dann da bspw zwanzig Briten rumfahren und kein Deutscher, dann ist das halt so. Gegen das Abendland auch nicht unter von.

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      • avatar Sep sagt:

        ” Ein Gejammer von wegen, bei anderen Kriterien wäre das aber anders ausgegangen, hat was von einem kleinem Kinde, das beim Mensch-Ärger-Dich-nicht-Spiel mittendrin die Regeln ändern möchte.”

        Halt mal den Ball flach! Ich habe lediglich meine Meinung geäußert und hier weder Kadelbach/Belcher angefriffen, noch dich! Also kannst du dir auch solche Niveaulosen Kommentare sparen!

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        • avatar John sagt:

          Genau dieser Satz war nicht an Dich gerichtet.
          An Dich war nur die Antwort auf die Frage gerichtet: Wie legt man fest, wer besser ist ? Mit Kriterien und Regeln.

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          • avatar Sep sagt:

            Hast du vollkommen recht!!! Nur sind das meiner Meinung nach die falschen Regeln!
            Deshalb sagte ich ja auch, dass das Verhalten von denen nachzuvollziehen ist.

            Nur von sportlicher Seite finde ich es sehr traurig. Lutz/Beucke wurde einfach die Chance verwehrt, sich durch “eigene” gute Leistungen gute Platzierungen zu ersegeln. Wär der Kampf durch Deckungsschläge auf der Regattabahn abgelaufen, OK! Aber diesess konsequente Versauen des Starts, ohne eine eigene Leistung in Betracht zu ziehen, finde ich nicht richtig!

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      • avatar Hobby-Regatteur sagt:

        Den “Nationengedanken” abschaffen sei die Lösung?

        Konsequenterweise dann bitte auch die nationale Sportförderung beenden.

        Mögen die besseren schon ihre Sponsoren finden…

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        • avatar John sagt:

          Das ist mein Reden seit langem. Wer zu schlecht ist, einen Sponsor zu finden, der soll halt weiter Hobbysport machen. Davon geht die Welt ja auch nicht unter.

          Warum wir Sportsoldaten und -polizisten haben, die irgendwelche Randsportarten betreiben, wollte mir noch nie in den Kopf.

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          • avatar Torsten sagt:

            Oh Gott! John! Von Little John? Das Recht des Stärkeren? Ich dachte, dass homo sapiens nach Ebner-Eschenbach schon etwas weiter wäre. Wenigstens ein bisschen. Nach Ihrer Logik würde es erfolgreich nur noch Fußball geben. Es sei denn, dieser hätte bis heute die Gladiatorenkämpfe noch nicht verdrängt…

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          • avatar John sagt:

            Torsten, warum zahlt der Steuerzahler viel Geld für Sportsoldaten/-polizisten? Kannst Du mir einen vernünftigen Grund nennen? Das Geld wäre im Breiten- oder Gesundheitssport doch viel besser aufgehoben.

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          • avatar Torsten sagt:

            @John
            Antwort auf Ihre Frage etwas weiter unten:

            Weil Breitensport ohne Leistungssport und die “Werbewirkung” der Vorbilder nicht funktioniert. Würde es anders sein, wäre sicher schon der eine oder andere Haushaltspolitiker auf die Idee gekommen 😉

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          • avatar John sagt:

            Falsch. Die Politiker wollen sich im Erfolg ihrer Schützlinge sonnen. Das ist der Grund für die Nähe der Politik zum Sport…

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          • avatar Torsten sagt:

            @John
            Ach, und Audi und BMW engagieren sich nur, weil sich die Vorstandsvorsitzenden “sonnen” wollen? Wenn das Engagement zu höheren Absätzen von Pkw und höherem Bekanntheitsgrad der Marke führt, dann sollte es auch geeignet sein Jugendliche zum aktiven Sport zu bewegen. Meine Kinder haben Sportler als Vorbilder, die sie durch ihre Leistungen und Erfolge eben auch motivieren Sport zu treiben. Was wäre Olympia ohne nationale Helden?
            Ich will nicht in Abrede stellen, dass es die “Bräunungsabsicht” vereinzelt geben wird, sie aber als hauptverantwortliche Motivation darzustellen, um in der Bildersprache zu bleiben, wirft schon ein gewisses Licht auf den Autor.
            Und außer Ihnen hat das auch noch niemand gemerkt und das dumme Volk (inklusive Opposition) hat die Einsparmöglichkeit bei diesem Haushaltstitel deshalb noch nicht entdeckt. Ich schlage vor eine Petition einzureichen 😉

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  18. avatar Max sagt:

    Die logische Konsequenz für Tina Lutz kann da nur sein: Wenn sie es nicht schafft, sich bei der WM 2012 für Olympia zu qualifizieren, dann kann sie sich wenigstens für diese WM revanchieren und Kathrin Kadelbach nach hinten segeln, so dass Deutschland keinen Nationenplatz erhält. Alles regelgerecht und moralisch nicht anders zu bewerten als Kadelbachs Verhalten jetzt. Verantwortlich dafür sind der Verband und die Trainer, die Kadelbach angeblich grünes Licht für ihr Verhalten gegeben haben.

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  19. avatar Uschi sagt:

    Liebe Leute, jetzt haltet doch mal den Ball flach…
    Wir haben hier eine Situation die der DSV durch seine Nominierungskriterien herbei geführt hat. Das Verhalten von Kadelbach/Belcher gegenüber Lutz/Beuke ist im Sinne der Regel vollkommen okay.
    Jeder kann sich darüber seine Meinung bilden und denken was er will, ob dieses Verhalten menschlich in Ordnung ist. Aus meiner Sicht sollte das oberste Ziel sein, den Nationenplatz zu erreichen. Die interne Qualifikation hätte ihren Schluss auf einem anderen Wettkampf finden müssen. Hierdurch wäre es möglich gewesen als Team zu agieren und nicht gegeneinander.
    Das es in den einzelnen Klassen immer wieder vorkommt, dass nicht das Team zu Olympia fährt welches das Nationenticket löst ist schon des öfteren vorgekommen. Beispielsweise zu den Spielen 2000 in Sydney. Alex Hagen löst das Ticket im Star und Marc Pickel fährt. Genau umgekehrt erging es den beiden vor Athen 2004. Pickel löst das Ticket und Hagen darf fahren. Solche vorkommnisse sollten die Medien einmal als Aufhänger nehmen um die Athleten und den Wettkampf darzustellen.
    Ein weiteres gutes Beispiel zeigt wiedereinaml die Starboot Klasse. Dort sind gleich vier Teams damit beschäfftigt das Nationenticket zu lösen anstatt gegeneinander zu segeln. Das Stanjek/Kleen als Vizeweltmeister das Nationenticket und die interene Quali gewinnen zeigt ihre Stärke und postwendend kamen die Glückwünsche der anderen Mannschaften!

    Letztendlich ist das agieren von Kadelbach/Belcher sicher nicht ruhmreich aber im Rahmen der Regeln erlaubt und es ist auch verständlich das persönliche Wohl über das eines Teams zu stellen um sein Ziel im x-ten anlauf zu erreichen! Ob das Ganze überhaupt klappt bleibt abzuwarten, da die interne Quali ohne den Nationenplatz noch nicht einmal das Papier wert ist, auf die sie der DSV gedruckt hat.

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    • avatar Afterguard sagt:

      Entschuldigung Leute, aber was schwadroniert ihr hier von verpasstem Nationenplatz? Hat ihr mal auf die Ergebnisliste von Perth geschaut? Das Ding ist durch, das Medalrace ändert nix mehr! GER ist die 14. Nation (nach Abzug der Doppelstarter und von GBR) hat also den Nationenplatz für Weymouth.
      Ja und es stimmt, dass Lutz/Beucke diesen mit dem 20. Platz gesischert haben. Ja und es ist tragisch, dass sie damit jetzt schon den Platz für Kadelbach/Belcher geholt haben.

      Die Regeln für die Olympiaquali waren doch lange bekannt und wie man damals diversen Medien entnahm galten sie unter den Sportlern und Trainern als transparent und fair. Kritische Stimmen von Sportler und/oder Trainern gab es damals nach meiner Erinnerung nicht, zumindest wurden sie nicht öffentlich gemacht.

      Der Drops ist gelutscht Leute!
      Sympathiemedaillen werden bei Olympia oder im Leistungssport allgemein nicht verteilt, es geht nur darum wer am Ende im Rahmen der Regeln die Nase vorn hat.

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      • avatar Jon sagt:

        Du hast ja Recht. Ist auch egal, dass das schlechtere Team jetzt fährt. Ist auch egal, dass das für viele Leute schlicht amoralisch ist. Ist auch egal, dass sich Topsportler als Vorbilder präsentieren sollten. Ist auch egal, dass alle Anstrengungen Segeln besser in der Öffentlichkeit zu präsentieren bei so einer Vorstellung völlig umsonst sind. Wichtig ist hier nur der persönliche Erfolg in der Olympiaquali. Egal wie er zustande kommt.
        Leistungssport ist nichts für Romantiker und ….. blah blah blah ….. mir kommt das Kotzen.
        Ich bleib dabei, so etwas macht man nicht und basta.

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        • avatar Afterguard sagt:

          Brauchst Du auch nicht machen – Du kannst prima ritterlich mit Deinen Freunden Sonntag nachmittag über den See fahren. Mach ich auch so.

          Manchmal segel ich auch um die Wette und da weiss ich, auf was ich mich einlasse, auch wenn ich nicht alles gut finde, was in den Regeln steht.

          Wieso fährt jetzt das schlechtere Team? Vielleicht das unsympathischere oder bösere, aber wenn die soviel schlechter sind, wieso gelingt es ihnen dann diese Strategie erfolgreich und regelkonform anzuwenden? Weil sie schlechter sind? Wenn Hintertupfingen versucht sich gegen Bayern München hinten reinzustellen, verlieren sie meistens trotzdem. Versuch mal ein besseres Team in einer Wettfahrt irgendwo abzustellen, ich denke es wird Dir (genauso wenig wie mir) nicht gelingen.

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          • avatar Torsten sagt:

            @Afterguard
            Das können Sie nicht ernst meinen! Das ist nicht mal annähernd Obst mit Obst verglichen. In einem Fleetrace unter mehr als 50 Teilnehmern macht EIN Team mit dem anderen am Start unfreiwillig Matchrace. Nach der Hälfte der Fleets! Wenn Ihnen die bewusste Behinderung nicht gelingen sollte (und da geht es nicht um das “Abstellen”, sondern Behindern, um den Top-20 Platz zu verhindern!), dann sind Sie wirklich schlecht. So wie Ihr Vergleich.

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    • avatar Felix sagt:

      Uschi, die Aussagen halte ich fuer falsch. Der DSV hat keine Anreize gesetzt, sich so unsportlich zu verhalten wie es jetzt geschehen ist. In dem Wettbewerb der Qualifikation geht es darum, die beste Seglerin zu ermitteln, die im Fleetrace selber auf Sieg segelt. Es sollte als ungeschriebenes Gesetz der Fairness klar gelten, dass man bei einer solchen Situation, wo die Gegnerin sich durch sauberes segeln in eine deutlich bessere Position gebracht hat, nicht derart den Wettbewerb kaputt macht. Auch wenn es nach den Regeln zulaessig sein sollte, kann ich mir nicht ernsthaft vorstellen, dass bei DSV und vor allem bei den Sponsoren so ein Verhalten Anklang findet. Wir suchen und unterstuetzen doch nicht die beste Match-Racerin, sondern das Team mit den besten Chancen im Wettbewerb. Und da wurde die Nr. 1 der Ausscheidung mit guten Aussichten auf eine Endkampfteilnahme kurz mal eben beseitigt. Das kann der DSV nicht akzeptieren. Das sind unsere Verbandsbeitraege, die da in Foerderung einer kaputten Vorgehensweise vergeudet werden. Wir unterstuetzen doch keine Egotripps einzelner Seglerinnen, sondern die Deutsche Nationalmannschaft. Hast Du Dir das mal ueberlegt????

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      • avatar Afterguard sagt:

        Hallo?

        Nationalmannschaft ist ein Marketinggag von STG.
        Die Nummer 1 der Quali vor Perth war Kadelbach/Belcher.
        Der Verbandsbeitrag eines erwachsenen Mitglieds ist ca. 15 Euro im Jahr.
        Die meiste Kohle kommt aus dem Ministerium (sind also Steuergelder).
        Die regeln waren vorher klar.
        Wer so erfolgsorientiert und fokussiert segeln kann, hat auch gute Chancen bei Olympia, da zählt nicht wer die Netteste ist.

        Sympathiepunkte haben Kadelbach/Belcher sicher nicht gewonnen, genau so wenig wie die Fußballmannschaft die am Ende der Bundesligasaison ihren Titel damit sichert, dass sie im Spiel genen den zweiten nur noch die Bälle ins Aus haut, statt selber auf Sieg zu spielen. Aber Meister werden sie trotzdem und KK/FB haben gezeigt, dass sie ergebnisorientiert segeln können.
        Und wenn Lutz/Beucke so viel besser sind, warum haben sie sich der Deckung nicht entzogen?

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        • avatar RG sagt:

          Ich kann Afterguard nur unterstützen.

          Diese ganze STG Geschichte ist schon unglücklich. Nationalmannschaft. Na ja wen das keinen komischen Beigeschmack hat, was sonst. In welcher Mannschaft sind den K/B? Segeln die beiden eigentlich für Deutschland?

          In zehn Wettfahrten den Sack nicht zu zu machen und sich dann am Ende beschweren, dass man nicht gewonnen hat. Da fehlt vielleicht noch die nötige Reife, in Verbindung mit der schon besprochenen Sponsor Problematik. Das man parteiisch ist, ist doch normal, aber so?

          Jeder möchte als Held gewinnen, klar. Mit Sicherheit auch die Beiden. Jeder der hier auf den beiden rumhackt wird im Leben schon Momente gehabt haben, in der er mit seiner Reaktion oder Handeln nicht zufrieden war.

          Ich möchte noch einmal daran erinnern. Die Regeln haben es erlaubt.
          Hier wurde nicht auf die anderen geschossen. Löcher ins Boot gebohrt oder Gift ins Frühstücksmüsli gerührt.

          Die Beiden sind weder schlechte Menschen, noch sonst wie von Natur hinterhältig.
          Lasst euch nicht aus der Ruhe bringen. Das war bestimmt nicht eure beste Vorstellung, aber das wisst Ihr selber gut genug. Aber die Kommentare die hier teilweise fallen, den Schuh müsst Ihr euch nicht anziehen.

          Ein Fan

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      • avatar Uschi sagt:

        @Felix:
        ich finde es nicht in Ordnung von unsportlichen Verhalten zu sprechen, da das was Kadelbach/Belcher machen nicht regelwidrig ist. Unsportliches Verhalten wird in Regel 69 definiert.

        Sponsoren beim DSV? Welche denn? Das SailingTeamGermany ist eine privat Initiative. Der DSV ist nicht in der Lage so etwas auf die Beine zu stellen. Ist schon interessant das die Gründer ehemalige DSV Kadersegler sind, die der (richtigen) Meinung sind, dass die DSV Förderung nicht ausreichend ist!

        Das Verhalten von K/B ist natürlich kein Aushängeschild schon gar nicht auf der Weltbühne des Sponsorings. Frag doch mal nach warum Stanjek/Kleen keine Nixdorf Förderung bekamen? Sicherlich nicht, weil kein Geld da war, sondern eher weil die Nixdorf-Jungs ihre Konkurenz finanziell unterstützen wollten.

        Ich hätte es auch befürwortet, wenn das Duel der Mädels im 470er über die Ergebnisliste entschieden würde aber das was K/B machen ist nichts verbotenes!

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        • avatar Jon sagt:

          Es ist ein unsportliches Verhalten, auch wenn es regelgerecht ist.

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          • avatar Uschi sagt:

            sorry Jon, aber das ist normales Verhalten im internationalen Spitzensport. Die Regeln lassen dies zu…also ist es per Definition nicht unsportlich, da gegen keine Regel verstossen wird.

            Das Ganze hätte sicherlich nicht diese Ausmaße angenommen wenn es kein Deutsch – Deutsch Duell gewesen wäre, sondern irgend eine andere Nation!

            Vielleicht schaust du dir mal den nachfolgenden link an…Leider in schlechter Qualität aber er zeigt genau das gleiche was K/B mit L/B gemacht haben…Nur sind es eben zwei absolute SegelIkonen im Duell miteinander!

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          • avatar bowman sagt:

            Das war von Ainslie damals genauso fies wie das von Kadelbach jetzt. Bei der Siegerehrung in Sydney haben auch nur die Engländer und die-hard Ainslie Fans
            geklatscht.

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      • avatar Kiel sagt:

        +1

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  20. avatar Frank sagt:

    Ging es da im finalen Rennen um olympisches Gold, das die beiden dann ausgesegelt haben und tatsächlich hat einer von den beiden trotzdem Gold gemacht ? Gutes Beispiel :))

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    • avatar Thomas sagt:

      Findet hier jemand Boxen unsportlich, oder glaubt hier einer St. Pauli wäre, weil sie ja mal gegen Bayern gewonnen haben, der eigentliche Meister der ersten Liga? -Auch wenn ich es Pauli wünschen würde, aber es zählt nun mal nicht nur das eine Spiel!
      Nun aber im Ernst:
      Manfred Curry sagte mal: “Segeln ist eine Mischung aus Schachspiel und Boxen.” -Und ich sage: Das macht den Segelsport ja gerade aus. Segeln ist gerade so faszinierend, weil man das optimale Maß an agressiver und defensiver Taktik wählen muss um für sich das Optimum herauszuholen. -Die eine Taktik ist es so schnell über die Bahn zu kommen wie möglich, die andere ist es weniger schlecht als seine Gegner zu segeln. Und wenn man sich als Sportler eine Führung erarbeitet hat, so darf man sie auch verteidigen. -Mit allen Mitteln, die das Regelwerk einem gibt! -Beim Boxen übrigens auch mit Schlägen! 😉
      -Wer hier meint, Kathrin hätte unsportlich gesegelt, der liegt völlig falsch! -In jeder Klasse wird Matchrace gesegelt! -Und ich schätze in jeder dritten bis vierten Serie wird der Sieg damit untereinander ausgemacht… -Der einzige Unterschied in der Situation hier, ist, dass im allg. keine Olypiaqualifikation, sondern der Seriensieg, der Sieg der Kieler Woche oder die Mitwochsabendregatta-Gesamtwertung vom Ausgang dieses Zweikampfs abhängt. -Wer hier meint Kathrin habe sich unsportlich verhalten, dem unterstelle ich, dass er den Segelsport mit gerade diesem ihm innewohnendem taktischen Potential noch nicht begriffen hat. -Gerade diese taktischen Berechnungen machen den Segelsport so außerordentlich spannend und faszinierend. Kathrin hat zuletzt eine verschwindend kleine taktische Möglichkeit genutzt um ihre Qualifikation zu schaffen. Es gab kaum noch jemanden, der an einen Erfolg für sie glaubte. -Es ist eine taktische Meisterleistung gewesen das Blatt noch so zu wenden und zeugt von ihrer herausragenden seglerischen Qualität, ihrer Willenskraft und Spotlichkeit! Kathrin hat sich die Qualifikation mehr als verdient!
      -Im übrigen wäre die mediale Aufbereitung der Taktik, die hinter diesem Fight auf dem Wasser steckt etwas, was den Zuschauer viel näher an die Idee des Regattasegelns bringen würde, als die einfache Ergebnis-Berichterstattung- und ihn durchaus für den Sport begeistern könnte!
      @ Torsten (Torsten sagt:
      18.12.2011 um 00:02
      @Afterguard
      … In einem Fleetrace unter mehr als 50 Teilnehmern macht EIN Team mit dem anderen am Start unfreiwillig Matchrace. Nach der Hälfte der Fleets! Wenn Ihnen die bewusste Behinderung nicht gelingen sollte (und da geht es nicht um das “Abstellen”, sondern Behindern, um den Top-20 Platz zu verhindern!), dann sind Sie wirklich schlecht.

      –>Ich habe es noch nie beim Matchen im Fleetrace gesehen, das beide Parteien sich freiwillig in diese Situation begeben! -Das ist ja gerade der Witz an dieser Geschichte!

      In diesem Sinne

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      • avatar stefan sagt:

        Boxen ist ja auch ein 1:1 Sport. Ein Fleetrace ist das nicht. Wenn ich dort jemanden gezielt behindere, dann zerstöre ich demjenigen seinen Sport. Das passiert beim Boxen ja nicht, denn dort ist die 1:1 Auseinandersetzung das Ziel.

        …ein besserer Vergleich ist, wenn ein Sportler im Zehnkampf, bei dem der 400m Lauf die schwächere Disziplin ist, gezielt einen Konkurrenten behindert, um den in den Punkten hinter sich zu halten. Eine ganz klare Unsportlichkeit, die wenn sie offensichtlich ist auch geahndet wird.

        Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 2

        • avatar Thomas sagt:

          Lieber Stafan,
          400 m Sprint ist kein taktischer Sport. -Und ich habe noch nie eine Regattaserie erlebt, auf der mich ein anderes Boot nicht zumindest einmal zur Wende gezwungen hätte, oder auf mich raufgewendet wäre! -Das ist alles vollkommen regelgerecht! -Segeln ist eben nicht nur ein Wettlauf! -Segeln ist ein Strategiesport!

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          • avatar stefan sagt:

            …na, dann bist du noch nie 400m gelaufen. Da gibt es genügend “Strategie”, wie man so ein Rennen angeht. Und auch genügend schmutzige Mittel, wie man Konlurrenten in der Kurve behindern kann.

            …ein Fleetrace setzt voraus, dass alle möglichst schnnell das Ziel erreichen wollen. Wenn nun ein Boot beschliesst ein Anders gezielt in diesem Bestreben zu behindern, ohne dabei selber das Bestreben zu haben das Ziel schnell zu erreichen, dann ist das etwas anderes, als auf der Bahn kleine taktische Vorteile zu nutzen um jemanden hinter sich zu halten.

            Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 2

      • avatar Torsten sagt:

        Kein Mensch hat bestritten, dass das Behindern zum Segelsport gehört und den Witz ausmacht. Deswegen ist ja Matchrace so spannend. Nur dabei ist es ja genau das Ziel. Boot gegen Boot. Beim Fleetrace ist das auch ok, wenn ei Team dadurch seine Position (im Wettbewerb) verteidigt.
        Wenn aber ein Wettbewerb verschiedene Ziele (WM-Medaille und nationale Olympiaqualifikation) vereint, dann ist eben im Zusammenspiel Regelwerk und Modus die Lücke in der Regel da! Vor allem, wenn nur die ersten 20 Plätze Punkte bringen!
        Und der Modus geht ja wohl eindeutig davon aus, dass alle Teams eine bestmögliche WM-Platzierung erreichen wollen. Wenn dieses Ziel bei einem Team nicht mehr vorhanden ist, führt es die Veranstaltung ad absurdum. Wenn einer nicht mehr die bestmögliche Platzierung einer Regatta erreichen will, dann gehört er aus sportlichen Gründen disqualifiziert, weil er den Sinn der Veranstaltung konterkariert. Was in Perth bewiesen wurde.
        Und noch etwas:
        Man stelle sich einmal vor, dass sich zukünftig ein gut betuchter guter Fleetracer ein Matchraceteam zusammenstellt, dass in der Quali von Anfang an auf die ärgsten Konkurrenten geht. Dann haben wir am Ende kleine “Trafalgarschlachten” 😉 Auch spannend und sicher sehr schön anzusehen. Das ist dann aber Teamrace. Ich halte es wie Marcus Baur: Die Veranstaltungen gehören getrennt! Dann ist alles schick!
        Und das Ausnutzen von Regellücken ist so eine Sache. Legal, aber auch legitim?
        Wenn z. B. ein Halteverbotsschild von der Behörde nach einer Baumaßnahme vergessen wurde wieder aufzustellen, wäre das Parken dadurch erlaubt. Ist es dann ok, wenn man es tut und dadurch dann Hunderte behindert? Für den eigenen Vorteil.
        An der Stelle scheiden sich dann die Geister. Wie hier. Am Ende muss jeder selbst in den Spiegel schauen. Aber die Situation ist durch den Fehler des Modus entstanden. Deshalb fände ich ein finales Duell der beiden Teams bei der WM 2012 einen gerechten Kompromiss, der jeden faden Beigeschmack wegwischen würde. Und ich würde mich mit Kadelbach/Belcher herzlich mitfreuen, wenn sie eine Medaille holten.

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      • avatar Torsten sagt:

        @Stefan (konkret zu deinem Kommentar “freiwillig”)
        Deshalb habe ich ja nicht “matchen” sondern “Matchrace” geschrieben. Und die Veranstaltung war doch nicht als Matchrace ausgeschrieben, oder?

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