Class 40 Route du Rhum Vorbereitung

Jörg Riechers testet Potenzial von neuer "Mare.de²"

Der Hamburger Einhandsegler Jörg Riechers hat seine Class 40 Premiere absolviert. Er will mit “Mare.de² in diesem Jahr erstmals bei der Route du Rhum Regatta an den Start gehen. Riechers berichtet: “Dieser Juni ist für das Mare Racingteam der Beginn eines neuen Kapitels – unser Einstieg in die Class 40. Parallel zu den beiden Mini Regatten Trophee MAP und Mini Fastnet hatten wir in Dounarnez unseren neuen Class 40 für die erste Regatta den Record SNSM vorbereitet.

Diese Regatta hatte ich mit Spannung erwartet, da sie für uns Neuland bedeutet. Zudem auf einem Boot, welches ich noch nicht richtig kenne. Unser Pluspunkt war, dass wir eine gute Crew für diese Regatta zusammengestellt hatten– allesamt Top Mini Segler.

Nach dem anstrengenden Mini Fastnet ging es denn für uns nach St. Nazaire zum Start des SNSM. Glücklicherweise war für die 230 Meilen Regatta nur Mittelwind zwischen 3 – 4 Windstärken vorausgesagt. Nach einem schwer vermasselten Start fanden wir uns auf der Kreuz zur Wendemarke bei Bernodet schnell in der Spitzengruppe wieder und kämpften mit zwei Verdier Designs (dem zur Zeit schnellsten Class 40 Design) und dem Rogers Design – mit welchem Bernard Stamm die Route du Rhum segeln wird – um die Podiumsplätze. Mit einem Hochgefühl für uns und dem Wissen das Mare.de² am Wind sehr schnell ist, verging der erste Nachmittag der Regatta.

Leider ist die Welt aber nicht perfekt. Der Wind nahm ab – unser Bootsspeed im Vergleich zur Konkurrenz auch und wir taten uns sehr schwer, das richtige Segel zu finden, als der Wind die Kreuz zu einem Reachkurs werden lies. Zwei Fehlgriffe in der Segelwahl und einen geöffneten Falt-Propeller später fanden wir uns zur Halbzeit der Regatta an der Wendemarke vor Bernodet auf dem 8 .Platz von 9 Startern wieder.

Das war nun doch sehr frustrierend und kratzte am Selbstbewusstsein und konnte so auf keinem Fall bleiben. Irgendwie entwickelten sich Parallelen zum Mini Fastnet. Doch diesmal hatten wir keinen taktischen Spielraum. So musste Bootsspeed alles richten. Mit geschlossenen Propellern und der meist richtigen Segelwahl präsentierte sich “Mare.de²” erheblich besser.

Nach und nach überholten wir das ganze Feld bis nur noch die ersten Drei voraus lagen. Da kamen wir aber nicht mehr heran. Es wäre wohl auch etwas vermessen gewesen, zu glauben dass die Top Boote und Crews der Class 40 auf Anhieb geschlagen werden könnten. Aber immerhin waren wir auf dem Weg zurück von Bernodet ins Ziel das schnellste Boot!

Insofern, alles in allem ein sehr gelungenes Debut für uns in der Class 40. Platz 4 von 9 Startern bei der ersten Regatta, gegen eine sehr gute Konkurrenz geht völlig in Ordnung. Allerdings ist die Arbeit die auf uns in den nächsten Monaten zukommt immens….”

zum Thema:
Jörg Riechers startet mit Class 40 “Mare.de” bei der Route du Rhum

Carsten Kemmling
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