Jugendsegeln: Olympiaseglerin Franzi Goltz bringt Laser Radial Nachwuchs auf Kurs

Appell für Spaß und Fairness

London 2012 war der Höhepunkt ihrer Karriere: Franziska Goltz nahm im Laser Radial an den Olympischen Spielen teil und wurde dort 26. Heute konzentriert sich die Sportlerin auf das Studium und gibt ihr Segel-Wissen weiter.

„Eine größere Bestätigung des persönlichen Erfolges als die Teilnahme an Olympischen Spielen gibt es wohl nicht.“ © STG

„Eine größere Bestätigung des persönlichen Erfolges als die Teilnahme an Olympischen Spielen gibt es wohl nicht.“ © STG

Sf: Seit wann machst Du das Training für die Laser Radial Damen?

Franzi: Ich kümmere mich seit Ende September letzten Jahres um das Training am Bundesstützpunkt in Kiel. Ich bin für den Nachwuchs im Laser Radial zuständig.

Sf: Der erste große internationale Vergleich war der Laser Europa Cup in Malcesine Ende April. Wie ist Dein Eindruck vom deutschen Laser Radial Nachwuchs?

Franzi: Damit bin ich recht zufrieden. Annika Matthiesen (Duisburger Yacht Club) wurde 4., Julia Köhn (Konstanzer Yacht Club) 6., Hannah Anderssohn 8. (Warnemünder Segel-Club), gleich dahinter auf Rang 9 Lena Haverland (Schweriner Yacht Club) . Vier Deutsche in den Top Ten bei 67 Startern – damit können wir uns sehen lassen. (Ergebnisse Malcesine)

Bester Deutsche im Laser Radial Feld: Annika Matthiesen © Andrea Pisapia

Beste Deutsche im Laser Radial Feld: Annika Matthiesen © Andrea Pisapia

Sf: Bemerkenswert die erst 14-Jährige Hannah Anderssohn, die jetzt schon Laser Radial segelt und das auch sehr erfolgreich. Ist sie ein Ausnahmetalent?

Franzi: Hanna ist eine talentierte Sportlerin und es macht Spaß mit ihr zusammen zu arbeiten. Sie ist locker, weiß was sie will, ehrgeizig und hat Spaß am Segeln.

Sf: Der Laser Radial ist für Frauen olympisch. Wie hart ist es, ganz an die Spitze zu kommen?

Franzi: Man muss sowohl physisch als auch mental stark sein. Man braucht Disziplin, Ausdauer, ein gesundes Selbstbewusstsein und ein Ziel. Um das zu erreichen, muss man konsequent alles dafür tun, auch wenn es nicht immer das ist, was man gerade gerne möchte (Krafttraining zum Beispiel).

Es ist ein langer Weg und auf diesem Weg wird es immer jemanden geben, der einem Steine in den Weg legt. Aber wenn man fest an sich glaubt und bis zum Ende alles gibt, wieso sollte man es dann nicht schaffen? Das wichtigste, was man aber nicht aus dem Auge verlieren darf ist der Spaß und die Fairness. Man geht den Weg für sich selber und nicht, um anderen zu gefallen oder weil andere es verlangen. Jeder sollte sich bewusst werden, warum er etwas tut und wieso!

Segelte auf Rang 4: Julia Köhn © Andrea Pisapia

Fährt zur ISAF-WM: Julia Köhn © Andrea Pisapia

Sf: Haben deutsche Sportlerinnen bei der Unterstützung des Segelsports hierzulande überhaupt eine Chance, ganz nach oben zu kommen?

Franzi: Sicher ist es nicht einfach. In anderen Nationen werden Sportler mehr unterstützt. Aber dort hat der Sport vor allem der Segelsport einen anderen Stellenwert als bei uns im Land. Ich denke aber, dass man alles schaffen kann, wenn man fest von sich und seinen Fähigkeiten überzeugt ist.

Sf: Dein Tipp: Wann gibt es wieder eine Olympiateilnehmerin aus Deutschland im Laser Radial?
Franzi: 2016

Kommende „Einsatzorte“ der Laser Radial Damen:

 

 

 

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