Kapstadt-Rio: “Iskareen” auf den letzten 500 Meilen – Das Essen wird knapp

"Bruzeln unter Deck"

Die Hamburger “Iskareen” befindet sich beim Kapstadt-Rio-Rennen in den letzten Zügen. Christiane Dittmers berichtet von Bord, dass sie einen 300 Meilen Umweg in Kauf nehmen.

Es wird langsam richtig heiß gegen Mittag. Deshalb bruzeln nur die zwei Wachgänger in der Sonne, und die anderen schlafen oder relaxen unter Deck. Wegen der sehr nördlichen Lage des St. Helena Hochs mussten wir einen viel größeren Umweg in Kauf nehmen, um das Flautengebiet zu umfahren.

Der direkte Weg von Cape Town nach Rio beträgt 3333 Meilen. Wir wollten ca. 3700nm zurücklegen, aber jetzt werden wir wohl über 4.000 Meilen im Sack haben,wenn wir in Rio festmachen. Der Vorteil: Wir hatten immer guten Wind meist 12-18kn und dadurch viel Spaß. Wir haben gut Strecke gemacht, aber eben allerdings auch einen großen Umweg zurückgelegt. Somit kommen wir nun zwei Tage später als geplant in Rio an. Aber das passt scho.

Iskareen

Die Situation beim Kapstadt Rio Race. © Iskareen

Allerdings gehen uns langsam die Vorräte aus. Seit vier Tagen teilen wir jetzt schon unsere Daypacks, jeweils mit unserem Wachpartner. Geht auch irgendwie. Aber der Apetit auf ein Steak mit allem Drum und Dran wächst stetig. So auch der Bierdurst.

Bei unseren drei Rauchern werden schon seit einer Woche die Zigaretten rationiert und es wird wohl sehr knapp bis ins Ziel. Eine letzte Packung wurde schon versteckt für die letzten harten Meilen. Auch die letzte Gas -Buddel ist jetzt angebrochen. Und ebenso werden Sonnencreme, Toilettenpapier, Feuchttücher und Isostarpulver knapp. Aber das ist  auch gut so. Wir sind schließlich ein leichter Racer und wollen nix mit ins Ziel bringen.

Noch eine Info zu Schiff: Alle hier an Bord sind sich auch nach anfänglicher Skepsis einig, dass dies nicht die letzte Oceanregatta für die M34 ist. Wir träumen in unseren langen Nachtwachen von einer M34 Einheitsklassenregatta in die Karibik oder aber auch einer “World Tour” vielleicht mit einem Besuch beim legendären Transpac von San Francisco nach Hawaii.

Aber ein großer Downwindanteil muss schon gewährleistet sein. Auch ein Middle Sea Race steht zur Debatte. – wir werden sehen, was auch unseren Träumen wird … Die M34 macht alles super mit und wir haben keine Schäden. Auch die harten ersten drei Sturmtage hat das Schiff sehr gut weggesteckt. Da hat die Werft Archambault wirklich ganze Arbeit geleistet. Und auch das Rigg von Southern Spars kann offenbar eine Menge ab.

Handicap-Wertung nach 16 Tagen

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Ein Kommentar „Kapstadt-Rio: “Iskareen” auf den letzten 500 Meilen – Das Essen wird knapp“

  1. avatar Alex sagt:

    Ist halt ne Archambault.
    Die bauen einfach geile Boote! 🙂

    Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 1

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