Kieler Woche Seebahn: “All4One”, “Blond” und “BM-Yachting” in Führung

"Der Spi platzte"

Fight auf der Seebahn: "All4One" (Schümann) ist von "Tutima" (Harmsdorf) nicht zu schlagen. © Kieler Woche/okpress

Die Deutsche Meisterschaft der Seesegler im Rahmen der Kieler Woche (16. bis 24. Juni) unterstreicht: Blondes have more fun. Frei nach Rod Stewart legten die blonden Heiligenhafener Oliver Leu und Sascha Schwarck zwei Tagessiege vor und liegen nach drei Wettfahrten bei der IDM der Seesegler in der Klasse ORC III in Front und hatten reichlich Spaß.

„Blond“ – so heißt auch die X-332 von Oliver Leu. Der Segelmacher aus Heiligenhafen verwies die baugleiche „RubiX“ von Max Gurgel (Hamburg) in der Klasse ORC III mit zwei Tagessiegen in drei Rennen knapp auf den zweiten Rang. Bei starken und sehr böigen Winden ging es auf der Seebahn zum Auftakt des Kiel Cups heftig zur Sache. Auf der „Blond“ hatte die Crew bis zur dritten Wettfahrt alles im Griff. „Dann kam ein Drücker von hinten, und der Spi platzte“, sagte Leu. Aber mit dem Ersatz-Spi blieb er weiter im Rennen.

Doch an der Leetonne wurde es mit der eigentlich abgeschlagenen Dehler 36 „Karma“ von Torsten Röder eng. In der Hektik rutschte dem Steuermann die Pinne aus der Hand, und die dunkle Yacht mit Leopardendesign geriet aus der Bahn. Leu: „Wir haben das Gummifass berührt und mussten einen Strafkringel drehen.“ Da war der Hattrick passé, nur Platz sechs. Gurgel, Offshore-Meister vor Helgoland, blieb mit der Serie fünf, zwei, zwei dran.

Bei der Deutschen Bestenermittlung der ORC I dominierte die TP52 „All4One“ in allen drei Rennen fast nach Belieben. Dagegen ist es in der Gruppe ORC II auch spannend. Die „BM-Yachting“ von und mit Peter Beck Mikkelsen profierte im Flensburger Duell gegen die „Veolia“ (Torsten Bastiansen) von deren gerissenem Spinnaker und führt mit einem Punkt.

Ergebnisse:

Seebahnen:

IDM

ORC III/IV (ORCint) (3) 1. „Blond“ Oliver Leu (Heiligenhafen,1/1/6)8 Punkte; 2. „RubiX“ Max Gurgel (Kiel,5/2/2)9; 3. „patent3“ Jens Tschentscher (Kiel,2/4/4)10; 4. „Sportsfreund“ Axel Seehafer (Lemkenhafen,3/8/1)12; 5. „Ratzfatz“ Andreas Rohde (Rotenburg,6/5/3)14; 6. „Varuna Xpress“ Kai Haupthoff (Fahrdorf,8/7/5)20;

KielCup Alpha (3)

ORC I (ORCint) 1. „ALL4ONE“ Jochen Schümann (Kiel,1/1/1)3 Punkte; 2. „Silva Hispaniola“ Dennis Gehrlein (Rheinhausen,2/2/2)6; 3. „Xenia“ Ralf Lässig (Bremerhaven,4/6/4)14; 4. „ELENA NOVA“ Christian Plump (Wien,8/4/6)18; 5. „Uijuijui“ Friedrich Hausmann (Berlin,6/10/3)19; 6. „Audacious“ Robert Jacobsen (Gelting,10/5/5)20;

ORC II (ORCint)

1. „BM-Yachting“ Peter Beck Mikkelsen (Flensburg,2/2/1)5 Punkte; 2. „Veolia“ Torsten Bastiansen (Flensburg,1/1/4)6; 3. „Team Arken Zoo“ Patrik Forsgren (SWE,3/3/2)8; 4. „Mrs Freckless“ Lena Boymo-Having (SWE,5/4/3)12; 5. „Aloha Mare“ Klaus Meier (Kronshagen,6/6/6)18; 6. „PIAZZA“ Eckhard Meyer-Haake (Hamburg,4/5/DNF)20;

Swan 45 (Class)

1. „VanUden“ Harm Tiddens (ITA,1/3/1)5 Punkte; 2. „Checkmate“ Peter De Ridder (NED,2/2/2)6; 3. „Motions“ Lennard van Oeveren (ITA,3/1/3)7; 4. „Tarok 7“ Erik Berth (DEN,4/4/DNS)15; 5. „BLUE LABEL“ Bert Wohrmann (USA,DNC/DNC/DNC)21; 5. „Katima“ Jan Oplaender (Dortmund,DNC/DNC/DNF)21;

X-99: (8) 1. Christian Soyka / Sören Petersen / Tim Krämer / Rüdiger Frigge / Martin Groflkopf / Stefan Schimkowski (Hohenlockstedt,(9)1/1/1/1/2/1/1)8; 2. Martin Christiansen / Torsten Writh / Ullrich  Tesch / Andreas Hengstmann / Cord Runne / Henrike Rolf (Buxtehude,1/2/3/2/2/3/5/(9))18; 3. Jan-Hendrik Franzen / Theo Boltzen / Christian Marx / Jöran Molck / Malte-Johannes Franzen / Nils Kristoffer Franzen (Hamburg,2/(6)2/3/4/4/2/3)20; 4. Michael Schulz / Ralf Elsner / Tobias Glawe / Gerd Klostermann / Robert Jatkowski / Anika Kruck (Bremerhaven,(9)3/5/4/3/1/3/2)21; 5. Ulrich Martens / Juliane Grunzke / Carlo Schreiber / Marco Schönwitz / Regina Kühn / Daniel Zenker (Grevesmühlen,3/4/6/6/6/5/(6)5)35; 6. Andi Thomsen / Katha Köhlmoos / Kerstin Beucke / Uwe Baum  / Jockel Jahns / Wiebke Lankuttis (Hamburg,9/5/4/5/5/(9)4/4)36;

Melges 24: (8) 1. Riccardo Simoneschi / Lucia Giorgetti / Federico Buscaglia / Paolo Mangialardo / Gabriele Benussi / Riccardo Simoneschi (ITA,1/1/1/1/1/1/1/(1))7 Punkte; 2. Kim Christensen / Erik Oerstedt / Peter Jakobsen / Rene Schmidt (DEN,(10)3/2/2/3/2/4/3)19; 3. Jesper Bendix / Martin Mikkelsen / Lars Christensen / Jacob Groenbech (DEN,4/7/5/(29)4/6/2/5)33; 4. Thomas Soerensen / Line Just. Emsvang / Anette Viborg Andreassen / Anna-Groth Grube / Joa Storebjerg (DEN,(14)10/4/4/7/5/10/2)42; 5. Peder Nergaard / Morten Helgesen / Petrus Eide / Pael Berntsen (NOR,6/5/8/3/9/8/(11)9)48; 6. Didrik Godaker / Tine Oldereid / Benedicte Heide / Arne David-Andersen / Christian Goulignac (NOR,18/4/9/7/6/3/6/(29))53;

Platu 25: (7) 1. Ingo Lochmann / Timo Chorrosch / Jens Steinborn / Matze Krueger / Christian Maedel (Berlin,1/2/1/2/1/(4)1)8; 2. Daniel Nauck / Oliver Freiheit / Christian Buck / Erik Powilleit / Steve Bärtle (Berlin,(7)1/3/1/2/2/2)11; 3. Gordon Nickel / Sebastian Röske  / Morten Nickel / Nils Fiege / Nils Merten Färber / Gordon Nickel (Stade,(14)11/2/3/3/6/3)28; 4. Michael Berghorn / Lukas Roesgen / Jan Gräfing / Lasse Theilen / Justus Reinke (Hamburg,2/3/(18)4/5/7/7)28; 5. Rüdiger Margale / Georg Robaszkiewicz / Niklas Dahl / Thomas Overkämping / Arnd Ritter (Arnsberg,3/7/8/7/7/1/(18))33; 6. Suzanne Willim / Natalie Turlik / Christina Bärwald / Charlotte Jaekel / Silke Hahlbrock / Marion Rommel (Schleswig,8/4/4/5/4/9/(10))34;

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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