Laser SB3 Missgeschick: 470er Champ Mathew Belcher erfährt unliebsamen Kontakt

Weltmeister in Nöten

470er Weltmeister Matthew Belcher (l.) wird von einem Konkurrenten herumgezogen, der mit dem Masttopp in sein Achterstag einhakt. © Andrea Francolini

Mathew Belcher aus Australien ist der wohl beste 470er Segler der Welt. Der Mann von Rike Belcher (geb. Ziegelmayer, 470er Vorschoterin von Kathrin Kadelbach) ist mit seinem Partner Malcolm Page amtierender Weltmeister und steht seit über einem Jahr an der Spitze der Weltrangliste.

Aber der Schnappschuss von Andrea Francolini bei der Hamilton Island Race Week lässt ihn ausnahmsweise keine gute Figur machen. Der Ausflug in die Laser SB3-Klasse sollte etwas Abwechslung in die harte Arbeit der 470er Optimierung bringen. Zusammen mit dem britischen Kollege Nick Rogers, der schon mit zwei olympischen 470er Silbermedaillen ausgestattet ist, gönnt er sich eine Trainingspause.

Das Foto zeigt ihn aber mit Problemchen in der ungewohnten Klasse. Der Gennaker scheint beim Setzen unter den Rumpf gekommen zu sein. Und dann wird dieses Boot plötzlich so leegierig, obwohl Belcher die Pinne wegdrückt, um eine Halse zu verhindern. Der Blick nach oben wird es ihm erklären.

Ein gegnerisches Boot hat mit dem Masttop in sein Achterstag eingehakt und zieht seinen Laser herum. Das Chaos wird sich auflösen, denn die SB3 Riggs sind stabil. Aber bei den Kollegen erntet der 470er Champ den einen oder anderen Lacher.

Belcher wird es verschmerzen können. Denn das Missgeschick passiert im zweinten Rennen, nachdem er das erste gewonnen hat. Dennoch muss er sich inzwischen auf Rang sechs einordnen. An der Spitze liegt der zweifache Laser Weltmeister und ex Volvo Ocean Race Chef Glenn Bourke.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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5 Kommentare zu „Laser SB3 Missgeschick: 470er Champ Mathew Belcher erfährt unliebsamen Kontakt“

  1. avatar RB sagt:

    Kleine Berichtigung von vor Ort: der 470er Segler Nick Rogers ist hier nicht am Start, sondern nur ein Namensvetter von ihm. Das Foto entstand am ersten Tag, wo das ungewohnte Boot noch einige Herausforderungen in Bezug auf Handling gestellt hat. Eingehakt war zum Glück keiner, das hätte bei dem Wind bestimmt den Mast runtergeholt. Am zweiten Tag haben die Jungs dann das erste Rennen gewonnen. Leider brach ihnen kurz vorm Ziel der Lümmelbeschlag, so dass sie den Rest des Tages von Land aus zugucken mussten. Grüße von der wind- und ereignisreichen Hamilton Island Race Week 🙂

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    • avatar Carsten sagt:

      Dank für die Aufklärung Rike! Das war dann wohl doch etwas zu risikoreich und phantasievoll kombiniert 🙂 Ein hübsches Foto ist dennoch. Viel Spaß noch im Traumrevier.

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    • avatar Marc sagt:

      Macht ja nichts, bei der Firma Laser Deutschland/Ziegelmayer gibts Laser Ersatzteile, ihr habt da bestimmt nen guten Draht hin, auch von Hamilton Island aus 😉

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  2. avatar Andreas Ju sagt:

    Das mit dem Genacker kommt uns nicht ganz unbekannt vor, oder Carsten?

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