Optimist WM Napier/NZ: Titel für Kimberly Lim aus Singapur, fünfter Mädchensieg in 48 Jahren; Marvin Frisch mit Tagessieg

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Carsten Kemmling

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13 Kommentare zu „Optimist WM Napier/NZ: Titel für Kimberly Lim aus Singapur, fünfter Mädchensieg in 48 Jahren; Marvin Frisch mit Tagessieg“

  1. avatar Wilfried sagt:

    soviel zum Thema Leichtgewichte aus Singapur.

    • avatar Christian sagt:

      Wilfried, entweder Zahlen auf den Tisch (Gewichtsangaben) oder lieber keine Gerüchte schüren… Wäre die Siegerin ein echtes Leichtgewicht, hätte sie bei den Starkwindrennen nicht so gut ausgesehen.

      Meine Einschätzung: Sie ist einfach besser gesegelt als alle anderen. Vermutlich, weil sie mehr Erfahrung auf schwierigen (Strom-)Revieren hat.

      Die Deutschen können Segeln im Strom ja nur einmal im Jahr bei der Optiregatta vor Helgoland üben 😉

      • avatar Wilfried sagt:

        Christian, wenn du die anderen Optiberichte gelesen hättest wüsstest Du, dass sich meine Äußerung auf diese Bezog. Ich hatte schon damals nach dem Teamwettbewerb gesagt, dass dieser Erfolg nichts mit dem Gewicht zu tun hat, falls es überhaupt niedriger ist was ich nicht weiß und auch nicht spekulieren will, sondern schlicht und ergreifend mit der Leistung. Deshalb mein ironischer Kommentar oben an diejenigen die damals sofort gesagt haben, dass die 3 Mädchen aus Singapur aufgrund ihres Gewichts im Vorteil waren.
        Zur Strömung auch eine Anmerkung. Erstens segeln die Spitzenoptisegeler auch die Deutschen überall im Ausland auch auf Stromrevieren. 30 m/Minute sind übrigens gerade mal 1 Knoten und kommen als Oberflächenströmung auf vielen scheinbar tidefreien Gewässern vor. Da zählt die Kreuzwelle sicherlich mehr.

        • avatar Christian sagt:

          Wilfried, dann sind wir uns ja einig in Sachen Gewicht. Deine Ironie war für mich nicht erkennbar und was du unter anderen Beiträgen geschrieben hattest, hatte ich nicht auswendig parat 😉

          Dass deutsche Optisegler viel auf echten Stromrevieren segeln, bezweifle ich. Es sei denn, du zählst die Ostsee dazu.

          In Napier war es sicherlich die Mischung aus (teils unberechenbarem) Strom, hoher(Kreuz)Welle und sehr wechselhaften Windbedingungen, die das Revier so schwierig gemacht haben. Darauf waren die Segler /innen aus Singapur und Peru besser vorbereitet, auch weil sie das von zuhause kennen.

          Bei einem so langsamen Boot wie dem Opti spielt ja bereits relativ geringer Strom eine wichtige Rolle. Auf den Videos sah es übrigens nicht nach wenig Strom aus, eher nach mittlerem.

          Wie auch immer: Die deutschen Optikids haben sich toll geschlagen. Die Trauben hingen halt diesmal wirklich verdammt hoch.

        • avatar regattafan sagt:

          Aber hallo,

          bei 35 kg Rumpfgewicht und einem Durchschnittsgewicht von 46 kg haben die leichteren Segler selbstverständlich bei Leichtwindbedingungen einen Vorteil.
          Die StarkwindErgebnisse zeigen uns eigentlich nur, dass die schweren Optsegler bei Starkwind nur einen geringen Vorteil haben, der von den leichteren Seglern durch besseres Segeln wettgemacht werden kann.

      • avatar Marc sagt:

        Oder aber beim BSC in Hamburg. Ich freue mich auch jedes Jahr auf die letzten Helden, das einzige echte Strömungsrevier 😉

  2. avatar Ballbreaker sagt:

    Für mich verkörpert der OPTIMIST all das, was die ISAF seit Jahren verzweifelt für Olympia sucht:

    One-Design, Jungs und Mädels chancengleich in einer Klasse, höchstes Leistungsniveau, weltweite Verbreitung, Riesenfelder, erschwinglich (teurer als mein damaliger Holzopti aber immer noch im Rahmen), etc.

    Da braucht man kein Light/heavy-weight, one/two-person, Dinghy/keelboat/surfboard/Multihull, Männlein/Weiblein/Mixed, Fleetrace/Matchrace was sich eh im 4-jährigen Turnus ändert!

    Vote OPTI for Olympia ;-)))

    P.S.:
    Jaja, ich weiss was jetzt kommt: Wasserübernehmen, Gummiwurstoptieltern, VIEL zu teuer geworden, miserable Kreuzeigenschaften etc.; war trotzdem damals ne geile Zeit^^

    • avatar Christian sagt:

      @Ballbreaker: das mit One Design beim Opti ist Wunschdenken… dort findet eine muntere Materialschlacht statt zwischen Rümpfen, Segeln, Foils verschiedener Hersteller. Das ist ja Teil des Problems mit der Optiklasse.

      Dass sehr vielen Kindern das Segeln lernen mit dem Opti Spaß gemacht hat, steht außer Frage. Allerdings würde es das auch mit einem besser bedienbaren und einfacheren Design. Allein das Aufbauen des Optis ist alles andere als kinderfreundlich, angesichts des extrem umständlichen Sprietsegels.

      • avatar regattafan sagt:

        Ballbreaker hat schon recht. Die schönen Bilder der letzten WM, d.h. “weltweite Verbreitung, Riesenfelder”, etc , ergaben sich tatsächlich nur, weil der Opti auch in ärmeren Ländern erschwinglich ist und zwar im Gegensatz zu Tornado, Star und anderen hochentwickelten, teuren Konstruktionen.

        • avatar Christian sagt:

          na ja, eine Kinderklasse mit Olympiaklassen vergleichen zu wollen, hat aber auch etwas von Äpfeln mit Birnen…

          Ein O’pen Bic wäre übrigens noch günster als ein Regatta-Opti.

          Und übrigens dürften bei der Opti-WM in Napier, wo Charterboote gestellt wurden, die Reise- und und Unterbringskosten der weitaus größte Posten gewesen sein.

          Und übrigens segeln in Peru auch nicht gerade die Straßenkinder Opti, sondern die Angehörigen der durchaus vorhandenen oberen Mittelschicht bzw. Oberschicht. Und Singapur z.B. ist alles andere als ein armes Land.

          Also: Tolle WMs mit globaler Beteiligung und Chancengleichheit unbedingt ja. Aber es muss nicht der Opti sein.

          • avatar Pete sagt:

            Stimmt, muss nicht der Opti sein, aber jede Einheitsklasse wäre sofort teurer wenn sie so eine Monopolstellung bekommen würde. Wenn der Opti einer Werft zu teuer wird, springt eine andere Werft ein, das geht bei Bic, Laser, 29er etc. leider nicht.
            Der Opti hat sich nunmal durchgesetzt, und man hat beim Opti wenigstens die Wahl des Materials, im Gegensatz zu Laser, 29er / 49er etc. wo alles vorgeschrieben ist und man nicht mal ein Segel selbst entwickeln kann.
            Die Diskussion ist also müssig, im Gegensatz zu Olympischen Klassen, die von der ISAF definiert werden, ist der Opti einfach von der Mehrheit gewählt weil von der Mehrheit gesegelt.

  3. avatar Christian sagt:

    @pete: Sorry, aber ein Opti ist für das Gebotene teuer, zumindest wenn er regattatauglich sein soll… Ein Monopolisten-Bic kommt deutlich günstiger. (wobei ich auch kein Riesenfreund des Bic bin, aber er hat viele Vorteile gegenüber dem Opti. Allein weil er sicherer ist).

    Das man z.B. beim 49er keine Wahl beim Material hat, habe ich während meiner Zeit in der Klasse als sehr angenehm empfunden. Das ganze Gedöns, welches Segel nun angeblich besser ist, entfällt (ok, ok, Olympiafreaks testen schon Material. Aber für Amateure ist das komplett irrelevant). Klar, Monopolisten neigen zu überhöhte Preisen. Beim 49er waren Segel aber nicht teurer als z.B. bei vergleichbaren freien Klassen wie 14-Footer. Laser ist ein ärgerlicher Sonderfall, was Segel etc. angeht. Warum da die Segler nicht massiv protestieren gegen miese Qualität bei überhöhten Preisen, verstehe ich nicht.

    Ob der Opti von heutigen Seglern wirklich ganz freiwillig gewählt ist, sei dahingestellt. Er hat halt eine Monopolstellung 😉

    Wenn eine technisch und preislich überzeugende Alternative sich auch quantitativ durchsetzt, ist der Opti ganz schnell weg vom Fenster, denke ich.

    Natürlich hängen viele älteren Segler aus alter Verbundenheit am Opti, ist ja auch auch ok.

    Aber soll der Opti auf immer und ewig DAS KInderboot bleiben bleiben? Ist es nicht endlich Zeit, den Oldtimer Opti mit seinen vielen spezifischen Nachteilen in den verdienen Ruhestand zu schicken?

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