Foling für Jedermann: Australische Laser Firma testet Laser Tragfläche

Laser auf Drogen

Es hört sich wie ein Aprilscherz an und sieht aus wie ein Fake. Ein Laser hebt ab und segelt auf Tragflächen. Kann das sein, was Chris Caldecoat von Performance Sailcraft Australia auf Facebook postet?

Laser auf Tragflächen

Chris Caldecoat hebt seinen Laser auf die Tragflächen. © PSA

“Ich bin heute mit dem ersten produzierten Tragflächen Satz für unser Kirby Sailboat (um politisch korrekt zu sein) zum ersten Mal überhaupt gefoilt. Ich hätte nie geglaubt, dass das für einen 96 Kilo schweren Finnsegeler möglich ist.”

Nach ein paar Anpassung an der Einstellung des Ruderflügels sei über die Bucht gerast. Das Abheben soll ab 10 bis 12 Knoten Wind funktionieren. Caldecoat schätzt, bei 15 bis 18 Knoten die 20 Knoten Speedmarke überschritten zu haben.

Laser Foiler

Chris Caldecoat checkt die neue Konstruktion © PSA

“Es war ein brandneues Boot von der Stange, einfach eine Kassette im Schwertkasten, das Ruder passt in den normalen Ruderkopf.” Damit solle nicht das aktuelle Lasersegeln erstetzt aber eben jedermann ermöglicht werden, mit altem oder neuem Boot das Tragflächen-Segeln ausprobieren zu können.

Der Fühler, der bei den Motten den Winkel am Schwert-Foil und damit die Flughöhe

einstellt, ist bei der neuen Konstruktion an der Achterkante des Schwerts angebracht.

Kann das wirklich funktionieren oder ist es nur eine bizarre PR Maßnahme im Rahmen des Lizenzstreits? Ein Laser auf Foils ist schwer zu glauben. Und ob er wirklich schneller ist, als ein Standard Laser unten ohne müsste noch geuzeigt werden.

Laser Foiler

Die Konstruktion unter Wasser. Das Schwert ist in eine Kassette eingeschoben. Der Fühler häng an der Achtekante. © PSA

Denn es kann ja sein, dass sich das Schiff aus dem Wasser hebt. Aber der Flügel ist so breit und groß, dass sein eigener Widerstand und die stark angestellte Trimmklappe möglicherweise nur eine geringe Beschleunigung zulässt. Wie auch immer, ein nettes Spielzeug wäre es allemal.

Laser Foils

Laser Foils unter Wasser. Der schwarze Fühler ist noch nach unten geklappt. In Fahrt bewegt er sich nach hinten und verändert dadurch den Winkel des T-Foils. © PSA

 

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Carsten Kemmling

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17 Kommentare zu „Foling für Jedermann: Australische Laser Firma testet Laser Tragfläche“

  1. avatar Andreas Ju sagt:

    Ausprobieren will man das doch unbedingt mal!

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  2. avatar Olperer sagt:

    Vielleicht sollte man die Tragfläche mit genau so wenig Auftrieb machen, dass das Boot eher ins Rutschen kommt, aber nicht abhebt. Dann wäre das Boot immer noch gut beherrschbar.
    Dazu müsste es aber eine Verstellung zumindest des Anstellwinkels geben, denn im Gleiten nimmt die Geschwindigkeit bekanntlich sprunghaft zu und demzufolge auch der Auftrieb einer Festkonstruktion.

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  3. avatar Super-Spät-Segler sagt:

    > Aber der Flügel ist so breit und groß, dass sein eigener Widerstand möglicherweise nur eine geringe Beschleunigung zulässt.

    Der Flügel ist kleiner als ein aktuelles F18-Schwert:
    http://4.bp.blogspot.com/-JfGTuFd_m3Y/TeNkVBo-m2I/AAAAAAAAHaI/6TXa0TUXXK0/s1600/MKIITestingF18Arg.jpg

    Und erheblich kleiner als die Unterseite des Bootes, die durchs Wasser gezogen werden muss, wenn es nicht foilt!

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  4. avatar Sven sagt:

    Ein Wunder – eine Kühlschranktür kann fliegen!

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  5. avatar dubblebubble sagt:

    Sieht für mich nach Fake aus. Auf zwei Bildern hält er mit der Hand eine Tragfläche ans Boot. Bild 1 hat unnatürliche Stellen und Bild 4 ist wegen des Effekts ohne Aussagekraft.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 1 Daumen runter 7

    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      Rein mathematisch ist es gut möglich:
      http://forums.sailinganarchy.com/index.php?showtopic=105914&p=2777118

      Die Argumente Zu Bild 1 und 4 haben weder Hand noch Fuß 😉

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      • avatar dubblebubble sagt:

        Sagte ja “imho”, aber es fällt auf, daß das Schwertfoil nie komplett frei zu sehen ist. Fast könnte man meinen es wurde einfach nur für das jeweilige Foto auf dem Boden stehend an das Schwert angelehnt…

        Bilder die Zweifel zerstreuen sollen, sehen irgendwie anders aus. 🙂

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        • avatar Super-Spät-Segler sagt:

          Na, wer den Aufwand betreibt und solche “Fake”-Foils herstellt, hat auch noch ein paar Tropfen Kleber oder etwas Duct Tape über 😉

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  6. avatar ydun sagt:

    Allein schon die Idee mit der Kassette und einem ordentlichen Schwert, SUPER. Auch das neue Ruder ist wohl ein echter Gewinn. Vermutlich wird allein die Optimierung von Ruder und Schwert (allein ganz ohne die Foils) schon einen echten Vorteil mit sich bringen.
    Egal ob die Foils es bringen oder nicht, für die Show und den Fun echt super. Und man braucht nicht mal ne teure Moth die nur Frustration auslöst wenn man das Gefährt nicht beherrscht.

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  7. avatar Romeo sagt:

    Ich find die Motten als Bootsklasse wirklich super, aber muss man jetzt an jeden Boot son scheiß Flügel ranbauen und dass nur weil ein paar Spinner aus Amerika uns sagen, dass das cool ist. Ich denke nicht, dass das die Zukunft des Segelsports ist…..

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  8. avatar Marco sagt:

    Krasse Sache, warum sieht man auf Regattas nicht häufiger solche “fliegenden” Boote ? Je weniger Boot im Wasser, desto höher ist doch die Geschwindigkeit, oder gibts auch Nachteile der Technik ?

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    • avatar Sven sagt:

      Da gibts noch die Klassenregeln, die solche Flügel meistens nicht erlauben. Was Romeo und vielen anderen auch so gefällt.

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    • avatar stefan sagt:

      …naja, die Frage ist wie sich das Ganze am Wind verhält und wie sehr so ein Flügel dort bremst.

      …auch bei mehr Welle wird es Probleme geben. Im Vergleich zu den Motten hebt sich der Laser ja nur wenig aus dem Wasser.

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